Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Landkreis Goslar

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Landkreis Goslar

Bürgerbüro

Klubgartenstraße 6

38640 Goslar

 

Telefon: 05321 / 76-0 (Telefonzentrale)

Telefon: 05321 / 76-290 (Bürgerbüro)

Fax: 05321 / 76-696

 

E-Mail:

Internet: www.landkreis-goslar.de

 

 

Internetauftritt des Landkreis Goslar (02/2013)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Landkreis Goslar ist ein Landkreis im Südosten von Niedersachsen. Verwaltungssitz ist die große selbständige Stadt Goslar.

Der Landkreis Goslar grenzt im Westen an den Landkreis Northeim und an den Landkreis Hildesheim, im Norden an den Landkreis Wolfenbüttel und an die kreisfreie Stadt Salzgitter, im Osten an den sachsen-anhaltischen Landkreis Harz und im Süden an den thüringischen Landkreis Nordhausen und an den Landkreis Osterode am Harz (Niedersachsen).

Große Teile des Harzes (Ober- und Hochharz) liegen auf dem Gebiet des Landkreises, dazu gehört auch der Wurmberg als höchster Berg Niedersachsens.

 

Bundesland Niedersachsen

Städte und Gemeinden:

Der Landkreis Goslar setzt sich aus 15 Gemeinden zusammen, von denen 10 Städte sind.

(Einwohner am 31. Dezember 2006)

Einheitsgemeinden

1. Bad Harzburg, Stadt (22.462)

2. Braunlage, Stadt (5.065)

3. Goslar, Große selbständige Stadt (42.792)

4. Langelsheim, Stadt (12.942)

5. Liebenburg, Gemeinde (9.288)

6. Sankt Andreasberg, Bergstadt (2.015)

7. Seesen, Stadt (21.349)

8. Vienenburg, Stadt (11.115)

 

Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

* 1. Samtgemeinde Lutter am Barenberge (4.427)

1. Hahausen, Gemeinde (922)

2. Lutter am Barenberge, Flecken * (2.422)

3. Wallmoden, Gemeinde (1.083)

 

* 2. Samtgemeinde Oberharz (18.201)

1. Altenau, Bergstadt (1.947)

2. Clausthal-Zellerfeld, Bergstadt * (14.819)

3. Schulenberg im Oberharz (301)

4. Wildemann, Bergstadt (1.134)

 

 

 

Jugendhilfeausschuss des Landkreis Goslar

Mitglieder siehe unten

https://formulare.landkreis-goslar.de/ratsinfo/goslarlk/Committee.html?orgid=9&o=1&oc=0&ob=1#current

 

 

Jugendamt Landkreis Goslar

Kreisjugendamt

 

Allgemeiner Sozialdienst des Fachbereiches Familie, Jugend und Soziales

Klubgartenstr. 11 

38640 Goslar

Telefon: 05321 / 76-0

 

 

Zuständige Amtsgerichte:

Amtsgericht Clausthal-Zellerfeld - der Amtsgerichtsbezirk umfasst die Samtgemeinde Oberharz (bestehend aus Altenau, Clausthal-Zellerfeld, Schulenberg und Wildemann) sowie St. Andreasberg, Braunlage und Hohegeiß.

Amtsgericht Goslar - das Amtsgericht Goslar ist örtlich zuständig für die Städte Goslar, Bad Harzburg und Vienenburg sowie die Gemeinde Liebenburg.

Amtsgericht Seesen - das Amtsgericht Seesen ist örtlich zuständig für auf der Internetseite des Amtsgerichts nicht benannte Gemeinden.

 

 

Väternotruf Goslar

August Mustermann

Musterstraße 1

38640 Goslar

Telefon: 05321 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

 

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Axel Fricke - Jugendamt Landkreis Goslar / Allgemeiner Sozialer Dienst (ab , ..., 2007)

Eckert Hennig - Jugendamt Landkreis Goslar / Allgemeiner Sozialer Dienst (ab , ..., 1997, ..., 2007)

Anke Ristau - Jugendamt Landkreis Goslar (ab , ..., 2010)

Herr Wolfekamp - Jugendamt Landkreis Goslar (ab , ..., 2007)

 

 

Jugendhilfeausschuss des Landkreis Goslar

Mitgliederliste mit Stand vom 01.02.2013 ohne Anzeige entsendenden Freier Träger und Instituion.

Frau Caroline Domnick Ausschussvorsitzende/r - SPD

Frau Christiane Raczek stellv. Ausschussvorsitzende/r - CDU

Frau Karin Breidert sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Karin De Kruyff sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Torsten Denker sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Bernd Fricke sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Petra Schmid-Leban sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Andreas Szczesniak sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Barbara Bothe sonst. beratendes Mitglied

Frau Angela Hühne sonst. beratendes Mitglied

Frau Uta Liebau sonst. beratendes Mitglied

Frau Doerthe Niebaum sonst. beratendes Mitglied

Herr Mario Riecke sonst. beratendes Mitglied

Frau Monika Rösl sonst. beratendes Mitglied

Herr Jürgen Slotosch sonst. beratendes Mitglied

Frau Dr. Simone Wustrack sonst. beratendes Mitglied

Herr Norbert Adams Fachberater

Herr Lothar Niemann Fachberater

Herr Christoph Salamon Fachberater

Frau Miriam Albers Mitglied

Herr Axel Benke Mitglied

Herr Oliver Bollmann stellv. sonst. beratendes Mitglied

Herr Michael Bothe stv. Mitglied

Herr Heinz-Dieter Brandt Mitglied

Herr Christian Burgart Mitglied

Herr Manfred Dieber stv. Mitglied

Herr Stefan Eckert stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Holger Fenker stv. Mitglied

Herr Hans-Peter Funhoff stellv. sonst. beratendes Mitglied

Herr Bernd-Dieter Günther stv. Mitglied

Herr Ulrich Heinemann stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Uwe Heinroth stellv. Fachberater

Herr Karsten Jacob stv. Mitglied

Herr Hans-Werner Kihm Mitglied

Herr Bernd Klingebiel stv. Mitglied

Herr Christian Kramer stellv. sonst. beratendes Mitglied

Frau Marianne Kucz stellv. sonst. beratendes Mitglied

Frau Renate Lucksch stv. Mitglied

Herr Hans-Jürgen Messerschmidt stellv. sonst. beratendes Mitglied

Herr Marcus Michaelis stellv. Fachberater

Herr Oliver Pake stv. Mitglied

Frau Jutta Pein stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Bianca Pförtner-Fröhlich stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Elke Pietz stellv. sonst. beratendes Mitglied

Herr Andreas Pleyer stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Herr Bernd Richter stellv. sonst. stimmberechtigtes Mitglied

Frau Claudia Ringmann stellv. sonst. beratendes Mitglied

Frau Claudia Schmalz Mitglied

Frau Sabine Schwalbe Mitglied

Herr Rüdiger Wohltmann stv. Mitglied

Herr Hans Bahn berat. Mitglied

Herr Wolfgang Just stellv. berat. Mitglied

Herr Detlef Vollheyde stellv. berat. Mitglied

Herr Henning Wehrmann berat. Mitglied

https://formulare.landkreis-goslar.de/ratsinfo/goslarlk/Committee.html?orgid=9&o=1&oc=0&ob=1#current

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Goslar

überregionale Beratung

http://familienberatung-goslar.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

Diakonische Beratungsdienste Goslar gGmbH

Obere Schildwache 6a 

38640 Goslar 

Telefon: 05321 / 34410

E-Mail: info@diakonische-beratungsdienste.de

Internet: http://www.diakonische-beratungsdienste.de

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Gruppenarbeit, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Partnerberatung, Beratung für psychisch Kranke und solche, die sich dafür halten, es werden wollen oder zu solchen abgestempelt werden

 

 

Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle - Außenstelle -

Lindenplan 18 

Telefon: 05321 / 383867

38640 Goslar 

E-Mail: eheberatung-goslar@wobline.de

Internet: http://www.eheberatung-goslar.de

Träger: Diözese Hildesheim

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Gruppenarbeit

 

 

pro familia

Reußstr. 3 

38640 Goslar 

Telefon: 05321 / 21064

E-Mail: goslar@profamilia.de

Internet: http://www.profamilia.de

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Hilfe und Beratung für Frauen, Sexualberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Sozialberatung, Partnerberatung

 

 

Deutscher Kinderschutzbund OV Bad Harzburg e.V.

Gestütstr. 12 

38667 Bad Harzburg

Telefon: 05322/86400

E-Mail: info@dksb-bad-harzburg.de

Internet: http://www.dksb-bad-harzburg.de

Angebote: Familienberatung, Beratung für Kinder und Jugendliche, Telefonische Beratung

 

 

AWO Zentrum für Erziehungs- und Familienberatung

Jacobsonstr. 34 

38723 Seesen

Telefon: 05381 / 1063

E-Mail: zef@awo-bs.de

Internet: http://www.awo-bs.de

Träger: Arbeiterwohlfahrt

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Partnerberatung, Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Gruppenarbeit, Krisenintervention, Telefonische Beratung, Familienberatung, Mediation

Mitarbeiter/innen: Carsten Bromann - Leiter der Beratungsstelle (2014), Stefan Maxer - stellvertretender Leiter der Beratungsstelle (2014)

 

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die vom Landkreis bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Klubgartenstr. 12 

38640 Goslar

Telefon: 05321 / 76-482

E-Mail: bekj-goslar@landkreis-goslar.de

Internet: http://www.landkreis-goslar.de

Träger: Landkreis

Angebote: Eheberatung, Familienberatung, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Partnerberatung, Telefonische Beratung, Krisenintervention

 

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche - Außenstelle -

Gestütstr. 10

38667 Bad Harzburg

Telefon: 05322 / 8453

E-Mail: bekj-badharzburg@landkreis-goslar.de

Internet: http://www.landkreis-goslar.de

Träger: Landkreis

Leiterin: Frau. Koschek-Pöschel (ab , ..., 2009) - Goslarsche Zeitung 24.03.2009: "Forum beschäftigt sich beim Frauenfrühstück in Vienenburg mit `Frauenrechten im Wandel der Zeit`"

Angebote: Eheberatung, Familienberatung, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Partnerberatung, Telefonische Beratung, Krisenintervention

 

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche - Außenstelle -

Thomas-Merten-Platz 1

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon: 05323 / 83635

E-Mail: bekj-clausthal@landkreis-goslar.de

Internet: http://www.landkreis-goslar.de

Träger: Landkreis

Angebote: Eheberatung, Familienberatung, Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Partnerberatung, Telefonische Beratung, Krisenintervention

 

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Landkreis Goslar

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Landkreis Goslar

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen somit offenbar billigend in Kauf genommen.

Männer, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Landkreis Goslar

Goslarer Frauenhaus e. V.

Korporatives Mitglied des AWO Kreisverband Goslar, Bäringer Straße 24/25, 38640 Goslar

Postfach 1549

38605 Goslar

Telefon (05321) 30 61 32

Telefax (05321) 30 65 77

E-Mail: frauenhaus-goslar@t-online.de

Trägerschaft: AWO Kreisverband Goslar e. V., Geschäftsführer Bernd Fricke (ab , ..., 2011)

"Neuerungen nicht erwünscht. Ehemalige Mitarbeiterin kritisiert Zustände im Goslaer Frauenhaus", Extra am Mittwoch, 08.06.2011

 

 

Gleichstellungsbeauftragte für die Stadt Goslar

Monika Dittmer

Stadt Goslar

Der Oberbürgermeister

Gleichstellungsbeauftragte

Charley-Jacob-Str. 3

38640 Goslar

Telefon: 05321 / 704 366

Fax 05321 / 704 1366

E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@goslar.de

 

 

Deutscher Kinderschutzbund e.V.

Rosentorstr. 27 

38640 Goslar

Telefon: 05321 / 22020

E-Mail: info@kinderschutzbund-goslar.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-goslar.de

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche

 

 

Kindergarten "Löwenzahn"

Am Unteren Dorfbach 1a

38644 Goslar / Jerstedt

Telefon: (0 53 21) 8 40 21

Fax: (0 53 21) 35 23 39

E-Mail: KitaLoewenzahn@goslar.de

 

Öffnungszeiten: 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr

Leiterin: Monika Dittmer

Träger: Stadt Goslar

http://www.kita.goslar.de/loewenzahn/kontakt.htm

 

 


 

 

 

Goslar

Zwischen Frau und Mann: Gleichstellungsbeauftragte vor der Ablösung

12.05.2011

Von Frank Heine

GOSLAR. Muss Monika Ebeling gehen, weil sie als Gleichstellungsbeauftragte Männer-Themen zu sehr in den Fokus ihrer Arbeit gerückt hat? Ihrer Ansicht nach wird sie deshalb jetzt von „ein paar Damen ausgebremst“, denen dieser neue Blickwinkel nicht gefällt.

Oder sticht nicht doch eher das Argument der Gegner, Ebeling sei weder team- noch kritikfähig und habe das in sie gesetzte Vertrauen mehr als einmal aufgebraucht? Vor diesem Hintergrund will sie offenkundig immerhin eine große Mehrheit des Rates am kommenden Dienstag von ihrer Aufgabe entbinden.

„Es geht um nicht weniger als die Frage, ob eine Gleichstellungsbeauftragte sich genauso offensiv um Jungen-, Männer- und Väterthemen kümmern darf, wie es ehemals Frauenbeauftragten jahrzehntelang mit Frauenpolitik und Frauenförderung für Frauen möglich war und heute noch ist.“ Mit viel Pathos endet eine Pressemitteilung, die Monika Ebeling am Donnerstagmittag in eigener Sache verschickte.

Tags zuvor hatte sie im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss Stellung zu ihrer Arbeit nehmen dürfen, aber auch erleben müssen, dass politisch nur noch die CDU hinter ihr steht. „Wir haben zwar auch viel gehört, aber uns sind bisher keine konkreten Verfehlungen benannt worden“, sagte deren Fraktionschef Dr. Frank Schober und sprach von einem „Kesseltreiben, bei dem wir nicht mitmachen.“ Mediales Interesse

Kesseltreiben? Das riesige Interesse von Medien und vor allem Väter-Organisationen, das laut Verwaltungsvorstand Burkhard Siebert inzwischen sogar über bundesdeutsche Grenzen hinausdringt, lässt sich eigentlich nur durch die von Ebeling aufgeworfene Grundsatzfrage erklären. Und es schwingt viel Sympathie für den kritisch-innovativen Geist mit, der in der Goslarer Provinz offenbar mundtot gemacht werden soll.

Aber darf es Renate Lucksch (SPD) etwa nicht als Schlag unter die Gürtellinie empfinden, wenn auf Internet-Seiten von Ebeling-Unterstützern von „Bitterfotzen Amazonen Bürgermeisterinnen“ die Rede ist – wenn auch die beiden ersten Worte durchgestrichen, aber dennoch gut lesbar sind? „Und dort wird noch auf einen Nachschlag von Monika Ebeling verlinkt“, ärgert sich Lucksch für die zweite Bürgermeisterin Gudrun Pfeiffer (CDU) gleich mit. Eskalierender Streit

Auch die GZ erreichte nach ihren ersten Berichten zum Thema ein Wust von Mails und Kommentaren, deren Inhalte vom Niveau knapp unter Teppichhöhe anzusiedeln waren. Auf ihrer Internet-Seite stoppte sie deshalb die Kommentarfunktion. Müsse man sich nicht zumindest von den Methoden solcher „Freunde“ abgrenzen, meint Bürgermeisterin Lucksch und fragt die GZ Monika Ebeling. „Der Feminismus hat in seiner Anfangszeit auch forsch formuliert“, lautet deren Antwort.

Gedruckte GZ: Warum der Kinderschutzbund und die Frauenarbeitsgemeinschaft bestimmt nicht zu den Fans von Monika Ebelings Arbeit zählen, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

http://www.goslarsche.de/Home/harz/goslar_arid,196375.html

 

 

 


 

 

Piratenpartei - Kreisverband Goslar

c/o Florian Voigts

Am Rollberg 20

38678 Clausthal-Zellerfeld

Elektronisch kontaktieren kann man uns über unsere öffentliche Mailingliste:

nds-goslar@lists.piratenpartei.de

http://www.piraten-goslar.de

 

 

Piraten Goslar plädieren für Transparenz im Rat der Stadt Goslar

Do, 05/12/2011 - 18:56 – Florian

Gegen die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Frau Monika Ebeling (SPD), wurde am 17.02.2011 von der Fraktion ‚Goslarer Linke’ ein Antrag auf Abwahl als Gleichstellungsbeautragte eingereicht.[1] Es ist bekannt, daß die Fraktion ‚Goslarer Linke’ bereits länger Einwände gegen Frau Ebelings Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte hat.[2]

Ebenso ist ‚Bündnis 90/Die Grünen’ bereits mit kritischen Anfragen gegen die Gleichstellungsbeauftragte vorgegangen.[3] Hervorzuheben ist beim aktuellen Antrag, daß die Begründung mündlich, auf der nächsten Ratssitzung am 17.5.2011[4], auf der auch die Abwahl stattfinden soll, nachgereicht werden wird.

Der Kreisverband Goslar der Piratenpartei Deutschland stellt sich gegen ein Verfahren, bei dem die Begründung eines Antrages erst kurz vor der Abstimmung dazu in mündlicher Form nachgereicht wird. Dieses Vorgehen erlaubt in keinster Weise eine objektive Meinungsbildung oder eine inhaltliche Vorbereitung auf die Sitzung. Es ist deshalb einem demokratischen Vorgehen nicht zuträglich. Es benachteiligt die Betroffene in unangemessener Weise und erschwert eine klärende Stellungnahme zu konkreten Vorwürfen.

Desweiteren wird durch dieses intransparente Vorgehen eine sinnvolle Diskussion des Abwahlantrages in der Öffentlichkeit unterbunden.

Die Piratenpartei setzt sich für Transparenz in Politik und Verwaltung[5] ein und fordert daher, in Zukunft Anträge zu den Ratssitzungen nur noch mit einer beigelegten Begründung in die Tagesordnung aufzunehmen.

Diese Nachricht gibt es hier als PDF.

[1]http://agensev.de/wp-content/uploads/2011-048-Antrag-der-Ratsfraktion-der-Goslarer-Linke-vom-17-02-11.pdf

[2]http://harzkreiskurier.files.wordpress.com/2011/04/antrag_linke_goslar_211010.pdf

[3]http://www.gruene-goslar.de/stadtrat-goslar/?expand=299673&displayNon=1

[4]http://www.goslar.de/images/stories/pdf/rat_und_verwaltung/2011-05-17_einladung.pdf

[5]http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Transparenz_des_Staatswesens

 

http://www.piraten-goslar.de/node/43

 

 

 


 

 

Goslar: CDU will bei "Kesseltreiben" gegen Monika Ebeling nicht länger mitmachen

von Arne Hoffmann

... aber die FDP stimmt wohl mit der Linken

Die Situation im Stadtrat von Goslar gleicht immer mehr einem Tollhaus. Dabei hätte eigentlich alles so einfach sein sollen: Monika Ebeling, die erste Gleichstellungsbeauftragte Deutschlands, die begonnen hatte, sich auch für Jungen und Männer einzusetzen, sollte gehen. So lautete der Antrag der Linken, und alle anderen Parteien hatten ein Meinungskartell gebildet, um diesen Antrag einstimmig anzunehmen. Die Rebellin gegen das feministische Establishment sollte eliminiert werden.

Ein Einzelner, der lediglich als Störfaktor hingestellt wird, hat gegen solche Absprachen unter den Regierenden normalerweise keine Chance. Erst recht nicht, wenn die einzige Postille der Stadt, die "Goslarsche Zeitung", mit im Boot sitzt, gegen Ebeling Stimmung macht, aber deren Gegner, die feministischen Seilschaften, an keiner Stelle kritisiert oder auch nur hinterfragt. Die online geäußerten Kommentare fassungsloser Leser wurden so auch nicht etwa vereinzelt, sondern durchgehend gelöscht. Nach der Logik der "Goslarschen" war also jeder einzelne Kommentar absolut unzumutbar.

In diesem Fall jedoch kochte der Unmut der Bürger besonders hoch. Zunächst zeigte sich das in einer wahren Flut von fragenden und empörten Schreiben aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese Menge an Kritikern könne man sich im Rat und Verwaltung der Stadt nicht erklären, berichtet Werner Rinn, ein Bürger Goslars, der Monika Ebeling unterstützt: "Kürzlich wurde ich von einer verunsicherten Ratsfrau gefragt, wie viele Personen wir denn eigentlich hier in Goslar wären." Seinem Eindruck nach bestärkte die wachsende Verunsicherung unter den Ratsleuten zunächst nur die Entscheidung, mit Monika Ebeling lieber kurzen Prozess zu machen. "Mir wurde beteuert, dass der Entschluss nicht leicht gefallen wäre. Man setze aber trotzdem weiterhin auf unser gutes Engagement. Solch ein Engagement wäre doch wirklich selten. Bei vielen Besuchen konnten mir die Ratsmitglieder vielfach nicht in die Augen schauen und waren erleichtert, wenn ich nach meinen Einlassungen wieder ging." Warum an die Stelle von Engagement bei vielen Bürgern inzwischen Resignation, Zynismus und Politikverdrossenheit getreten ist – der Umgang der Regierenden von Goslar mit dieser Abweichlerin könnte ein Lehrstück dazu sein.

Vom Unmut der Bürger, der sich in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken verbreitete wie ein Lauffeuer, wurde bald die Aufmerksamkeit der Medien geweckt. "Eigentümlich frei" berichtete als erstes über diese Vorgänge – es folgten der „NDR“ und die „Frankfurter Allgemeine“. Eine überregionale Zeitung will sich am Montag ganzseitig diesem Fall widmen; auch der „FOCUS“ und einige weitere Medien sind bereits an der Sache dran. So mancher Journalist bewertet das Spektakel von Goslar in internen Gesprächen als "Realsatire erster Klasse". Warum, wird klar, wenn man etwa die abschließenden Absätze in Katrin Hummels „FAZ“-Artikel liest:

"Ein Blick auf die Themen, die Frau Ebeling in den vergangenen drei Jahren in ihrem Amt verfolgt hat und die auf den Internetseiten der Gleichstellungsbeauftragten aufgelistet sind, erweckt nicht den Eindruck, dass sie sich einseitig zugunsten von Männern engagiert: Eine After-Work-Party zum Zukunftstag im Goslarer Jugendzentrum und die Unterzeichnung eines Gleichstellungsplans waren ihre Themen in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr kümmerte sie sich um Brustkrebs als häufigste Krebserkrankung bei Frauen und eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Gender, um prominenten Besuch für die Kita Löwenzahn und die Nachwuchsförderung von Frauen für politische Ämter. Von Vätern ist nur ganz am Rande die Rede, etwa bei einem Väterpicknick. Auch Frau Ebeling selbst sagt, sie engagiere sich für beide Geschlechter. Aber die Frauen hätten eben schon viel erreicht, man müsse nun innehalten und auch danach fragen, wie es den Männern gehe. Den Fraktionen im Stadtrat von Goslar stößt solches Verhalten auf, auch wenn sie sich auf Anfrage nicht dazu äußern wollen. Lediglich von der FDP ist zu hören, Frau Ebeling habe 'durch ihre demonstrative Einseitigkeit zugunsten der betroffenen Männer erhebliche Fehler begangen'." Man muss das alles schon gar nicht mehr kommentieren.

Am Mittwochabend, dem 11. Mai, erklärte sich Monika Ebeling im Verwaltungsausschuss der Stadt. "Ich bin überzeugt von der Notwendigkeit der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung der Geschlechter", verdeutlichte sie den Anwesenden. "Seit mehr als einem Jahr werde ich ausgegrenzt und attackiert von einer Gruppe, die in der jahrzehntelangen einseitigen Frauenförderung engagiert ist und diese auch weiterhin offensiv vertritt. Ratsparteien und Stadtverwaltung haben mich vor diesen Angriffen nicht geschützt. Arbeitsrechtlich bin ich nie abgemahnt worden und habe mir auch nichts vorzuwerfen."

Am selben Tag bröckelt die Phalanx, die sich gegen Monika Ebeling aufgestellt hatte. Als erstes will die Goslarer CDU bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen. Sie wolle jetzt gegen den Abberufungsantrag stimmen, teilt mir deren Fraktionschef Dr. Frank Schober auf meine Anfrage hin mit. "Wir haben zwar auch viel gehört, aber uns sind bisher keine konkreten Verfehlungen benannt worden", zitiert ihn die „Goslarsche Zeitung“. Stattdessen sieht Schober ein "Kesseltreiben, bei dem wir nicht mitmachen."

Moniert werden tatsächlich, auch von der „Goslarschen Zeitung“, nur Albernheiten wie, dass Ebeling in einem Blogbeitrag für einen bestimmten Typ Frauen die Bezeichnung "Bitterfotzen" verwendete. Was die "Goslarsche" zu erwähnen vergisst, ist, dass der Ausdruck von einer schwedischen Feministin stammte, die ihn zum Titel ihres Buches machte – hierzulande erschienen beim linken Edelverlag Kiepenheuer & Witsch, wo auch Alice Schwarzer veröffentlicht. Den Lesern suggeriert werden soll eine Entgleisung Monika Ebelings. Man sucht in den Krümeln, um ihr irgendetwas anhängen zu können. "Sie fliegt, weil sie sich auch für Jungen und Männer einsetzt" – das läse sich nicht so gut in den Medien.

Die beiden Mitglieder der Bürgerliste Goslar, die ebenfalls im Rat vertreten ist, gehen plötzlich getrennte Wege, berichtet Werner Rinn: "Der eine sagt, er habe zwar keine Ahnung von Frauenpolitik, aber jetzt herausgefunden, was von dem feministischen Netzwerk, das gegen Monika Ebeling zu Felde zieht, alles getäuscht und gelogen worden war. Damit habe er ethisch erhebliche Probleme, und das werde er auch in der Sitzung, die über Ebelings Amtsenthebung entscheiden soll, so vortragen. Der andere bleibt bei der Absprache. Gelogen oder nicht, die Fraktionen haben sich abgesprochen, dass Monika Ebeling abgeschossen wird." Aufgrund von Gruppenzwang moralische Erwägungen außer Acht zu lassen, hat allerdings keine sehr glückliche Tradition in unserem Land.

Die entscheidende Ratssitzung findet am 17. Mai statt, und die Stimmenverteilung ist kritisch: Dass Grüne und Linke gegen eine Abweichlerin aus der Frauenbewegung stimmen werden, ist eine ausgemachte Sache. Ebeling wolle "Benachteiligung von Männern aufzeigen und 'beseitigen' – dies ist nicht unser politischer Wille" heißt es unmissverständlich auf der Website der Goslarer Grünen. Beide Parteien verfügen gemeinsam über vier Sitze. Die FDP, man mag es glauben oder nicht, ist weiter fest entschlossen, ihr eigenes Wählerklientel zu verprellen und in die Selbstzerstörung zu jagen: Sie dürfte dem Antrag der Linken mit ihren fünf Sitzen ebenfalls zustimmen! Das wären neun Stimmen gegen Monika Ebeling. Die 13 Sitze der CDU und eine Bürgerlistenstimme wären für ihren Verbleib im Amt. Entscheidend ist das Abstimmungsverhalten von Ebelings eigener Partei, der SPD, die größte Partei im Stadtrat von Goslar. Wenn Monika Ebeling dafür aus dem Amt geworfen wird, dass sie nicht länger an einer sexistischen Gleichstellungspolitik festhalten will, dann von ihrer eigenen Partei.

Der Partei, die in ihr Bundesprogramm vor kurzem mit Bedacht den Satz aufgenommen hat "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden." Die Partei, deren erster Stadtrat Klaus Germer sich bereits eilfertig von seiner Parteikollegin distanzierte, weil diese auf ihrer Internetseite neben Links zu Frauenorganisationen auch einen Link auf die Website des "Väternotrufs" gesetzt hatte.

Machen wir uns nichts vor: Die Chancen stehen nicht gut für Monika Ebeling. Aus Goslar ist Schilda geworden.

 

http://www.ef-magazin.de/2011/05/13/2991-goslar-cdu-will-bei-kesseltreiben-gegen-monika-ebeling-nicht-laenger-mitmachen

 

 

 


 

 

Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch "Die Linke" von Goslar auf. Gestern stand die Partei einen Schritt vor dem Abgrund, heute ist sie schon zwei Schritte weiter. Herzlichen Glückwunsch.

FAZ zum Thema Monika Ebeling die Gleichstellungsbeauftragte von Goslar

(blaue Schrift Väternotruf)

 

Raus aus der reinen Frauenecke

In Goslar soll die Gleichstellungsbeauftragte ihren Posten räumen, weil sie sich auch für Männer einsetzt

Von Katrin Hummel

Frankfurt. Sie hat ihren "eigenen Kopf", und manchmal findet sie sich "vielleicht ein bisschen undiplomatisch": Monika Ebeling ist Gleichstellungsbeauftragte im niedersächsischen Goslar, momentan bläst ihr der Wind ziemlich ins Gesicht. Sie soll abberufen werden, schon nächste Woche wird ihr Fall im Verwaltungsausschuss der rot-gelb regierten Stadt besprochen. Am 17. Mai entscheidet dann der Stadtrat. Dass sie ihren Stuhl bald räumen muss - da ist sie sich fast sicher.

Es geht um nichts Geringeres als die Frage, wie sehr sich die Gleichstellungsbeauftragte auch für Männer einsetzen sollte. Die Fraktion der Linken hat die Abberufung von Frau Ebeling (SPD) gefordert, eine Begründung wird nicht geliefert, die soll mündlich gegeben werden. Ebeling, die auch Leiterin eines Kindergartens ist, ahnt, was man gegen sie vorbringen wird, und kann darüber nur den Kopf schütteln. Schon öfter ist sie kritisiert worden, doch immer war sie davon überzeugt, das Richtige zu tun.

Zum Beispiel wirft ihr Goslars Linke in einer Anzeige im Goslarer "General-Anzeiger" "fehlende Kompetenz, mangelhafte Kommunikation und Kooperation mit betroffenen Institutionen" vor. Als besonders anstößig sieht etwa die Leiterin der Fachstelle Kinderschutz Frau Ebelings Haltung zu einer Brötchentüte an. Diese soll nach dem Beschluss einer Planungsgruppe, der Frau Ebeling angehörte, zur Kinderschutzwoche im September 2011 den Aufdruck "Gewalt an Kindern und Frauen kommt nicht in die Tüte" bekommen. Ebeling sprach sich gegen diese Entscheidung aus, plädierte dafür, sie rückgängig zu machen. Ihre Begründung: "Ich finde das ideologisch. Es ist doch eine Woche für Kinder und nicht für Frauen. Und die Väter bleiben bei so einem Aufdruck nur noch als Täter übrig." Auch Ebelings Rückzug aus einer Planungsgruppe, die im Frühjahr vergangenen Jahres eine vom Landeskriminalamt Niedersachsen entwickelte Ausstellung gegen "Gewalt in Paarbeziehungen" nach Goslar holen wollte, wird ihr als mangelnde Empathie für Frauen ausgelegt. Ebeling indessen argumentiert, dass in dieser Ausstellung Männer pauschal als Täter und Frauen pauschal als Opfer dargestellt würden.

Dieser Standpunkt ist es, der ihre Gegner in schönster Regelmäßigkeit auf die Palme bringt. Die Linke, die Grünen und auch Vertreterinnen der Goslarer Initiative "Gute Gleichstellungsarbeit" haben Monika Ebeling in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, "vor allem Benachteiligungen für Männer aufarbeiten zu wollen". Doris Juranek, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, bezeichnet Ebeling öffentlich als "Männerbeauftragte" und wirft ihr in einem Schreiben an den Oberbürgermeister vor, sie wolle "die Benachteiligung von Männern aufzeigen und beseitigen - dies ist nicht unser politischer Wille". Dafür hätten die Grünen die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten nicht gefordert, schließlich habe der Feminismus sein Ziel noch längst nicht erreicht.

Auch der erste Stadtrat Klaus Germer (SPD) distanzierte sich von seiner Parteikollegin, nachdem diese auf der Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten neben Links zu Frauenorganisationen auch einen Link zu der Berliner Homepage des "Väternotrufs" plaziert hatte. Die Aussagen des "Väternotrufs" könnten wegen der Verunglimpfung von Verfassungsorganen und Beleidigungsdelikten gegenüber Politikern und Juristen "Straftatbestände erfüllen", meint Germer. Der Link wurde inzwischen von der Seite der Gleichstellungsbeauftragten entfernt.

Monika Ebeling ist seit drei Jahren Gleichstellungsbeauftragte und auf einer halben Stelle tätig. Sie findet ihr Verhalten fortschrittlich und sieht ihre Aufgabe darin, eine "rein in die Frauenecke gedrängte Gleichstellungsarbeit" abzulösen. Dies bedeute nicht, auf spezielle Frauenarbeit zu verzichten.

Aber auch benachteiligte Männer hätten ein Recht auf Unterstützung. Ebeling beruft sich dabei auf das reformierte niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz und auf die Forderungen der Bundesregierung, dass sich die Gleichstellungspolitik nun zusätzlich auch den Jungen und Männern zuwenden müsse. So hat Familienministerin Kristina Schröder (CDU) in diesem Jahr erstmals durchgesetzt, dass ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen (Boys' Day) in Analogie zum schon lange bestehenden Girls' Day stattfand. Im Bundestag wies die Ministerin vor kurzem darauf hin, dass es eine "Schieflage in der Gleichstellungspolitik" gebe: "Wenn wir über Gleichberechtigung reden, reden wir vor allem über Frauenpolitik. Die Bedeutung der Jungen- und Männerpolitik in der Gleichstellungspolitik wird immer noch unterschätzt.

Das müssen wir ändern, und zwar sowohl im Interesse der Männer als auch im Interesse der Frauen."

Ein Blick auf die Themen, die Frau Ebeling in den vergangenen drei Jahren in ihrem Amt verfolgt hat und die auf den Internetseiten der Gleichstellungsbeauftragten aufgelistet sind, erweckt nicht den Eindruck, dass sie sich einseitig zugunsten von Männern engagiert: Eine After-Work-Party zum Zukunftstag im Goslarer Jugendzentrum und die Unterzeichnung eines Gleichstellungsplans waren ihre Themen in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr kümmerte sie sich um Brustkrebs als häufigste Krebserkrankung bei Frauen und eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Gender, um prominenten Besuch für die Kita Löwenzahn und die Nachwuchsförderung von Frauen für politische Ämter. Von Vätern ist nur ganz am Rande die Rede, etwa bei einem Väterpicknick. Auch Frau Ebeling selbst sagt, sie engagiere sich für beide Geschlechter. Aber die Frauen hätten eben schon viel erreicht, man müsse nun innehalten und auch danach fragen, wie es den Männern gehe.

Den Fraktionen im Stadtrat von Goslar stößt solches Verhalten auf, auch wenn sie sich auf Anfrage nicht dazu äußern wollen. Lediglich von der FDP ist zu hören, Frau Ebeling habe "durch ihre demonstrative Einseitigkeit zugunsten der betroffenen Männer erhebliche Fehler begangen". Außerdem sei eine halbe Stelle für eine Gleichstellungsbeauftragte ein teurer Luxus, die FDP will sich für die Umwandlung der Stelle in ein Ehrenamt einsetzen. Eine gleichberechtigte Vertretung beider Geschlechter hält die FDP aber für sinnvoll und zeitgemäß.

 

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.05.2011, Nr. 18 / Seite 6

 

 

 


 

 

Goslar

Stadt mit dubioser Homepage verlinkt

14.04.2011

Von Heinz-Georg Breuer

GOSLAR. Umgehend reagiert hat nach Angaben des Ersten Stadtrats Klaus Germer das Rathaus nach Vorwürfen in der Bürgerfragestunde am Dienstag, auf der offiziellen Homepage der Stadt Goslar würde per Link auf eine Seite im Netz mit äußerst fragwürdigem Inhalt verwiesen. Die Verlinkung mit www.vaeternotruf.de wurde entfernt.

...

Die Väternotruf-Seite enthält unter anderem ein abstruses Sammelsurium von Attacken gegen Staatsorgane und politische Parteien, die straf- und verfassungsrechtlich relevant sein dürften. So werden die Richter am Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichtshof mit ihrer „üblen, mutterfixierten, reaktionären und väterdiskriminierenden Rechtsprechung“ in die geistige Nähe zu „Herrn Hitler aus Braunau“ gerückt und die bundesdeutschen Kanzler von Adenauer bis Merkel in eine Reihe mit dem NS-Diktator gestellt, die als jeweilige Führer ihrer Nation „Vätern und Kindern in massiver Weise ihre Grundrechte beschnitten und vorenthalten“ hätten. Zudem fordert die Homepage dazu auf, statt der „Blockparteien“ (es folgen alle im Bundestag vertretenen Parteien) die „Piraten“ zu wählen – womit die Stadt Goslar über die Verlinkung indirekt unzulässige Wahlwerbung getrieben hat.

...

http://www.goslarsche.de/Home/harz/goslar_arid,190983.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Wenn die Politbürokraten in der DDR mit ihrem Latein am Ende waren und keine Argumente mehr fanden, dann haben sie die Politkeule rausgeholt, um ihre Gegner mundtot zu machen. Heute geschieht das subtiler. Keiner kommt mehr nach Bautzen in das "Gelbe Elend", denn dies wird für solche Zwecke nicht mehr vorgehalten. Mit ähnlichen Argumenten wie die des Herrn Breuers, hat man in der Alt-BRD linke Kritiker mundtot machen wollen, nach dem Motto: Dann geh doch nach dem Osten, wenn es Dir hier nicht gefällt.

Statt sich einmal zu fragen, warum der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bundesrepublik Deutschland am 03.12.2009 wegen Verletzung der Menschenrechte im Fall Zaunegger gegen Deutschland verurteilt hat, versucht Herr Breuer dem ahnungslosen Goslarer Bürger, der jeden Abend um 22 Uhr brav zu Hause vor der Glotze sitzt, weil um diese Zeit die Bürgersteige in Goslar hochgeklappt werden, die fixe Idee zu verkaufen, die Väternotruf-Seite enthalte "unter anderem ein abstruses Sammelsurium von Attacken gegen Staatsorgane und politische Parteien, die straf- und verfassungsrechtlich relevant sein dürften". Tatsächlich abstrus ist in diesem Land, dass von 1949 bis heute nichtverheiratete Väter und ihre Kinder als Menschen zweiter Klasse kategorisiert werden, trotz Grundgesetz, das eine solche Diskriminierung kategorisch ausschließt. Und es war gerade das Bundesverfassungsgericht unter seinem damaligen Präsidenten Papier, dass diese Diskriminierung als mit der Verfassung vereinbar verkaufen wollte, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat dieser absurden "Rechts-sprechung" mit vollem Recht widersprochen.

Wollen wir hoffen, dass die mündigen Bürger Goslars - und auch die gibt es, wie wir aus eigener Erfahrung wissen - sich ihr eigenes Bild machen und sich nicht von Herrn Breuer die Augen trüben lassen.

Im übrigen kann man sich in Goslar bei dieser Gelegenheit gleich mal mit der braunen NS-Vergangenheit der Goslaer Richterschaft im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit beschäftigen. Die eine oder andere Vergangenheit dürfte der intensiven Beleuchtung wert sein und einige Einsichten ermöglichen. Einen ersten Einblick erhält man dazu auf unseren Seiten - www.vaeternotruf.de/amtsgericht-goslar.htm und www.vaeternotruf.de/nationalsozialismus.htm.

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 7. Mai 2011 08:10

An: info@vaeternotruf.de

Betreff: Pressemitteilung im Fall Monika Ebeling

 

Hallo Väter und Betreiber von vaeternotruf.de,

ich möchte gerne von euch wissen seit welchem Jahr Vaeternotruf.de in seiner heutigen Form online ist.

Es geht mir darum, den von den Goslarer LINKEN erhobenen Vorwurf, bezüglich "straf- und verfassungsrechtlich relevanter Inhalte" auf diese Weise zu entkräften.

Zudem bekennt ihr euch zum GG, indem ihr zur Einhaltung der Artikel 1,3 und 6 GG aufruft.

Wir reagieren auf den Antrag zur Abberufung mir einem offenen Brief an den Rat der Stadt Goslar, der gestern per Einwurfeinschreiben auf den Weg gebracht wurde, ab Montag auch über unsere Internetseite abrufbar sein wird.

Bitte gebt mir am besten noch heute eine kurze Rückmeldung, damit auch die Pressemitteilung online gehen kann.

Beste Grüße

...

 

 

 

Sehr geehrter Herr ...,

wir sind seit dem Jahr 2000 in Netz.

Die Goslarer LINKEN haben möglicherweise Tomaten auf den Augen und sehen daher nur noch rot. Kein Wunder, wenn die von der Bevölkerung nicht ernstgenommen werden.

Im übrigen gibt es keinen auf unsere Internetseite bezogenen von den Goslarer LINKEN erhobenen Vorwurf, bezüglich "straf- und verfassungsrechtlich relevanter Inhalte", sondern nur die Meinung des Herrn Heinz-Georg Breuer von der Goslarschen Zeitung, der möglicherweise an dem Tag gerade schlechte Laune hatte und so die Gelegenheit nutzte seinen allgemeinen Frust auf eine beifallheischende Weise abzureagieren.

http://www.goslarsche.de/Home/harz/goslar_arid,190983.html

Hätte sich Herr Breuer mal die Mühe gemacht, die jahrzehntelang von der Bundesregierung, dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht gepflegte sorgerechtliche Diskriminierung nichtverheirateter Väter und ihrer Kinder zu untersuchen, dann hätte er feststellen können, dass es diese drei üblicherweise unverdächtigen staatlichen Institutionen sind, die das Grundgesetz missachtet haben, was letztlich durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im Fall Zaunegger gegen Deutschland als Menschenrechtsverletzung gewertet wurde. Das muss man sich mal vorstellen, was sich da die letzten Jahre in Deutschland von staatlicher Seite abgespielt hat. Mit Demokratie hat das ganz sicher nichts zu tun. Eine Wiedergutmachung für das staatliche Unrecht steht im übrigen noch aus. Von den Verantwortlichen wird ganz sicher niemand zur Verantwortung gezogen. Da fehlt einfach der nötige Abstand und der politische Wille. 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Anton

 

 

 

 


 

 

Bei Goslar sind zwei tote Kinder im Alter von vier Monaten und fünf Jahren entdeckt worden. Die beiden Mädchen hatten Schnittverletzungen.

Ein vier Monate altes Mädchen und seine fünfjährige Schwester sind in Langelsheim bei Goslar tot gefunden worden. Polizei und Rettungskräfte entdeckten die Kinder am Dienstagmorgen in einem Einfamilienhaus. Die beiden kleinen Mädchen wiesen Schnittverletzungen auf. Die alleinerziehende Mutter hielt sich am Tatort auf. Gegen die 34 Jahre alte Frau konzentrierten sich derzeit die Ermittlungen, teilte die Polizei mit.

...

13.04.2011

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13153082/Zwei-tote-Kinder-nahe-Goslar-gefunden.html

 

 

Der ausführliche Bericht liegt dem Väternotruf vor.

 

 


 

 

PROZESS IN KIEL

Bruder wegen Mordes an Schwester verurteilt

Nach der Ermordung seiner Tochter hatte ein Vater eine hohe Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgesetzt: Jetzt wurde sein eigener Sohn wegen Mordes an seiner Schwester zu acht Jahren Haft verurteilt. Der 21-Jährige beteuerte bis zum Schluss seine Unschuld.

Kiel - Christopher W. muss ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht verurteilte den 21-Jährigen am Montag wegen Mordes an seiner Schwester zu acht Jahren Jugendstrafe.

MORDFALL VIKTORIA W.: WER ERSCHLUG DIE STUDENTIN?

 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Januar 2006 die Studentin in deren Wohnung in Kiel erschlagen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte Hass als Motiv gesehen und neun Jahre Jugendstrafe gefordert. Die Verteidigung verlangte Freispruch.

ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE

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Mordprozess: Eine schrecklich nette Familie (22.04.2008)

Viktoria W. war so alt, wie ihr Bruder es heute ist, als sie in der Nacht zum 21. Januar 2006 in ihrer Wohnung in Kiel-Dietrichsdorf erschlagen wurde. Mit einem "metallenen Werkzeug" soll ihr eigener Bruder elfmal auf die Schlafende eingeprügelt und ihr Schädel, Kiefer und Kehlkopf zertrümmert haben.

Den Plan dazu habe er während eines gemeinsamen Besuchs im Dezember 2005 beim Vater in Seesen gefasst, so die Staatsanwaltschaft. Christopher habe sich "Schutzkleidung besorgt" - eine Schaumlatex-Maske, Handschuhe aus Rindnarbenleder und einen weißen Einweg-Overall mit Kapuze - und sei am 20. Januar von seinem Wohnort München nach Kiel gereist.

Der junge Mann aus Seesen in Niedersachsen hatte erst im Schlusswort sein Schweigen gebrochen und die Tat bestritten. Er hätte seiner Schwester so etwas nie antun können. Da er zur Tatzeit erst 19 Jahre alt war, musste er sich vor der Jugendkammer verantworten.

29.09.2008

 

jjc/dpa

 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,581056,00.html

 

 

 


 

 

 

Bruder soll 21-jährige Studentin getötet haben: Urteil erwartet

Kiel - Wurde eine 21-jährige Kieler Studentin im Januar 2006 von ihrem Bruder aus Hass ermordet, wie die Staatsanwaltschaft annimmt? Oder ist der junge Mann unschuldig und muss mangels Beweisen freigesprochen werden, wie die Verteidigung fordert? Heute will die Jugendstrafkammer des Kieler Landgerichts ihr Urteil fällen. Folgen die Richter in dem Indizienprozess der Verteidigung, kann der 22 Jahre alte Angeklagte das Gericht als freier Mann verlassen. Werten sie dagegen die Indizien als "harte Fakten" wie der Staatsanwalt, dann droht dem jungen Mann, der zur Tatzeit 19 Jahre alt war, eine neunjährige Jugendstrafe.

Die beiden Geschwister waren nach Scheidung und heftigem Streit der Eltern um das Sorgerecht getrennt aufgewachsen. Der Sohn blieb beim Vater in Seesen im Harz, die Schwester bei der Mutter. Durch die Trennung der Eltern scheint der Sohn schwer traumatisiert worden zu sein. Er zog sich im Laufe der Jahre mehr und mehr zurück, während die Schwester als lebenslustig galt. Beide sahen sich nur gelegentlich, zuletzt kurz nach Weihnachten 2005 beim Vater. Damals habe die Schwester ungewollt das Tatmotiv ausgelöst, als sie im Zimmer des Bruders Bücher lagern wollte und so seinen einzigen Rückzugsraum verletzte, so die Anklage.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft plante der junge Mann die Tat akribisch und tötete seine Schwester mit mindestens elf Schlägen auf Kopf und Hals. Für seine Schuld gebe es viele Indizien: So kaufte er vor der Tat per Internet Maske, Overall und Handschuhe, um in der Wohnung seiner Schwester keine Spuren zu hinterlassen. Auf den 22-Jährigen hatten sich die Ermittlungen konzentriert, als er ein falsches Alibi vorlegte. Zudem habe der Angeklagte im Internet zu den Stichworten "Erschlagen Erstechen Methode Kopf" recherchiert.

Die Verteidigung hingegen argumentierte, dass es im Prozess weder Zeugen noch andere Nachweise gegeben habe, die auf den Angeklagten hindeuteten. Er sei weder durch DNA-Material noch Fingerabdrücke überführt worden, und am Tatort gefundene Faserspuren seien weder an seiner Kleidung noch in seiner Wohnung entdeckt worden.

29. September 2008

http://www.welt.de/welt_print/article2506326/Bruder-soll-21-jaehrige-Studentin-getoetet-haben-Urteil-erwartet.html

 

 

 


 

 

 

 


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