Väternotruf informiert zum Thema

Arbeitsgericht Bonn


 

 

Arbeitsgericht Bonn

Kreuzbergweg 5

53115 Bonn


Telefon: 0228 98569-0

Fax: 0228 692381

 

E-Mail: poststelle@arbg-bonn.nrw.de 

Internet: https://www.arbg-bonn.nrw.de

 

 

Internetauftritt des Arbeitsgerichts Bonn (09/2022)

Informationsgehalt: akzeptabel

Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: vorhanden - mit Stand vom 31.05.2022 - https://www.arbg-bonn.nrw.de/aufgaben/geschaeftsverteilung/index.php

 

 

Bundesland Nordrhein-Westfalen

Landesarbeitsgericht Köln

Bundesarbeitsgericht

 

 

Direktor am Arbeitsgericht Bonn: Wilfried Löhr-Steinhaus (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Richter am Arbeitsgericht Bonn / Direktor am Arbeitsgericht Bonn (ab 26.02.2007, ..., 2022) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.11.1993 als Richter am Arbeitsgericht Solingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 und 2006 unter dem Namen Löhr-Steinhaus nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 26.02.2007 als Direktor am Arbeitsgericht Bonn aufgeführt.   

Stellvertretender Direktor am Arbeitsgericht Bonn: 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beschäftigen am Arbeitsgericht Köln eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Richter:     

Wilfried Löhr-Steinhaus (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1958) - Richter am Arbeitsgericht Bonn / Direktor am Arbeitsgericht Bonn (ab 26.02.2007, ..., 2022) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.11.1993 als Richter am Arbeitsgericht Solingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2004 und 2006 unter dem Namen Löhr-Steinhaus nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 26.02.2007 als Direktor am Arbeitsgericht Bonn aufgeführt.  

 

 

Richter auf Probe:

Poguntke (geb. ...) - Richter auf Probe im Bezirk des Landesarbeitsgerichts Hamm (ab , ..., 2022) - GVP 31.05.2022: Richter auf Probe - 5. Kammer

 - 07.09.2022: "„Wir würden dem Kläger mit Nachdruck raten, den vorgeschlagenen Vergleich anzunehmen. Mit Nachdruck. Mehr können wir dazu nicht sagen“, fasst Arbeitsrichter David Poguntke den Überzeugungsstand seiner Kammer nach der Verhandlung am Arbeitsgericht Bonn zusammen. Mehr muss er auch nicht sagen: Wenn ein Gericht eine so deutliche Empfehlung ausspricht, ist klar, dass sein Urteil nicht zugunsten des Klägers ausfallen wird. ... " - https://www.welt.de/politik/deutschland/article240917989/Sprachvorgaben-Prozess-hat-sichtbar-gemacht-dass-Gendern-erzwungen-wird.html. Namensgleichheit mit: Petra Poguntke (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Oberlandesgericht Hamm (ab 28.03.2012, ..., 2020) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 15.12.1998 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Hamm aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 und 2012 ab 28.04.2004 als Richterin am Amtsgericht Münster aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2020 ab 28.03.2012 als Richterin am Oberlandesgericht Hamm aufgeführt. Amtsgericht Münster - GVP 01.06.2010, 01.01.2011: nicht aufgeführt. Amtsgericht Münster -GVP 01.01.2012: Familiensachen - Abteilung 46. GVP 01.02.2014, 01.01.2015: nicht aufgeführt.

 

 

Nicht mehr als Richter am Arbeitsgericht Bonn tätig:

 

 

Rechtspfleger:

 

 

Rechtsanwälte: 

 

 

Gutachter:

 

 

Sonstige:

 

 

 


 

 


Sprachvorgabe

„Prozess hat sichtbar gemacht, dass Gendern auf subtile oder rabiate Art erzwungen wird“

07.09.2022

Dürfen Unternehmen ihre Angestellten zum Gendern zwingen? Darüber hat das Arbeitsgericht in Bonn entschieden. „Es gibt einen Vergleich“, so Jens Reupert. Unser WELT-Reporter spricht mit dem Kläger Klaus Roggenthin über das Urteil.

Die Kündigung eines Geschäftsführers, der nicht gendern wollte, bleibt nach einem Vergleich vor Gericht bestehen. Zur Zulässigkeit solcher Sprachvorgaben im Wirtschaftsleben ist damit aber nichts entschieden. Der Kläger kann dem Urteil etwas Gutes abgewinnen.

„Wir würden dem Kläger mit Nachdruck raten, den vorgeschlagenen Vergleich anzunehmen. Mit Nachdruck. Mehr können wir dazu nicht sagen“, fasst Arbeitsrichter David Poguntke den Überzeugungsstand seiner Kammer nach der Verhandlung am Arbeitsgericht Bonn zusammen. Mehr muss er auch nicht sagen: Wenn ein Gericht eine so deutliche Empfehlung ausspricht, ist klar, dass sein Urteil nicht zugunsten des Klägers ausfallen wird.

Also akzeptiert Klaus Roggenthin den Vergleich, der freilich auch auf eine Niederlage hinausläuft: Die Kündigung seines Arbeitgebers, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S), zum 30. September bleibt bestehen; bis dahin ist Roggenthin freigestellt.

Erste Klage
Gendern verweigert, Kündigung erhalten – Die Geschichte einer Eskalation

...

Ein Gutes kann Roggenthin der Sache trotzdem abgewinnen: „Das Positive an diesem Prozess ist, dass er sichtbar gemacht hat, dass Gendern keineswegs, wie gern behauptet wird, immer nur freiwillig ist, sondern dass es auf subtile oder auch rabiate Art erzwungen wird.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article240917989/Sprachvorgaben-Prozess-hat-sichtbar-gemacht-dass-Gendern-erzwungen-wird.html

 

 

Erste Klage

Gendern verweigert, Kündigung erhalten – Die Geschichte einer Eskalation

Der promovierte Soziologe Klaus Roggenthin weigerte sich, zu gendern. Dann wurde ihm gekündigt

Klaus Roggenthin verlor seinen Job, weil er nicht gendern will. Nun hat er die deutschlandweit erste Klage gegen den Zwang zu politisch korrekter Sprache eingereicht. Der Prozess könnte auch für andere Arbeitnehmer Signalwirkung entfalten.

...

01.09.2022

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus240787279/Gendern-Kurz-vor-der-Rente-wurde-ihm-gekuendigt-weil-er-nicht-gendert.html

 

 

Dr. Klaus Roggenthin
Institution:
Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V
Funktion:
Geschäftsführer
Anschrift:
Heussallee 14
53113 Bonn
in Nordrhein-Westfalen
Telefon:
0228 9663595
Webseite:
http://bag-s.de
Vita:

Studium der Soziologie und Sozialpädagogik. Wichtige berufliche Stationen: Biographieforschung an der Uni Erlangen, Jugendhilfeplaner, Referent im Bundesjugendkuratorium, Referent im Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. Seit 2011 Geschäftsführer des Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) e.V.

https://www.praeventionstag.de/nano.cms/personen/id/1976

 

 


 

 

Weil er nicht genderte: Mann gefeuert Ausgerechnet bei Sozialverbänden: Ideologie geht vor soziales Gewissen

02.09.2022

Der promovierte Soziologe Klaus Roggenthin hält nichts vom „Gendern“ und ist da auch nicht zu Kompromissen bereit. Deswegen, so ist er überzeugt, hat ihm die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) gekündigt. Deren Geschäftsführer er seit 2011 war. Die BAG-S wird von Sozialverbänden getragen und im Wesentlichen von Geldern der Steuerzahler finanziert. Ihr Ziel ist es, die Interessen von Straftätern zu vertreten. Roggenthin zieht nun gegen seinen Arbeitgeber vor Gericht. Dabei hilft ihm der Verein Deutsche Sprache.

„Obwohl Gender-Vorgaben inzwischen vielerorts zum beruflichen Alltag gehören, zieht kaum ein Betroffener deshalb vor Gericht – bis jetzt“, schreibt die „Welt„, der die Klage vorliegt. Ohne näher darauf einzugehen, worauf die Klage-Scheu wohl zurückzuführen ist. Ein Klima der Angst? Auch die „Welt“ versteckt den Artikel über die Klage hinter einer Zahlschranke. Was besonders schade ist, denn die Klage hat, wie das Blatt selbst schreibt, „das Potenzial, erstmals rechtliche Pflöcke in das juristisch kaum erschlossene Gebiet einzuschlagen.“

„Das Thema köchelt im Verein schon länger“, schreibt die „Welt“: Die Mitgliedsverbände, die jeweils ein Mitglied in den Vorstand der BAG-S entsenden, gendern ihrerseits und wollen dies auch in der BAG-S verpflichtend machen. Roggenthin hält dem Blatt zufolge dagegen: „Eine unserer Veröffentlichungen, der ‚Wegweiser‘, richtet sich an Menschen, die in Haft waren oder sind. Weil Bildungsstand und Sprachkompetenz bei dieser Gruppe oft nur gering ausgeprägt sind, haben wir die Texte eigens von einer Agentur für verständliche Sprache bearbeiten lassen. Es wäre doch absurd, diesen Gewinn an Lesbarkeit dann durch Einführung einer Kunstsprache zunichtezumachen, die den Regeln der deutschen Rechtschreibung widerspricht und an der Lebenswelt der Adressaten völlig vorbeigeht.“

HahneIm November 2018 hielt Roggenthin dem Bericht zufolge auf einer Mitgliederversammlung eine mit dem Vorstandsvorsitzenden abgestimmten Rede zum Thema Gendern. Das ging nicht gut. „Die Angelegenheit endete, obwohl der Vortrag sachlich-wissenschaftlich aufgebaut war und keine Polemik enthielt, mit einem Eklat. Der Kläger wurde – per Abstimmung – genötigt, seinen Vortrag abzubrechen. Die geplante Diskussion wurde als überflüssig bezeichnet und abgelehnt“, heißt es dazu laut „Welt“ in der Klageschrift.

Das Sitzungsprotokoll der damaligen Versammlung ist ein zeitgeschichtliches Dokument für den Rückfall hinter die Aufklärung im Deutschland des Jahres 2018 – von der weiteren Entwicklung ganz zu schweigen. Es heißt darin dem Bericht zufolge: „Einige der Anwesenden finden es ungeheuerlich, die Verwendung einer gendergerechten Sprache überhaupt infrage zu stellen, sodass es zu Unruhen kommt und in Folge Frau Baumann beantragt, den Vortrag an dieser Stelle zu beenden“. Es kam noch dicker: Bei „Abnahme durch den Vorstand wurde dies zu „Einige der Anwesenden wundern sich“ entschärft und die folgende Passage zum Abbruch des Vortrags gestrichen, wie die „Welt“ berichtet.

Im Februar 2019 kam dann ein Vorstandsbeschluss, der besagt, Gendern müsse künftig Standard sein. „Mir wurde vom damaligen Vorstandsvorsitzenden aber noch versichert, dass diese Regelung für Namensbeiträge nicht verpflichtend sei“, erzählt Roggenthin der Zeitung. „Wir können Gastautoren, die bei uns schreiben, ja kaum dazu zwingen, ihre Texte zu gendern. Und auch in meinen eigenen Beiträgen und Interviews sollte mir das angeblich freigestellt bleiben.“

Der Arbeitsrechtler Arnd Diringer sieht die Rechtslage im Gespräch mit der „Welt“ wie folgt: Eine „persönliche Unterwerfung unter eine bestimmte Weltsicht oder Ideologie, und nichts anderes ist das Gendern“, dürfe von Arbeitnehmern nicht verlangt werden. Roggenthin sei dennoch nach eigener Erzählung vom Vorstand zusehends unter Druck gesetzt worden. Die Konflikte hätten zugenommen, der Ton sei schärfer geworden, so die Zeitung: „Mitte Februar 2022 fasste der Vorstand einen neuen Beschluss, der Gendersprache nunmehr unzweifelhaft und umfassend für verpflichtend erklärt.“

Als Roggenthin daraufhin nachfragte, was er denn nun tun soll, wenn beispielsweise Interviewpartner nicht gegendert hätten, „oder wenn die für die BAG-S vorgesehene Doppelpunkt-Schreibweise mit dem in einem der Mitgliedsverbände bevorzugten Unterstrich in Konflikt gerate“, so die „Welt“. Statt einer Antwort habe er acht Tage später die Kündigung erhalten. Kurz bevor er, da er psychisch angeschlagen war, in Reha sollte.

„Ich war damals psychisch angeschlagen, weil ich von Vorstandsmitgliedern in den letzten Jahren immer wieder persönlich angegriffen und schikaniert worden war“, sagt Roggenthin der Zeitung. Der Verein bestreitet das dem Bericht zufolge. Aber: E-Mails der Vorstandsmitglieder an Roggenthin, die der „Welt“ vorliegen, zeugen dem Blatt zufolge von „einem unkollegialen bis feindseligen Ton“. Eine Diskussion in der Sache sei weder erwünscht noch möglich gewesen, so Roggenthin: Die Geisteshaltung im Vorstand laute offenbar: „Gendern ist gut, wer gendert, ist gut – wer es nicht tut, ist böse und wahrscheinlich rechts.“
Bloss keine kritischen Rückfragen!

Besonders pikant: Roggenthin sieht sich selbst als Linken, und tritt etwa für eine Abschaffung der Strafhaft ein, wie die „Welt“ schreibt und ihn wie folgt zitiert: „Nur mit dieser neueren linken Strömung, die sehr stark auf sprachlich-symbolische Moraldarstellung setzt und sich kritische Rückfragen verbittet, kann ich nichts anfangen.“

Die Vorsitzende der BAG-S, Heike Timmen, wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu dem Fall äußern.

Die Causa ist in meinen Augen ein erschütterndes Sittengemälde des „neuen Deutschland“. Ausgerechnet ein Verband, den die Wohlfahrtsverbände tragen, die ja ein besonderes soziales Gewissen an den Tag legen, schmeißen einen verdienten und gesundheitlich angeschlagenen Angestellten kurz vor seinem Renteneintritt einfach mit einem Fußtritt raus.

Der Verband macht zwar andere Fehler Roggenthins geltend, wie eine schlechte Vorbereitung auf einen Kongress. Doch das wirkt aufgesetzt und nicht stichhaltig. Es gab laut „Welt“ nie eine Abmahnung, ein Zwischenzeugnis aus dem Jahr 2020 ist voll des Lobes.
Vorauseilendes, fahnentragendes Mitläufertum

Besonders erschütternd ist in meinen Augen der totalitäre Geist, der in der Causa offensichtlich wird. Das Verweigern einer Diskussion, das Setzen auf Dogmen, eine bornierte Intoleranz und Ideologie-Besessenheit gepaart mit vorauseilendem, fahnentragendem Mitläufertum. Phänomene, die einem aus der Geschichte bekannt vorkommen und die umso erschreckender wirken, da sich Deutschland ja vermeintlich der Vergangenheitsbewältigung verschrieben hat.

Das Arbeitsgericht Bonn soll nun am 7. September über den Fall entscheiden.

https://reitschuster.de/post/weil-er-nicht-genderte-mann-gefeuert/

 

 

 


zurück