Väternotruf

2017


 

 

 





7. Mai 2017
Köln
Beginn:
Landgericht
Luxemburger Str. 101
12:30 Uhr
Zentrale Kundgebung:
14 Uhr • Wallrafplatz
am WDR-Funkhaus


WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY
5 JAHRE „KÖLNER URTEIL”
An diesem Tag jährt sich die Verkündung des KÖLNER URTEILS zum fünften Mal. Dieses hatte 2012 auch Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen, indem es eine medizinisch nicht indizierte Vorhautentfernung („Beschneidung“) eines Jungen als eine strafbare Körperverletzung bewertete. Inzwischen ist der 7. Mai längst weltweit zu einem Symbol für die Selbstbestimmungsrechte des Kindes unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition geworden.

...

Der eigentlich verharmlosende Begriff „Beschneidung“ steht bei Jungen für die Amputation („amputare“: ringsherum abschneiden) der Vorhaut, die den Verlust von durchschnittlich 50 % der gesamten Penishaut und des für sexuelle Empfindungen sensibelsten Teils mit sich bringt und die natürliche Physiologie des Penis sowie dessen Erscheinungsbild irreversibel verändert.
Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als rechtswidrig.
Dies war nur folgerichtig, denn auch Kindern standen in Deutschland die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und gewaltfreie Erziehung zu. Warum hätten diese Rechte gerade vor dem Intimbereich haltmachen sollen, und dann auch noch exklusiv nur vor dem von Jungen?


Der Deutsche Bundestag entschied am 12. Dezember 2012 als Reaktion auf das Kölner Urteil in einem Hauruckverfahren, dass Eltern aus jeglichem Grunde in eine „Beschneidung“ ihrer Söhne einwilligen können. Dies stellt einen Widerspruch zu sämtlichen übrigen gesetzlichen Schutzbestimmungen für Kinder und gleichzeitig einen mehrfachen Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention dar.

 

Zu dieser Veranstaltung rufen auf:
Attorneys for the rights of the child (Kalifornien, USA) ··Australasian Institute for Genital Autonomy – AIGA Inc. (Australien) ··Bay Area Intactivists (USA) ··beschneidungsforum.de – das Forum zum Thema Beschneidung (Deutschland) ··Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte BVKJ (Deutschland) ··Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne (Deutschland) ··Canadian Foreskin Awareness Project (Kanada) ··Children’s Health & Human Rights Partnership (Kanada) ··Deutsches Kinderbulletin – jedem Kind eine Chance / Politische Kindermedizin
(Deutschland) ··Doctors Opposing Circumcison (D.O.C.) – Physicians for Genital Integrity (Seattle, USA) ··Droit au corps (Frankreich) ··Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
(Deutschland) ··Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse (Deutschland) ··Genital Autonomy (Großbritannien) ··Genital Autonomy America (USA) (ehemals NOCIRC) ··Giordano-Bruno-Stiftung (Deutschland) ··Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.
(Deutschland) ··(I)NTACT – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V.
(Deutschland) ··IBKA – Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (Deutschland) ··Intact Africa (Afrika) ··Intact Denmark (Dänemark) ··Intact Kenya (Kenia) ··Intact Switzerland (Schweiz) ··Intaction (USA) ··intaktiv e.V. – eine Stimme für genitale Selbstbestimmung (Deutschland) ··„Just a snip“ (Dänemark) ··M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V. (Deutschland) ··Men Do Complain (Großbritannien) ··100 % Mensch – Liebe Recht Respekt (Deutschland) ··MOGiS e.V. – „Eine Stimme für Betroffene“ (Deutschland) ··NORM-UK / 15 Square (Großbritannien) ··Partei der Humanisten (Deutschland) ··Piratenpartei Deutschland ··pro familia Nordrhein-Westfalen (Deutschland) ··Pro Kinderrechte CH (Schweiz) ··Protect the Child (Israel) ··Schwules Netzwerk NRW e.V. (Deutschland) ··Sexpo (Finnland) ··TABU International e.V. – Gegen Genitalverstümmelung, für Frauen- und Kinderrechte
(Deutschland) ··TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. (Deutschland) ··Your Whole Baby (USA) ··Zentralrat der Ex-Muslime (Deutschland)

Vertiefende Informationen, Literaturtipps, Filme:
www.genitale-selbstbestimmung.de/info

 

 

Kommentar Väternotruf:

In Zeiten, wo die SPD populistisch die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz fordert und gleichzeitig der genitalen Verstümmelung von Jungen aus sogenannten "religiösen" Gründen das Wort redet, kann man erkennenn, wie es - nicht erst seit heute - um die SPD bestellt ist. Eine opportunistische und staatsbürokratische Vereinigung, die die Grundrechte von Kindern als Verhandlungsmasse für fragwürdige politische Deals benutzt. Und wenn sich dann noch Kanzlerkandidat Martin Schulz als vermeintlicher Retter der Armen und Rechtlosen generiert, grad so, als ob die SPD nicht seit Jahren in der Regierung ist, kann man nur noch müde abwinken und hoffen, dass es diese Dinosaurierpartei nicht mehr lange macht.



 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 15. März 2017 11:15
An: info@vaeternotruf.de
Betreff: Gutachterin Dr. Gianna Konrad

Guten Tag,

ich recherchiere derzeit den Fall eines Vaters, der seine beiden Töchter nach sieben Jahren alleinigem Sorgerecht an die Mütter geben musste. Die Gutachterin in dem Verfahren heisst Dr. Gianna Konrad aus Hamburg.

Der betreffende Vater, der sich an uns gewandt hat, schreibt, dass der Väternotruf vor dieser Gutachterin "warnt". Ist das richtig? Wenn ja, warum? Welche Erfahrungen hat der Väternotruf mit ihr gemacht?

Ich freue mich über Rückrmeldung unter dieser Email-adresse oder gerne telefonisch.

Besten Dank im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

...

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Myriam Schönecker

SWR
Redaktion "..."

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Väternotruf [mailto:info@vaeternotruf.de]
Gesendet: Donnerstag, 16. März 2017 21:17
An: ...
Betreff: AW: Gutachterin Dr. Gianna Konrad



Hallo Frau ...,

da muss ich am Wochenende mal im Archiv nachgucken, wir haben so viele Informationen jedes Jahr zu verarbeiten, dass wir nicht immer sofort jeden Fall raussuchen können.

So weit zu sehen, handelt es sich aber wohl um einen Fall vor 2014.



Das Familiengericht hat in dem von Ihnen geschilderten Fall offenbar dem Vater das Sorgerecht entzogen, weil das angeblich dem Wohl des Kindes am besten dient.

Grad wie damals in der DDR, als man den Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgt hatte, weil das dem Wohl der DDR am besten diente.

Damals hat man in der BRD protestiert, wenn heute, wie schon seit 1949 Tausenden Eltern das Sorgerecht entzogen wird, ohne dass eine Kindeswohlgefährdung besteht, guckt der Pfarrer Gauck in seine Bibel und nennt das Gottgegeben.

Daran erkennt man totalitäre Regime, dass die die Bürger ihrer Grundrechte, wie hier dem Vater das Sorgerecht, berauben und dass dann unverschämter Weise auch noch "Rechtsstaat" nennen.

Ich habe grad mal sechs Elternteile angeschrieben, bei der Gianna Konrad als Gutachterin beauftragt war. Vielleicht meldet sich der eine oder andere bei mir zurück und schildert seine Eindrücke.



Mit freundlichen Grüßen


Anton




Dr. Gianna Konrad

Diplom-Psychologin

44143 DortmundIm Jahr 2015 auch: Avernhoffstaße 3d, 22085 Hamburg

Beauftragung am Amtsgericht Gelsenkirchen, Amtsgericht Hamburg, Amtsgericht Mainz, Amtsgericht Schöneberg (ab , ..., 2008, ..., 2016)

Die Diplom-Psychologin Gianna Konrad wird vom Väternotruf nicht empfohlen.

 

 

 

 


 

 

 

 


Kopftuchverbot für Richterinnen, Redeverbot für Unsinn von den GrünInnen?

Renate Künast von der Luftnummerpartei Bündnis 90/Die GrünInnen hat sich mal wieder eine Luftnummer spendiert. Nein, diesmal nicht den Veggietag mit Fleischverbot für alle nicht MuslimInnen, sondern mit ihrem Plädoyer für das Zurschaustellen von religiösen Bekenntnissen durch Richterinnen. So will uns Frau Künast weismachen:

"Das Kopftuch einer Richterin ist eine persönliche Glaubensbekundung, die durch die Religionsfreiheit geschützt ist. Es ist das Recht, seinen Glauben durch die Ausübung von Kleidungsvorschriften zu bekunden." - Deutsche Richterzeitung, 1/2017, S. 15

Na da kann man ja auch allen anderen RichterInnen erlauben mit Kruzifix um den Hals die Gerichtsverhandlung zu leiten. AtheistInnen können sich ein großes A auf die Richterrobe nähen und somit zur Schau stellen, dass sie nicht religiös sind, das fällt ja auch unter die Meinungsfreiheit.

Heterosexuelle nähen sich ein HE auf die Robe, Homosexuelle ein HO. Richter dürfen dann auch ihre Parteizugehörigkeit auf die Robe nähen: AFD, NPD oder auch Bündnis90/Die GrünInnen.

Au weia, das tut weh. Wollen wir hoffen, dass Frau Künast nicht wieder in den Bundestag gewählt wird, damit der Schmerz nicht noch länger andauert.
 

 

 

 


 

 

 


Auch uneheliches Kind darf erben


Gericht für Menschenrechte rügt deutsche Rechtsprechung.

STRASSBURG (AFP). Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Deutschland abermals wegen der Ungleichbehandlung von unehelich geborenen Kindern im Erbrecht verurteilt. Das Straßburger Gericht rügte am Donnerstag die im deutschen Erbrecht verankerte Stichtagsregelung: Demnach haben uneheliche Kinder, die vor dem 1. Juli 1949 – und damit vor Inkrafttreten des Grundgesetzes – geboren wurden, keinen Anspruch auf das Erbe des Vaters. Diese Regelung sei diskriminierend und verletze außerdem das Grundrecht auf Schutz des Familienlebens, stellten die Richter einstimmig fest.

Geklagt hatte eine 1940 geborene Frau aus Bayreuth, die aufgrund der Stichtagsregelung vom Erbe ihres 2009 verstorbenen Vaters ausgeschlossen wurde. Die Klägerin ist die einzige Tochter des Mannes, der die Vaterschaft 1951 anerkannt hatte. Sie hatte engen Kontakt zu ihrem Vater. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter besuchte die Klägerin ihn und dessen Frau regelmäßig. Nach den Tod des Vaters machte die Tochter Anspruch auf ihr Erbe geltend. Sie zog in Deutschland durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht, das ihre Beschwerde für unzulässig erklärte. Der Straßburger Gerichtshof rügte den vollkommenen Ausschluss der Klägerin vom Erbe hingegen als "unverhältnismäßig".

10.02.2017

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/auch-uneheliches-kind-darf-erben--133391760.html


 

 


Kommentar Väternotruf:


Unter den Talaren, Muff von Tausend Jahren.

Schon wieder eine Ohrfeige aus Straßburg für das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, eines der letzten deutschen Bollwerke zur Verteidigung des Heiligen Sakraments der Ehe.

Die Ohrfeige hat man sich in Karlsruhe - wie schon einige andere davor - redlich verdient.

Alle aktuellen Entwicklungen beim Kindschaftsrecht sind beim Bundesverfassungsgericht nicht nur jahrzehntelang verschlafen worden, sondern, wie bei der sorgerechtlichen Diskriminierung nichtverheirateter Väter und ihrer Kinder dort jahrzehntelang abgesegnet worden. Hunderttausende von nichtverheirateten Vätern und ihre Kinder haben dadurch den Kontakt zueinander verloren.

Das Bundesverfassungsgericht noch immer ein konservatives Bollwerk gegen die Moderne, das kann auch gar nicht anders sein, denn wer an diesem Gericht landet, der hat vorher ein Parteiprüfungsverfahren bestanden, denn die im Bundestag vertretenen Parteien, egal ob CDU oder Grüne, senden natürlich nur Richter an dieses Gericht, die den Parteien auch genehm sind, also keine Richter mit innovativem Geist, sondern Richter, die sich den Parteiideologien, wenn schon nicht offen, dann aber doch versteckt subordinieren.



 

 

 


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