Landgericht Breslau


 

 

Landgericht Breslau

 

Niederschlesien - ehemalige preußische Provinz

Von 1919 bis 1938 und von 1941 bis 1945 war Niederschlesien eine eigenständige preußische Provinz mit der Hauptstadt Breslau. Die Provinz Niederschlesien wurde 1919 durch Teilung der bisherigen Provinz Schlesien gegründet.

 

 


 

 

Richter:

SS-Obersturmbannführer Horst Bartholomeyczik (* 13. August 1903 in Goldenau; † 2. Juni 1975) - Oberlandesgerichtsrat am Oberlandesgericht Koblenz (ab 01.05.1957, ..., 1958) - im Handbuch der Justiz 1958 als Oberlandesgerichtsrat am Oberlandesgericht Koblenz aufgeführt

Horst Bartholomeyczik - aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Horst Bartholomeyczik (* 13. August 1903 in Goldenau; † 2. Juni 1975) war ein deutscher Zivilrechtler und SS-Obersturmbannführer.

Herkunft und Ausbildung [Bearbeiten]

Bartholomeyczik stammt aus einer alten ostpreußischen Familie. Er besuchte das Gymnasium in Lötzen und das Königstädtische Gymnasium in Berlin. Sein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften führte ihn an die Universitäten von Königsberg und Breslau, wo er 1928 sein Referendarexamen bestand. Nach dem Assessorexamen (1932, Berlin) promovierte er 1934. Im Jahr 1939 habilitierte er sich an der Universität Breslau. Seine Lehrer waren Walter Schmidt-Rimpler und Heinrich Lange.

Verwicklung in den Nationalsozialismus [Bearbeiten]

Im Jahr 1937 trat Bartholomeyczik in die NSDAP ein. Im Jahr 1939 wurde er SS-Obersturmbannführer und begann für das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (RuSHA) zu arbeiten, dem er bis 1944 angehörte.[1] Bartholomeyczik beteiligte sich auch an der Forschung für den Generalsiedlungsplan Ost. So wurde 1943/44 eine Arbeit von ihm zum Thema „Erforschung der rechtlichen Voraussetzungen und der Rechtsform der Ostsiedlung“ von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.[2] Er war Dozent an der von den Nationalsozialisten gegründeten Reichsuniversität Posen und den Universitäten in Frankfurt, Göttingen und Breslau. In Breslau war er auch Landgerichtsrat. Bartholomeyczik war Mitglied im Erbrechtsausschuss der Akademie für deutsches Recht.

Wirken nach 1945 [Bearbeiten]

Nach 1945 arbeite Bartholomeyczik als Syndikus für Unternehmen der Industrie und als Repetitor. Er setzte sich auch für die Interessen der Professoren ein, die nach dem Ende der NS-Herrschaft die Universitäten hatten verlassen müssen. Im Jahr 1956 wurde er auf eine zivilrechtliche Professur an der Universität Mainz berufen, die er bis zu seiner Emeritierung 1972 innehatte. Zwischenzeitlich war er auch Oberlandesgerichtsrat in Koblenz.

Bartholomeyczik veröffentlichte über 70 größere Publikationen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren dabei das Wirtschaftsrecht sowie das Erb- und Familienrecht.

Veröffentlichungen [Bearbeiten]

* Die Stimmabgabe im System unserer Rechtshandlungen (Dissertation) - 1934.

* Die Miterbengemeinschaft im künftigen Recht (Habilitationsschrift) - 1939.

* Die Kunst der Gesetzesauslegung, 4. Auflage 1967.

* Erbrecht (zusammen mit Wilfried Schlüter) - 10. Auflage 1975.

Literatur [Bearbeiten]

* Ernst Klee: Horst Bartholomeyczik In: Personenlexikon zum Dritten Reich, S. 29 - 2003.

* Festschrift für Horst Bartholomeyczik zum 70 Geburtstga. - Berlin 1973

* Wolfgang Harms: Nachruf auf Horst Bartholomeyczik. In: NJW 1975, S. 1550.

Weblinks [Bearbeiten]

* Literatur von und über Horst Bartholomeyczik im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Horst Bartholomeyczik • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)

Einzelnachweise [Bearbeiten]

1. ↑ Isabell Heinemann: Rasse, Siedlung, deutsches Blut - das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS, S. 135, 150.

2. ↑ Isabel Heinemann, Willi Oberkrome, Sabine Schleiermacher, Patrick Wagner: Wissenschaft - Planung - Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten, Katalog zur Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, S. 26. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Bartholomeyczik

 

Karl Anton Schulte (* 27. Dezember 1873 in Neisse; † Januar 1948) war ein deutscher Jurist und Politiker der Zentrumspartei.

Schulte studierte Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau, München und Breslau und trat 1898 in den preußischen Justizdienst ein. Im Jahr 1905 wurde er Staatsanwalt in Lissa. 1910 wechselte er nach Bromberg. Schulte wurde 1917 zum Staatsanwaltsrat ernannt. Seit 1919 amtierte er als Präsident des Landgerichts in Breslau, ehe er 1921 zum Oberstaatsanwalt ernannt wurde. Seit 1926 war er Senatspräsident dam Landgericht Breslau und seit 1928 Präsident des Landgerichts Hanau.

Politisch gehörte Schulte der Zentrumspartei an. Für diese war er zweiter Vorsitzender des Provinzialverbandes Niederschlesien. Außerdem war er seit 1920 Mitglied im Landesausschuss und 1924 im Reichsvorstand dieser Partei.

Schulte war von 1919 bis 1921 Mitglied der verfassungsgebenden preußischen Landesversammlung und anschließend bis 1924 Mitglied des Landtages. Von 1921 bis 1928 war Schulte zudem Mitglied des Reichstages. Dort gehörte er dem Vorstand der Fraktion an.

Schulte verfasste zahlreiche meist politische Schriften.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Anton_Schulte

 

 

 


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