Väternotruf

Dezember 2000


 

 

 

Umgangsvereitelung und Schadenersatz

Ein Elternteil, der den Umgang des anderen rechtswidrig und schuldhaft vereitelt, soll verpflichtet sein, diesem Schadenersatz in Höhe der nutzlos aufgewendeten Fahrkosten zu leisten

Amtsgericht Essen

 

veröffentlicht in: "FamRZ", 2000, S. 1110

 

 


 

 

 

"Mutter Natur. Die weibliche Seite der Evolution."

Sarah Blaffer Hrdy

Berlin Verlag 2000, 773 Seiten, 68 DM

 

Rezension unter dem Titel: 

Mama werden ist doch schwer. Sarah Blaffer Hrdy beschreibt den Mutterinstinkt als Kosten-Nutzen-Rechnung

in: "Der Tagesspiegel", 29.4.2001

 

 


 

 

Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen Elternteil

Das OLG Frankfurt a. Main kam zu der Auffassung, dass die mangelnde Konsens- und Kooperationsbereitschaft der Eltern die Anordnung der alleinigen elterlichen Sorge oder der Übertragung eines Teils der elterlichen Sorge auf einen Elternteil allein dann rechtfertigt, wenn sich die hierzu vorliegenden Konflikte auf wesentliche Bereiche der elterlichen Sorge beziehen.

OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 15.12.2000 - 1 UF 343/99

veröffentlicht in:

NJW-Entscheidungsdienst Familien- und Erbrecht, Heft 9, 2001, S. 232

mitgeteilt von Richter am OLG E. Carl, Frankfurt a.M.

 

 


 

 

 

Dienstag, 5.12.2000, 18 Uhr, Raum E 14 (UL 9)

“Die Familie steht unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung” ... ausgenommen sind nichteheliche Väter?

Stefan Schappo und Günter Gempp (Berlin), Väteraufbruch e.V.

 

Veranstaltet vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Rechtstheorie, Humboldt-Universität Berlin

Prof. Dr. Rosemarie Will

Infos über Katharina Ahrendts katharina=ahrendts@rewi.hu-berlin.de

 

 

 


 

 

Weihnachtsaktion des Väteraufbruch für Kinder - Berlin e.V.

am 24.12.2000 von 16 bis 18 Uhr vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Nähere Infos bei: Günter Gempp, Falkensteinstr.46, 10997 Berlin, Tel/Fax/AB 030-6182564 oder Manfred Fietkau, Tel 030-8233147

 

 


 

 

Wochenbett (Kindbett, Puerperium)

Bezeichnung für den Zeitraum von 6-8 Wochen nach der Entbindung, in dem es zur Ausheilung und Rückbildung der durch die Schwangerschaft und Geburt veränderten Organe der Wöchnerin (Mutter), vor allem der Gebärmutter, sowie zur Einregulierung der Laktation, des Hormonhaushaltes und der Tätigkeit der Eierstöcke kommt. Wochenbettwehen unterstützen die Wundheilung der Gebärmutter sowie die Ausstoßung des anfangs blutigen, später seriösen Wochenbettflusses.

Das Wochenbett ist häufig begleitet von psychischen Belastungen der Mutter (aber auch des Vaters).

Diese bezeichnet man als:

Baby-Blues (Heultage). Tritt bei ca. 50% der Frauen am 3.-5. Tag nach der Geburt auf und äußert sich in leichter Verstimmung, Weinerlichkeit, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit und allgemeiner psychischer Labilität.

Postpartale Depression - kann sich bis zu einem Jahr nach der Geburt entwickeln. 10-15 Prozent der Frauen erleiden diesen Zustand einer depressiven Verstimmung, der mit Erschöpfung, Schlafstörung, Appetitstörungen und Ängsten einhergeht und zu Suizidgedanken und Aggressionen gegen das Kind führen kann.

Postpartale Psychose - trifft ca. 0,2 Prozent der Frauen. Verwirrtheit, Halluzinationen und Wahnvorstellungen mit Phasen vorübergehender Klarheit treten auf.

 

Klar, dass Väter insbesondere mit den beiden letztgenannten Formen, Probleme haben werden. In vielen Fällen werden auch Beziehungskonflikte zwischen Mutter und Vater eine mögliche Ursache für die psychischen Symptome sein. Zum anderen, kann es für den Vater sehr schwer werden, einen unbefangenen Kontakt zu seinem Kind zu entwickeln, wenn die Mutter psychotische und womöglich paranoide Verhaltensweisen entwickelt.

 

 

Lesenswert:

"Rütteln an einem Tabu - die Krise nach der Geburt wird öffentlich."

Jutta Gier

in: "Clio", Zeitschrift für Frauengesundheit, 51/2000, S. 9

 

 

 

 


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