Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Landkreis Olpe

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Landkreis Olpe

Westfälische Str. 75

57462 Olpe

 

Telefon: 02761 / 81-0

Fax: 02761 / 81-343

 

E-Mail: info@kreis-olpe.de

Internet: http://www.kreis-olpe.de

 

 

Internetauftritt des Landkreis Olpe (01/2012)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt:

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Kreis Olpe liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen im Sauerland. Er gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Sitz des Kreises ist die Stadt Olpe. Er gehört zur Region Südwestfalen.

Der Kreis Olpe grenzt im Nordwesten an den Märkischen Kreis, im Nordosten an den Hochsauerlandkreis, im Südosten an den Kreis Siegen-Wittgenstein, im Süden an den Landkreis Altenkirchen und im Westen an den Oberbergischen Kreis.

 

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Städte und Gemeinden:

Der Kreis Olpe gliedert sich in sieben kreisangehörige Gemeinden, von denen drei den Status Mittlere kreisangehörige Städte tragen.

Städte

Attendorn, Mittlere kreisangehörige Stadt (24.399)

Drolshagen (11.787)

Lennestadt, Mittlere kreisangehörige Stadt (26.139)

Olpe, Mittlere kreisangehörige Stadt (24.663)

Gemeinden

Finnentrop (17.025)

Kirchhundem (11.938)

Wenden (19.572)

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2012[2])

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Olpe

 

 

 

Jugendamt Landkreis Olpe

Kreisjugendamt

 

 

Zuständige Amtsgerichte:

Amtsgericht Lennestadt

Amtsgericht Olpe

 

 

Väternotruf Olpe

August Mustermann

Musterstraße 1

57462 Olpe

Telefon: 02761 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

Dr. phil. T. Droste - Fachdienstleiter / Fachdienst Pädagogische Jugendhilfe, Soziale Dienste / Jugendamt Olpe (ab , ..., 2010)

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

R. Redecker - Jugendamt Kreis Olpe / Bezirkssozialdienst (ab , ..., 2010)

Herr Saßmann - Jugendamt Kreis Olpe / Bezirkssozialdienst (ab , ..., 2010)

 

Kreis Olpe - Fachdienst Pädagogische Jugendhilfen, Soziale Dienste

Rathaus Attendorn

Schüldernhof 19

57439 Attendorn

R. Besting - Raum: 06 - Rathaus Attendorn

Telefon: (02722) 6386-16

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: r_besting@kreis-olpe.de

H. Kühn - Raum: 2 - Rathaus ATT

Telefon: (02722) 6386-12

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: h_kühn@kreis-olpe.de

N. Marx - Raum: 4 - Rathaus ATT

Telefon: (02722) 6386-14

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: ni_marx@kreis-olpe.de

D. Meinhard - Raum: 3 - Rathaus ATT

Telefon: (02722) 6386-13

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: d_meinhard@kreis-olpe.de

B. Müller - Raum: 9 - Rathaus ATT

Telefon: (02722) 6386-11

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: b_müller@kreis-olpe.de

B. Regina - Raum: 06 - Rathaus Attendorn

Telefon: (02722) 6386-16

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: r_besting@kreis-olpe.de

N. Schiwania - Raum: 07 - Rathaus Attendorn

Telefon: (02722) 6386-17

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: n_schiwania@kreis-olpe.de

A. Stahl - Raum: 5 - Rathaus ATT

Telefon: (02722) 6386-15

Telefax: (02722) 4552

E-Mail: an_stahl@kreis-olpe.de

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Olpe

überregionale Beratung

http://familienberatung-olpe.de

 

 

Familienberatung Siegen

überregionale Beratung

http://familienberatung-siegen.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

AufWind Attendorn Kath. Jugend- und Familiendienst

Hansastr. 8 

57439 Attendorn

Telefon: 02722 / 6565-0

E-Mail: kontakt@aufwind-attendorn.de

Internet: http://www.aufwind-attendorn.de

Träger: Gem. Ges. d. Franziskanerinnen zu Olpe mbH

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Gruppenarbeit, Jugendberatung, Krisenintervention

 

 

AufWind Lennestedt Katholischer Jugend- und Familiendienst

Uferstr. 2 

57368 Lennestadt

Telefon: 02723 / 68891-0

E-Mail:

Internet: http://www.caritas-olpe.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung

 

 

AufWind Olpe Katholische Jugend- und Familiendienst

Kolpingstr. 62 

57462 Olpe

Telefon: 02761 / 921-1511

E-Mail: aufwind-olpe@caritas-olpe.de

Internet: http://www.caritas-olpe.de

Träger: Caritasverband

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Krisenintervention, Partnerberatung, Telefonische Beratung

 

 

Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen - Außenstelle von Siegen -

Kölner Str. 2 

57462 Olpe

Telefon: über 0271 / 57617

E-Mail: eheberatung-olpe@erzbistum-paderborn.de

Internet: http://www.eheberatung-paderborn.de

Träger: Erzbistum Paderborn

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Gruppenarbeit, Jugendberatung, Partnerberatung, Beratung für psychisch Kranke und solche, die sich dafür halten, es werden wollen oder zu solchen abgestempelt werden, Sexualberatung

 

 

Ehe-, Familien- und Lebensberatung - Außenstelle von Siegen -

57462 Olpe

Frankfurter Str. 28 

Telefon: über 0271 / 25028-0

E-Mail:

Internet: http://www.kirchenkreis-siegen.de

Träger: Evangelischer Kirchenkreis

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung)

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Kreis Olpe - Jugendamt Bezirkssozialdienst (BSF) Arbeitsgruppe Attendorn

Schüldernhof 19 

57439 Attendorn

Telefon: 02722 / 6386-11,-13,-14

E-Mail: b.mueller@kreis-olpe.de

Internet: http://www.kreis-olpe.de

Träger:

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Sozialberatung, Partnerberatung, Telefonische Beratung

 

 

Kreis Olpe - Jugendamt Bezirkssozialdienst (BSD)

Helmut-Kumpf-Str. 25 

57368 Lennestadt 

Telefon: 02723 / 608-454

E-Mail: r_redecker@kreis-olpe.de

Internet: http://www.kreis-olpe.de

Träger:

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Sozialberatung, Familienberatung, Partnerberatung, Telefonische Beratung

 

 

Kreis Olpe - Jugendamt Bezirkssozialdienst (BSD)

Westfälische Str. 75 

57462 Olpe 

Telefon: 02761 / 81-358,-577,-451

E-Mail: a.kamper@kreis-olpe.de

Internet: http://www.kreis-olpe.de

Träger:

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Sozialberatung, Partnerberatung, Telefonische Beratung

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Olpe

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Olpe

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Olpe

Frauenhaus

Straße: 

57460 Olpe

Telefon: 02761 / 834025

E-Mail: frauenhausolpe@gmx.de

Internet: http://www.frauenhelfenfrauen-olpe.de

Träger: Frauen helfen Frauen e.V.

Angebote: Hilfe und Beratung für Frauen, Telefonische Beratung, Krisenintervention, Beratung für Opfer jeglicher Gewalt (laut Angaben auf www.dajeb.de offenbar auch Beratung für Männer als Opfer von Gewalt)

 

 

Deutscher Kinderschutzbund KV Olpe e.V.

Kölner Str. 48 

57439 Attendorn

Telefon: 02722 / 8089108

E-Mail: info@kinderschutzbund-olpe.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-olpe.de

Träger:

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Familienberatung

 

 


 

 

 

Kinder ausgesetzt

Zum Abschied Pizza

Ein deutsches Paar hat drei Kinder in Italien verlassen. Die Motive für die Tat sind weiterhin rätselhaft. Die deutsche Justiz reagierte umgehend. Sie entzog der Mutter das Sorgerecht.

Von Paul Kreiner, Rom

„Sie sahen aus wie eine klassische Familie auf Urlaub.“ Ezio Gevroz, Besitzer des Hotels Joli im italienischen Aosta-Tal, hat nicht viel Außergewöhnliches bemerkt an diesen fünf Deutschen, die am vergangenen Samstag bei ihm zwei Zimmer gemietet hatten: die 26-jährige Ina R., der 24-jährigen Sascha S. und drei Kinder, acht Monate, vier und sechs Jahre alt, alle aus Finnentrop im Sauerland.

Aufgefallen ist dem Hotelchef nur, dass die Kinder „trotz der beträchtlichen Kälte bei uns ziemlich leicht bekleidet und durchnässt“ waren, dass die Familie so ganz ohne Gepäck ankam und dass die Kreditkarte der Mutter nicht gedeckt war. „Da telefoniere ich am Montag mit meiner Bank“, beruhigte ihn Ina R., und Gevroz nahm die Familie auf. Seit Sonntag indes herrscht Alarm in Aosta. Ina R. und ihr Lebensgefährte sind verschwunden. Sie waren mit den drei Kindern Pizza essen, gingen kurz vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen. Seither fehlt von ihnen jede Spur. „Verängstigt waren die Kinder gar nicht“, erklärt Pizzeriabesitzer Carmelo Casella, „die glaubten halt, Mama sei auf der Toilette. Die anderen Gäste im Lokal haben dann angefangen, fröhlich mit den Kindern zu spielen; den Kleinen haben wir auch noch gewickelt.“ Nach einer halben Stunde Suche dann holte Casella die Polizei; die Beamten brachten die Kinder in einer betreuten Wohnung unter.

Unterdessen durchsuchten andere Beamte den alten Ford Fiesta, mit dem die Deutschen angereist waren und den sie, als der Tank leer war, kurz nach der Autobahnabfahrt Aosta abgestellt hatten. Was die Polizisten dort fanden – eine Art Tagebuch mit düsteren Zeichnungen –, weckte den Verdacht, die in nicht näher bezeichneten „wirtschaftlichen Schwierigkeiten“ steckende Mutter und ihr Freund, der früher Drogenprobleme gehabt haben soll, könnten sich umgebracht haben. Seit Montag durchkämmen Polizei, Feuerwehrleute, Forstwache und Zivilschutz alle möglichen Wildbäche und Schluchten rund um Aosta.

Sascha S. war nicht der leibliche Vater der drei Kinder. Dieser sitzt seit 2006 in Haft, weil er ein viertes Kind, einen Säugling, zu Tode geschüttelt hatte. So bestätigt es die Staatsanwaltschaft in Siegen.

Was Ina R. und Sascha S. zu ihrer Fahrt nach Italien bewogen hat, das war am Mittwoch noch rätselhaft. Unklar ist auch noch, was sie zwischen ihrer Einreise nach Italien am Dienstag – belegt durch die Tunnelkontrollstellen am Großen Sankt Bernhard – und jenem Samstag getan haben, an dem sie im Hotel Joli auftauchten. Die Polizei hält sich mit Vermutungen zurück und dementiert höchstens einige der üppigen Pressespekulationen als „Fantasie“. Wollte die Mutter etwa, so fragen italienische Zeitungen, die Kinder zur Vermeidung einer womöglich noch schlimmeren Familientragödie gewissermaßen den Behörden „anvertrauen“? Aber warum in Aosta? Nur weil das Benzin dort zu Ende ging? Befanden die fünf sich auf einer fluchtähnlichen Irrfahrt? Oder hatten sie ein konkretes Ziel?

Ziemlich schnell haben italienische und deutsche Polizei die Mutter von Ina R. ausfindig gemacht. Sie holt die Kinder ab. Die deutsche Justiz reagierte umgehend. Sie entzog Ina R. das Sorgerecht.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 23.04.2009)

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Italien-Kinder-Kriminalitaet;art1117,2780131

 

 

 


 

 

Tote Babys in Kühltruhe

Angeklagte Mutter voll schuldfähig

Tote Babys in Kühltruhe

Um sich vor den Kameras zu schützen, erschien die Angeklagte vor Gericht mit Kopftuch und Sonnenbrille (hier mit ihrem Anwalt)

Im Prozess um drei Babyleichen hat ein Gutachter der Mutter Schuldfähigkeit bescheinigt. Ihr Verteidiger zweifelte die Glaubwürdigkeit des Gutachters an. Die 44-Jährige soll drei Kinder nach der Geburt getötet und in einer Kühltruhe versteckt haben.

Die Mutter der drei im Sauerland in einer Tiefkühltruhe entdeckten Babyleichen ist laut einem Sachverständigen voll schuldfähig. Dem Gutachten zufolge ist kein klassisches psychiatrisches Krankheitsbild zu erkennen. Auch nach dem Tod ihrer heimlich geborenen Kinder habe die 44-Jährige ihr Leben weiter voll im Griff gehabt, erklärte der Sachverständige am Montag vor dem Landgericht Siegen.

Die Hausfrau aus dem sauerländischen Wenden-Möllmicke, die noch drei erwachsene Kinder hat, soll die lebend geborenen Babys unmittelbar nach der Geburt getötet und die Leichen jahrelang in einer Kühltruhe im Keller versteckt haben. Sie habe ihr Leben jedes Mal normal weiter geführt und die übrigen Kinder weiter versorgt. Auch die Spuren der Geburten habe die Angeklagte immer vollständig beseitigt. Das alles spreche nicht für eine verminderte Steuerungsfähigkeit, sagte der Gutachter.

Befangenheitsantrag gegen Gutachter

Die Verteidigung zweifelte die Glaubwürdigkeit des Gutachtens dagegen an. Es sei durchzogen von Vorurteilen, zudem sei ihre Mandantin unter Druck gesetzt worden, erklärten die Anwälte der 44-Jährigen. Sie stellten daher einen Befangenheitsantrag gegen den Gutachter. Die Kammer will am Mittwoch über den Antrag entscheiden. Bei einer Ablehnung könnten zwei Wochen nach Beginn des Verfahrens bereits die Plädoyers folgen..

Die unter starken Alkoholproblemen leidende Hausfrau hatte zum Prozessauftakt zugegeben, ihre 1986, 1988 und 2003 geborenen Mädchen heimlich im Badezimmer entbunden und sie nach deren Tod in der Tiefkühltruhe verstaut zu haben. Eine Tötungsabsicht bestritt sie jedoch. Zur Geburt von zwei Babys erklärte sie, unter dem Einfluss von Beruhigungstabletten gestanden zu haben beziehungsweise betrunken gewesen zu sein.

Entdeckt worden waren die Leichen der Säuglinge vom jüngsten Sohn, der sich in Abwesenheit seiner Eltern auf der Suche nach einer Tiefkühlpizza gemacht hatte. Die Familie erstattete Selbstanzeige.

AP

Artikel vom 24. November 2008

http://www.stern.de/panorama/:Tote-Babys-K%FChltruhe-Angeklagte-Mutter/646741.html

 

 

 


 

 

Mutter gesteht: Drei Kinder getötet und eingefroren

Wenden/Olpe (dpa) - Eine 44 Jahre alte Frau aus Wenden im Sauerland soll in den 80er Jahren drei neugeborene Kinder getötet und in einer Tiefkühltruhe eingefroren haben. Die Mutter hat nach Angaben der Polizei eingeräumt, dass sie die Kinder in die Tiefkühltruhe gelegt habe.

Das sagte ein Sprecher der Mordkommission Hagen am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Frau wurde festgenommen und kam in psychiatrische Behandlung.

Bilder: Grauenhafter Fund in Nordrhein-Westfalen

Die Hausfrau lebte seit vielen Jahren in dem Ort im Kreis Olpe mit ihrem heute 47 Jahre alten Mann. Zeugen schildern das Fachwerkhaus als gepflegt, das Umfeld als «Dorfidylle». Das Paar hat zwei Söhne (18, 22) und eine Tochter 24. Nachbarn beschrieben die Familie als unauffällig, freundlich und bestens integriert. Die Frau ist korpulent; trotzdem zeigten sich Nachbarn fassungslos, dass der Ehemann offenbar drei Schwangerschaften nicht bemerkt hat.

Die Leichen haben nach den Ermittlungen seit den 80er Jahren in der Tiefkühltruhe im Keller des Einfamilienhauses gelegen. Der 18-Jährige Sohn soll sie am Sonntag zufällig entdeckt haben, als er in der Truhe nach Lebensmitteln suchte. Daraufhin fuhr er mit seinen Eltern zur Polizei.

Im Keller des Fachwerkhauses überprüften die Beamten den grausigen Fund. Die Kinder sind nach Auskunft der Siegener Staatsanwaltschaft offenbar lebend zur Welt gekommen. Die Leichen der Neugeborenen wurden in Tüten verpackt in der Tiefkühltruhe gefunden. Sie sollen nach Auskunft der Polizei obduziert werden. Weitere Einzelheiten wollten Polizei, Staatsanwaltschaft Siegen und die Hagener Mordkommission am Mittag bekanntgeben. «Das Verbrechen ist im Grunde aufgeklärt», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Eine Tat hat sich im Dezember 1988 ereignet, wie die Polizei vermutet. Am Tatort sei eine Tageszeitung vom Dezember 1988 entdeckt worden. Die Kinderleichen lagen am Boden der Tiefkühltruhe unter Lebensmitteln, die meist schon seit Jahren abgelaufen waren. Die Kinder fanden sie, als sie sich in Abwesenheit der Eltern eine Pizza aus der Truhe holen wollten.

«Die Frau ist unter Schock. Sie hat bei ihrer Aussage geschluchzt und gezittert», sagt der Chef der Mordkommission, Herbert Fingerhut. Sie wird ärztlich behandelt. Bei der Polizei sagte sie, es seien ihre Neugeborenen gewesen. Die Familie stehe unter erheblichem Druck. Die Polizei leiste psychologische Hilfe.

Dpa, 05.05.2008

www.winherz.de/forum3/viewtopic.php?t=627

 


 

 

 

Da waren die drei anderen Kinder möglicherweise einfach zu viel

 

Expertin: Auch mordende Mütter haben Müttergefühle

05.05.2008

 

Hamburg/München (dpa) - Wenn Mütter ihre Neugeborenen töten, ist selten Hass auf das Baby der Grund - auch diese Frauen haben durchaus Muttergefühle.

«Viele Frauen, die ungewollt schwanger werden, wünschen sich das Kind, sehen sich aber nicht in der Lage, es auch großzuziehen», sagte Annegret Wiese, Diplom-Psychologin und Anwältin für Familienrecht, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Viele Frauen verdrängten die Schwangerschaft, anstatt sich damit auseinanderzusetzen und nach Auswegen zu suchen. «Eine Abtreibung widerspricht oft dem eigenen Bild.»

Wenn das Kind dann kommt, geraten die Frauen in Panik. «Nachdem die Schwangerschaft schon keinen Platz im Leben hatte, hat ein Baby dann erst recht keinen», sagt Wiese. Als einziger Ausweg erscheine diesen Frauen häufig nur der Tod des Neugeborenen. Ganz auf das Baby wollen die verzweifelten Frauen dann aber doch nicht verzichten. «Deswegen verstecken sie die Leichen in ihrer Nähe, wie in dem aktuellen Fall in der Tiefkühltruhe im eigenen Keller oder in anderen Fällen im Blumenkasten auf dem Balkon», sagte die Psychologin. In einer Tiefkühltruhe werde das Kind sogar noch «konserviert», also erhalten.

Zerrüttete Lebensumstände und psychische Erkrankungen der Mutter als Gründe für Kindstötungen anzuführen, hält Wiese für zu einfach. «Es sind meistens viele verschiedene Faktoren, die zusammenkommen.» Das können übersteigerte Erwartungen an sich oder das Kind sein, Probleme in der Partnerschaft oder einfach ein unpassender Zeitpunkt für ein Kind.

Dies könnte auch bei der Familie im nordrhein-westfälischen Wenden der Fall gewesen sein. Dort sollen die drei toten Babys etwa 20 Jahre in der Tiefkühltruhe gelegen haben, also wären sie zu einer Zeit geboren, als die beschuldigte Mutter auch die drei anderen Kinder im Alter von heute 18 bis 24 Jahre bekommen hat. «Da waren die drei anderen Kinder möglicherweise einfach zu viel», sagte Wiese.

 

 

 


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