Hochstapler


 

 

Hochstaplerin unterrichtete auch in Berlin und Brandenburg - "Falsche Lehrerin" wegen Betrugs verurteilt  

Sie hatte weder Hochschulabschluss noch Staatsexamina, selbst das Abiturzeugnis war gefälscht. Trotzdem arbeitete eine heute 50-jährige Frau aus Wismar jahrelang als Lehrerin, unter anderem in Berlin und Brandenburg. Wenn es brenzlig wurde, zog sie weiter. Jetzt wurde die Frau verurteilt.  

Eine "falsche Lehrerin", die in mehreren Bundesländern jahrelang mit gefälschten Zeugnissen unterrichtet hat, ist wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.  

Die Richterin am Amtsgericht Kiel sah es als erwiesen an, dass die 50-Jährige aus Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) zunächst ihr Lehrerdiplom in Deutsch und Staatskunde, das sie noch in der DDR erhalten hatte, manipuliert hatte, um als Lehrerin arbeiten zu können. In den folgenden Jahren hatte sie dann immer wieder Urkunden mit Abschlüssen gefälscht, die sie nie erhalten hatte, um weiter in dem Beruf tätig sein zu können. Die Richterin bescheinigte der 50-Jährigen eine hohe kriminelle Energie.  

Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwalt hatten Bewährungsstrafen gefordert.

Wenn sie aufzufliegen drohte, zog sie weiter  

Die Frau hatte vor Gericht eingeräumt, für ihre Staatsexamina und andere Urkunden über 20 amtliche Stempel gefälscht zu haben, um ihren Papieren den Anschein von Echtheit zu geben. Nach der Wende habe sie ihre Vita aus Angst vor Arbeitslosigkeit geschönt.  

Ihren Aussagen zufolge gab es bereits an ihrer ersten Station als Lehrerin in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) Verdachtsmomente gegen sie. Daraufhin wechselte sie nach Brandenburg. Von dort zog sie weiter nach Berlin, wo sie im Zusammenhang mit einem Disziplinarverfahren aus dem Beamtenverhältnis auf Probe entlassen wurde.  

Das wiederum hinderte die Frau nicht daran, ab 2008 mit falschen Papieren an einem Gymnasium in Mölln (Schleswig-Holstein) als Studienrätin tätig zu werden. 2010 wurde die Schulleitung misstrauisch. Ende 2012 wurde die Hochstaplerin suspendiert, Anfang 2013 aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Danach arbeitete sie noch an zwei weiteren Schulen bei Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).

Stand vom 17.06.2015  

https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/06/Bewaehrungsstrafe-fuer-falsche-Lehrerin-Wismar-Berlin-Brandenburg.html

 

 


 

 

11.10.2014, 03:27 Uhr | aktualisiert: 12.10.2014, 09:48 Uhr

Ohne Diplom als Gutachter bei Gericht? Staatsanwalt ermittelt  

Kreis Birkenfeld. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt gegen einen Psychologen aus dem Kreis Birkenfeld. Ihm wird vorgeworfen, dass er den Titel "Diplom-Psychologe" über viele Jahren hinweg getragen hat, obwohl er eigentlich kein entsprechendes Studium mit einem Diplom-Abschluss nachweisen kann. Vielmehr habe der Mann lediglich eine Erlaubnis zur Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.  

Von unserer Redakteurin Vera Müller  

Einer Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Birkenfeld war aufgefallen, dass die Diplom-Urkunde des Mannes Formfehler enthält. Sie leitete ihren Verdacht weiter. Zu den Hauptaufgabengebieten des Beschuldigten gehörte in den vergangenen Jahren das Erstellen von familienpsychologischen Gutachten für Familiengerichte. Er war in ganz Rheinland-Pfalz und auch häufig für das Idar-Obersteiner Amtsgericht tätig. "Aktuell allerdings nicht", wie Hans-Walter Rienhardt, Direktor des Amtsgerichts, betont. Die Staatsanwaltschaft geht von einem hinreichenden Tatverdacht aus, die Ermittlungen werden wohl aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es seien noch Fragen zu klären: Wo ist er als Diplom-Psychologe aufgetreten? Wie hoch ist der Schaden? Sofern Anklage erhoben werde, gehe es um gewerbemäßigen Betrug, der mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden kann.  

Der Psychologe habe sein Handwerk offenbar recht gut verstanden, betonen jene, die mit ihm zu tun hatten - rückblickend mit leichtem Zynismus. In manchen Fällen seien die richterlichen Entscheidungen, die auf Grundlage der Gutachten getroffen worden seien, sicherlich gerechtfertigt gewesen. In anderen möglicherweise nicht: Da hätte man durchaus genauer hinschauen müssen, sind einige Juristen im Kreis überzeugt. Weder die Gerichte noch die Anwälte hätten wohl einen Gutachter, der kein Diplom-Psychologe ist, zugelassen.  

In zwei Fällen sind bereits juristische Schritte angekündigt  

So sei es durchaus möglich, dass - sofern es zu Anklage und Urteil kommt - einige Verfahren neu aufgerollt werden und auf Schadensersatz geklagt werde. Der NZ sind zwei Fälle bekannt, in denen betroffene Mütter bereits angekündigt haben, juristische Schritte einleiten zu wollen.

Der Psychologe erstellte unter anderem Persönlichkeitsprofile und -diagnostiken für Erwachsene, auf deren Grundlage Kinder aus Familien herausgeholt wurden. Das sind auf allen Ebenen emotional und sozial folgenschwere Entscheidungen. Gutachter an Familiengerichten können bekanntlich über die Zukunft ganzer Familien entscheiden - über die Frage, ob ein Kind beim Vater oder der Mutter lebt, wie oft ein Elternteil es sehen darf oder ob es sogar in einem Heim leben muss.  

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http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/nahe_artikel,-Ohne-Diplom-als-Gutachter-bei-Gericht-Staatsanwalt-ermittelt-_arid,1218077.html#.VHooXDjegYo

 

 

Kommentar Väternotruf:

Der Artikel leidet an wesentlichen Mängeln. Entweder der Mann ist "Psychologe" oder er ist es nicht. Der Titel "Psychologe" ist gesetzlich geschützt, daher handelt jeder, der unter diesem Titel auftritt ohne den Titel rechtmäßig erworben zu haben, rechtswidrig.

Ob seine Gutachten wie im Fall des Hochstaplers Gerd Postel gut oder schlecht waren, spielt dabei keine Rolle.

Am Amtsgericht Idar-Oberstein hat vermutlich niemand geprüft, ob der als "Psychologe" auftretende Mann überhaupt eine entsprechende Qualifikation hatte. Wie immer hat aber der Richter recht und der Bürger unrecht. Daher wird mit Sicherheit am Amtsgericht Idar-Oberstein und auch am Amtsgericht Rockenhausen niemand zur Verantwortung gezogen, der dafür Verantwortung getragen hat, dass der als "Psychologe" auftretende Mann unter diesem Titel am Amtsgericht Idar-Oberstein seiner Neigung zur Hochstapelei offenbar ungehindert nachgehen konnte. Das ganze nennt Bundespräsident Gauck dann den "Rechtsstaat", bekanntlich hat dort immer der Recht, dem Recht gegeben wird, das ist in der Regel nicht der Bürger, sondern der in der Bürokratie tätige Bürokrat. So kann man den sogenannten "Rechtsstaat" als Bürokratenstaat bezeichnen, was sicher zutreffender ist, als die Vision, die unser Bundespräsident als gläubiger Christ hat.

Der Name des am Amtsgericht Idar-Oberstein tätig gewesenen mutmaßlichen Hochstaplers ist dem Väternotruf bekannt!

 

 


 

 

 

Prozess-Auftakt vor dem Landgericht Hannover Falscher Arzt vor Gericht

Er hält sich aufrecht und lächelt milde in die Runde. Perfekt beherrscht der Angeklagte die Rolle des vertrauenswürdigen Mediziners. Mit dieser Masche soll der 31-Jährige in Hannover kranke Menschen getäuscht und abgezockt haben.

Von Michael Zgoll

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten insgesamt 64 Straftaten vor, unter anderem Betrug und das unerlaubte Führen eines Doktortitels.

Hannover. Ein falscher Arzt, der offenbar mit falschem Namen hausieren geht, muss sich seit gestern vor dem Landgericht Hannover verantworten. Angeklagt ist Marcel R. alias Marcel Roéniké“ wegen des Missbrauchs von akademischen Titeln und Berufsbezeichnungen, wegen Betrugs zulasten von Krankenkassen und Patienten, wegen Verstößen gegen das Heilpraktikergesetz sowie Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein. Der Fächer der Delikte ist weit, und auch die Zahl der angeklagten Fälle ist hoch: Sie beläuft sich auf 64.

Allerdings wurde das Verfahren vor der 3. Großen Strafkammer gestern nach zwei Stunden ausgesetzt, es beginnt am 25. April von vorn. Der Angeklagte wollte plötzlich nicht mehr von seinem bisherigen Anwalt vertreten werden: Dieser habe ihm zu einem Geständnis geraten und keine Anzeige gegen zwei Nebenklägerinnen wegen Falschaussage erstatten wollen. Nur mit Mühe fand das Gericht unter Vorsitz von Renata Bürgel mit einem neuen Verteidiger neue Termine.

Bekannt geworden war R. im vergangenen Jahr, weil er angeblich ein Kindertageshospiz namens Schatzinsel“ gründen wollte und dafür Spendengeld einsammelte. Im Herbst flog der Schwindel auf, der 31-Jährige wurde verhaftet. Das Hospiz sollte in der nördlichen List angesiedelt sein, über Pflegeeinrichtungen hatte der falsche Arzt mit Eltern schwerkranker Kinder Kontakt aufgenommen und ihnen Hoffnung gemacht. Gegenüber Förderern gab sich R. als Juniorprofessor Dr. med. Univ. mag. Psych., Facharzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin, klinischer Psychologe, Transfusionsverantwortlicher und Systemtherapeutischer Trauerbegleiter“ aus ein Mix von Tätigkeitsfeldern, der eigentlich eher Miss- denn Vertrauen signalisiert. Aufgrund seiner Überredungskünste und seines generösen Gebarens schaffte es der Mann aber trotzdem, etliche Mitmenschen über seine wahren Absichten zu täuschen darunter einen Notar, etliche Geschäftsleute sowie Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zudem soll der mehrfach vorbestrafte Betrüger von der Agentur für Arbeit Leistungen bezogen haben.

Sieht man den kleingewachsenen, zierlichen 31-Jährigen auf der Anklagebank, mag man kaum glauben, dass er so vielen Menschen Sand in die Augen streuen konnte. Dem Mann mit dünnem Bart, fülligem blonden Haar und dandyhaftem Gang haftet etwas Jugendliches an, nur sein Schweizer Akzent verbreitet einen Hauch von großer weiter Welt. Die meisten seiner falschen ärztlichen Leistungen, die die Anklage auflistet, waren psychologische Beratungsgespräche, oft mit Eltern und Kindern, abgerechnet mit 78 Euro pro Stunde. Doch auch Infusion und Wundbehandlung zählten zum Repertoire des Hochstaplers. Die AOK beglich für Krankenpflegeleistungen 11300 Euro, bei der AWO kassierte er für Referat und Elternberatung mehr als tausend Euro.

Zwei Sozialpädagoginnen zog R. so sehr in seinen Bann, dass sie Vorstandsmitglieder im Verein Schatzinsel“ wurden. Auch privat kam man sich näher. Doch bald gab es in der Kleefelder Wohngemeinschaft der drei Hospiz-Vorstände derartige Verwerfungen, dass die Zwillingsschwestern nun als Nebenklägerinnen auftreten. Der Angeklagte soll der einen ein Glas an den Kopf geworfen und sie geschlagen haben, die andere an den Haaren aus dem Bett gezogen oder ihr ein Knie ins Gesicht gestoßen haben. Möglich, dass Dr. med. Marcel Roéniké“ in manchen Momenten die Contenance verloren hat.

06.03.2014

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Prozess-Auftakt-vor-dem-Landgericht-Hannover

 

 


 

 

30-Jähriger in U-Haft Ein falscher Arzt im Kinderhospiz

Unter falschen Namen soll ein 30-Jähriger sich als promovierter Arzt ausgegeben haben. Er soll Behandlungen durchgeführt und gewerbsmäßig Leistungen abgerechnet haben ohne medizinische Ausbildung. In Hannover hat er das erste Kindertageshospiz "Schatzinsel" initiiert. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

Von Jens Heitmann

Artikel veröffentlicht: Dienstag, 17.09.2013 19:55 Uhr

Hannover. Der Schatz, das sind die Kinder und die Insel ist der Ort der Begegnung.“ Mit solch salbungsvollen Worten hat der Initiator des ersten Kindertageshospiz in Hannover für sein Projekt geworben. Die Schatzinsel“ sollte als Tageseinrichtung Eltern von der Pflege ihrer todkranken Kinder entlasten. Seine Pläne kann Marcel Roenike nun nicht mehr weiterverfolgen er sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betruges in Tateinheit mit dem unbefugten Tragen akademischer Titel gegen den 30-Jährigen. Er ist bereits einschlägig vorbestraft“, sagte Staatsanwalt Oliver Eisenhauer.

Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten vor, in einem Fall ein Kind behandelt zu haben, ohne dafür qualifiziert zu sein. Darüber hinaus soll er in acht Fällen Leistungen mit einer Krankenkasse abgerechnet haben, die er nie erbracht hat und auch nicht erbringen durfte in weiteren sechs Fällen habe es einen entsprechenden Versuch gegeben, sagte Eisenhauer. Die Schadenssumme belaufe sich im ersten Fall auf etwa 11.000 Euro, im zweiten wären noch einmal rund 5000 Euro hinzugekommen. Die Krankenkasse schöpfte jedoch Verdacht und stellte Strafanzeige.

Gegenüber Förderern der Schatzinsel“ gab sich Roenike als Juniorprofessor Dr. med Univ. mag Psych, Facharzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin, klinischer Psychologe, Transfusionsverantwortlicher und Systemtherapeutischer Trauerbegleiter“ aus. Nach Einschätzung der Ermittler trägt der Beschuldigte keinen dieser Titel zu Recht er habe nicht einmal eine medizinische Ausbildung, hieß es.

Auch sonst gibt es hinter der Biographie viele Fragezeichen. Als gesichert gilt lediglich, das Roenike 1982 in Halberstadt geboren wurde und über mehrere Anlaufadressen“ in Österreich und der Schweiz verfügt. Sein Strafregister sei lang, heißt es. Es reicht vom Tankbetrug in Magdeburg bis zur Amtsanmaßung und Urkundenfälschung in Salzburg dort wurde eine Freiheitsstrafe mit drei Jahren Bewährung verhängt.

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http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Ein-falscher-Arzt-im-Kinderhospiz

 

 

 


 

 

 

 

Als falscher Arzt behandelte er über 160 Patienten Dr. Google“ zu fast 4 Jahren Haft verurteilt

Seine Approbation lud er im Internet runter

Falscher Arzt!: Seine Zulassung zog er aus dem Internet

Statt Mediziner ist Sascha S. im Knast Vorarbeiter in der Qualitätskontrolle

20.05.2011 19:26 Uhr

Stuttgart Als Dr. Sascha Schenk“ behandelte er mehr als 160 Patienten, spritzte Narkosemittel, legte Infusionen und entnahm Blut. Doch seine Zulassung als Arzt war nur geklaut runtergeladen im Internet! Jetzt muss der falsche Arzt Sascha S. (27) für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Stuttgart verurteilte Dr. Google“ am Freitag zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft.

Das Gericht sah die Anklagepunkte Betrug, Urkundenfälschung und gefährliche Körperverletzung als erwiesen an und schickt den 27-Jährigen für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Insgesamt 161 Patienten in München und Horb (Kreis Freudenstadt) behandelte der falsche Arzt obwohl er nur einen Hauptschulabschluss hat!

Am ersten Prozesstag hatte Sascha S. verraten, wie frech er seinen Lebenslauf und die Approbationsurkunde als Dr. Sascha Schenk“ fälschte.

Der Angeklagte: War ganz einfach. Habe bei Google die Urkunde runtergeladen und den Namen eingefügt. Auch den Vordruck für den Lebenslauf gab's im Internet.“

Da wurde der Dachdecker-Vater zum Polizei-Oberrat, die Friseusen-Mutter zur Oberärztin am Katharinenhospital.

Das Medizin-Studium hatte Dr. Schenk“ an der Eberhard Karls-Universität Tübingen mit cum laude“ (mit Lob, d. Red.) abgeschlossen.

Woher er den Prägestempel auf der Approbations-Urkunde hatte, wollte Sascha S. allerdings nicht verraten.

Zum Motiv sagte der Angeklagte: Geld war nicht der Hauptgrund. Vielmehr die Arbeit am Menschen hat mich fasziniert. Der Beruf hat mich schon als Kind angezogen. Als Arzt bekam ich Bestätigung von überall her. Das war eine eigene Welt für sich.“

Während seiner Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter am Freitag: Das Verfahren fiel aus zweierlei Gründen aus dem Rahmen, einmal was die Materie und was die Person des Angeklagten angeht.“

Das Gericht ist mit dem Strafmaß von 3 Jahren und 9 Monaten der übereinstimmenden Forderung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gefolgt.

http://www.bild.de/news/inland/betrug/urteil-gegen-dr-google-falscher-arzt-17998112.bild.html

 

 

 


 

 

 

08.01.2010

Wahnsinn in Weiß: Falscher Arzt narrt Klinikum

Erlangen - Als falscher Arzt foppte er ein ganzes Klinikum nun verhöhnt der verurteilte Betrüger Christian E. (30) in einem satirischen Tatsachen-Roman“ auch noch seine ehemaligen Kollegen!

Mit Realschul-Bildung zum Oxford-Diplom, vom Bankschalter an den Operationstisch, vom Knasti zum Bestseller-Autor: Die Karriere von Christian E. ist wirklich atemberaubend. Am PC bastelte er sich Abi-Zeugnis und Uni-Urkunden, medizinisches Halbwissen saugte er im Zivildienst bei den Maltesern auf. Sein Ziel: den drögen Bank-Job an den Nagel hängen, sich als Halbgott in Weiß beweisen. Die Professoren am Uni-Klinikum Erlangen ließen sich vom Fabel-Lebenslauf des vermeintlichen Überfliegers nur zu gerne täuschen sie übersahen sogar krasse Rechtschreibfehler in den vorgelegten Diplomen wie Franlfurt“ statt Frankfurt oder Doktor medicnae“ statt doctor medicinae“.

Die irrsten wahren Geschichten

196 Mal assistierte E. von Ende 2006 bis Anfang 2008 bei Operationen, war sogar bei Organ-Transplantationen dabei und begleitete ADAC-Rettungsflüge. Bis er durch einen anonymen Hinweis aufflog. Er saß vier Monate in U-Haft, wurde im vergangenen August in zweiter Instanz zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Betruges, Urkundenfälschung und Missbrauchs von Titeln verurteilt.

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http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/wahnsinn-weiss-falscher-arzt-narrt-uniklinikum-erlangen-584864.html

 

 

 


 

 

 

Großkanzlei stellte Examensschwindler ein

Dienstag, 07. Dezember 2010 14.32 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine internationale Großkanzlei ist in Düsseldorf monatelang auf einen Examensschwindler hereingefallen. Der Jurist hatte seine Examensnote «ausreichend» nach vielen vergeblichen Bewerbungen auf ein «voll befriedigend» frisiert, was bei den Juristen als Prädikatsexamen gilt. Prompt öffneten sich für den 32- Jährigen die Türen der renommierten Kanzlei und ihm gelang der Berufseinstieg mit 100 000 Euro Jahressalär.

Allerdings fiel der Nachwuchsanwalt durch derart schlechte Arbeit und schlechtes Englisch auf, dass seine Chefs nach einigen Monaten argwöhnisch wurden. Eine Nachfrage beim Prüfungsamt der Universität Rostock wurde mit einer Gegenfrage beantwortet: «Wären sie bereit, in einem Strafverfahren als Zeuge auszusagen?» In der Kanzlei war man dazu bereit und am Dienstag wurde der 32-Jährige vom Düsseldorfer Amtsgericht zu zehn Monaten Haft auf Bewährung wegen Betruges verurteilt.

Inzwischen bewerbe er sich nur noch mit seinem echten Zeugnis, beteuerte der Angeklagte. Das Ergebnis ist allerdings entsprechend: Er lebt von Hartz IV. Per Aufhebungsvertrag hatte ihn die Großkanzlei noch verpflichtet, die in neun Monaten bezogenen 75 000 Euro Gehalt zurückzuzahlen.

http://www.justiz.nrw.de/Presse/dpa_ticker/DPA_07122/index.php

 

 

 


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