Jugendamt


 

 

 

 

Jugendamt Leipzig. Ein Glück, nicht in der Ruine.

 

 

 

 

Die gute Nachricht zuerst: 

In Deutschland gab es per Juni 2008 313 Landkreise und 116 kreisfreie Städte (ohne Göttingen und Hannover)

Gesamt = 429

Die weniger gute Nachricht. Früher gab es Galeeren, auf dem die verurteilten Galeerensträflinge in Ketten gelegt rudern mussten, heute gibt es Jugendämter und Familiengerichte, die unbotmäßige Väter in unsichtbare Ketten legen, auf dass sie brav Geld erwirtschaften und es der Mutter des gemeinsamen Kindes zur Verfügung stellen. Das nennt man auch Fortschritt. Vielen Dank.

In Deutschland soll es 614 Jugendämter geben (vgl. Prof. Dieter Kreft, Nürnberg: Das Jugendamt: Geschichte und Auftrag einer sozialpädagogischen Fachbehörde  - von 1924 - 2010. Vortrag, gehalten am 21. Mai 2007 in Freiburg i.Br.). 614 Jugendämter mit schätzungsweise 10..000 Mitarbeiter/innen allein in der Abteilung Beistandschaften/Vormundschaften, die peinlichst darauf achten, dass die Väter auch brav der ihnen auferlegten Barunterhaltspflicht nachkommen und ansonsten die Klappe halten, andernfalls drohen Strafanzeige, Strafverfolgung und Strafhaft, das ganze nennt sich dann Rechtsstaat, in dem Männer die ganze Härte des Rechts eines männerfeindlichen und vormundschaftlichen Staates zu spüren bekommen, wenn sie nicht das machen was die Obrigkeit von ihnen verlangt.  

 

Bei 614 Jugendämtern, 313 Landkreisen und 116 kreisfreien Städten müsste es ca. 185 Stadtjugendämter geben, die weder Jugendamt eines Kreises noch eines Stadtkreis sind. Dies ist möglich, da laut Gemeindeordnung Gemeinden ab 20 000 Einwohnern ein eigenes Jugendamt unterhalten können.

So hat z.B. der Landkreis Recklinghausen kein eigenes Jugendamt. Statt dessen haben die 10 Kreisangehörigen Städte im Landkreis ein eigenes Jugendamt. (Stand 06/2008)

Jugendamt Recklinghausen

Jugendamt Marl

Jugendamt Dorsten

Jugendamt Castrop-Rauxel

Jugendamt Gladbeck

Jugendamt Herten

Jugendamt Haltern am See

Jugendamt Datteln

Jugendamt Oer-Erkenschwick

Jugendamt Waltrop

 

 

Und nun die schlechte Nachricht: In vielen Jugendämtern sind unfähige und inkompetente Mitarbeiter/innen beschäftigt. Wer hätte das gedacht.

Sie sehen wieder einmal, freuen Sie sich nicht zu früh über gute Meldungen, bevor Sie nicht auch die schlechte gehört haben. Wenn Sie diese Verhaltensregel beherzigen, dann können Sie bei "Ihrem" Jugendamt, dessen Mitarbeiter/innen aus Ihren Steuermitteln bezahlt werden, nicht enttäuscht werden, denn Sie waren schon von vornherein damit vertraut, auf einen der vielen inkompetente Mitarbeiter zu stoßen und müssen sich nicht mit der für Sie unlösbaren Frage herumplagen, wer denn nun gestört ist, Sie oder der Jugendamtsmitarbeiter. 

Zum Glück gibt es den Väternotruf, bei dem Sie im Gegensatz zu einem durchschnittlichen Leiter eines Jugendamtes mit Ihren Jugendamtserfahrungen ernst genommen werden.

Sie können uns schreiben:

info@vaeternotruf.de

 

 


 

 

Auflistung von Jugendämtern:

http://www.infodienstnet.de/index.php?kategorie=jugendamt&show=start.htm

 

 


 

 

Struktur des Jugendamtes

 

Das zweigliedrige Jugendamt besteht aus: 

1. Dem Jugendhilfeausschuss

2. Der Verwaltung des Jugendamtes - irreführend oft auch "Jugendamt" genannt.

 

* Das was der Bürger üblicherweise mit Jugendamt bezeichnet, ist tatsächlich "nur" die Verwaltung des Jugendamtes, die allerdings den praktischen Teil der Arbeit macht.

 

Der Jugendhilfeausschuss hat Leitlinienkompetenz und kann in allen Fragen Entscheidungen treffen, die wesentliche Problemstellungen der Jugendhilfe betreffen..

Einzelpersonen, Initiativen und Vereine können sich in allen Angelegenheiten der "Kinder- und Jugendhilfe" an den Jugendhilfeausschuss (JHA) des Landkreises oder der Stadt wenden. Auch Beschwerden und Eingaben über die Arbeit des Jugendamtes (gemeint ist die Verwaltung des Jugendamtes) können an den JHA mit der Bitte um Beratung gesandt werden. 

 

 

Die Verwaltung des Jugendamtes ist unterteilt nach Aufgabengebieten. Bundesweit hat sich dafür eine einheitliche Referatsbenennung eingebürgert:

Referat 50: Wirtschaftliche Jugendhilfe

Referat 51: Vormundschaften, Beistandschaften, Unterhalt

Referat 52 Soziale Dienste

Referat 53: Jugendförderung

 

ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) - Referat 52

Basisdienst mit zentraler Rolle

zuständig für alle Familien u. Lebensgemeinschaften mit Kindern bis zum 21. Lebensjahr

erbringt Dienstleistungen mit einem breitem Spektrum an Hilfe- und Unterstützungsangeboten (Beratung § 16 SGB VIII und Hilfen zur Erziehung § 27 SGB VIII ff)

zuständig für den Kindesschutz (staatlichen Wächteramt)

Aufbau/Struktur der sozialen Dienste

ASD

Weitere Fachdienste:

Stationäre Hilfen

Hilfen für seelisch behinderte Kinder u. Jugendliche gem. § 35 a SGB VIII

Trennungs- und Scheidungsberatung

Pflegekinderdienst /Adoptionsvermittlung

Jugendgerichtshilfe (JGH)

Netzwerk Kindesschutz

Aufbau/Struktur der sozialen Dienste

 

 

 

alt:

Kinder- und Jugendhilfegesetz KJHG § 70-71: 

(1) Die Aufgaben des Jugendamts werden durch den Jugendhilfeausschuß und durch die Verwaltung des Jugendamtes wahrgenommen.

 

§ 71 (2) Der Jugendhilfeausschuss befasst sich mit allen Aufgaben der Jugendhilfe ...

(3) Er hat Beschlussrecht in Angelegenheiten der Jugendhilfe ... Seine Sitzungen sind öffentlich, soweit nicht das Wohl der Allgemeinheit, berechtigte Interessen einzelner Personen oder schutzwürdiger Gruppen entgegenstehen.

   

*  d.h. in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung ist der JHA der "Verwaltung des Jugendamtes" weisungsberechtigt.

 

* der JHA setzt sich aus Vertreten der Parteien und aus gewählten Vertretern von "Anerkannten Trägern der Freien Jugendhilfe" zusammen, also Vereine, Stiftungen u.ä. die auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind.  Diese Verein können Personen zur Wahl als stimmberechtigte Mitglieder in den JHA vorschlagen. Die Wahl wird von der Vertretungskörperschaft vorgenommen (z.B. Ratsversammlung in einer Stadt)

 

Die Verwaltung des Jugendamtes ist, örtlich unterschiedlich, sachgebietsbezogen gegliedert, so z.B. zu Kindertagesstätten, Allgemeiner Sozialpädagogischer Dienst, Jugendförderung, Beistandschaften und Vormundschaften, Pflegekinderwesen und Adoptionen.

 

In Deutschland gab es im Juni 2001 619 Jugendämter. Außerdem gibt es in jedem Bundesland noch ein Landesjugendamt.

Im Jahr 2006 wird die Zahl der Jugendämter mit 598 angegeben ("Das Jugendamt", 12/2006, S. 538

 

 

 

Der nachfolgende Text ist eine Satire. Zufällige Übereinstimmungen mit dem einen oder anderen Jugendamt in Deutschland sind rein zufällig und in keinen Fall von uns nicht beabsichtigt.

 

Wenn in Ihrem zuständigen Jugendamt auch nach dem oben stehenden Motto gearbeitet wird, haben Sie Glück gehabt, wenn nicht und Sie außerdem auch noch ein Vater sind,  dann haben Sie die Arschkarte gezogen und ihnen hilft wahrscheinlich nur noch der behördeninterne Einsatz eines mit weitreichenden Kompetenzen ausgestatteten Unternehmensberaters. Der würde aber vermutlich die Hälfte des Personals entlassen, doch dass kann keiner wollen. Schließlich haben auch Jugendamtsmitarbeiter häufig eine Familie und sogar Kinder. Dann werden die arbeitslosen SozialarbeiterInnen schließlich noch depressiv oder aggressiv und schlagen ihren Mann oder ihre Kinder. Das wäre dann ein Fall für den Staatsanwalt oder das Jugendamt, doch im Jugendamt sitzt ja dann kaum noch eine/r. Und so müssten die arbeitslosen SozialarbeiterInnen in den Spiegel schauen und sich selber beraten. Dann würden Sie wenigstens merken, wie schlecht ihre Beratung bisher war.

 

 

 


 

 

 

Hamburg Halbe Million Euro Betrugsskandal mit falschen Fällen im Jugendamt

Von Geli Tangermann, Eva Eusterhus | Stand: 23.11.2016

Falko Droßmann (SPD) leitet das Bezirksamt Hamburg-Mitte – er zeigte sich schockiert

Perfide Betrugsmasche in der Hamburger Jugendhilfe: Ein Regionalleiter soll mit erfundenen Fällen Hunderttausende Euro veruntreut haben. Der Verdächtige ist abgetaucht, die Politik ist geschockt.

Es ist ein Fall, der sprachlos macht und in den Hamburger Behörden in dieser Woche für Kopfschütteln, aber auch für Wut und Betroffenheit sorgt. Ein Regionalleiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) steht unter Verdacht, Hunderttausende Euro veruntreut zu haben – ausgerechnet in dem besonders sensiblen Bereich der Jugendhilfe. Seine Masche: Der 54-Jährige soll sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren Jugendhilfefälle ausgedacht haben, soll die damit verbundenen Leistungen über einen externen Komplizen beantragt und dann in die eigene Tasche gesteckt haben. Er sei schockiert, sagt Falko Droßmann, Bezirkschef im zuständigen Bezirk Mitte. Für Hamburgs Jugendämter, deren Ruf durch die vielen Todesfälle der vergangenen Jahre ohnehin geschädigt ist, ist der Fall eine Katastrophe. Der Verdächtige ist abgetaucht.

...


Wie viele Fälle Matthias M. erfunden haben soll, um Steuergelder zu veruntreuen, sei derzeit noch nicht bekannt, heißt es. Allerdings soll insgesamt ein Schaden von bis zu einer halben Million Euro entstanden sein. „Ich habe die Finanzbehörde und die Sozialbehörde informiert, und es steht natürlich außer Frage: Wir unterstützen die Ermittlungsbehörden bei ihrer Arbeit“, so Droßmann. Und gibt sich im selben Atemzug selbstkritisch: „Neben der Unterstützung der Ermittlungen schauen wir selbstverständlich auch auf unsere Prozesse und Abläufe. Wir müssen uns selbstkritisch fragen: Was können wir besser machen?“

Komplize soll sich als Sozialträger ausgegeben haben

Der Verdächtige soll nach „Welt“-Informationen hohes Ansehen im Jugendamt Mitte genossen haben, soll als Regionalleiter für Horn/Billstedt beliebt gewesen sein. Nach jetzigem Informationsstand muss der 54-Jährige all seine gesammelten Erfahrungen genutzt haben, um die eigenen Kollegen hinters Licht zu führen. Denn beim ASD gilt das Vier-Augen-Prinzip, auch jede Rechnung wird zweifach überprüft. Ein externer Komplize soll sich als Sozialträger ausgegeben, soll die Leistungen so über den Beschuldigten beantragt haben. Der Komplize hat inzwischen gestanden. Zwei Fragen drängen sich dennoch auf: Warum hat keiner diesen „Träger“ überprüft? Und warum hat keiner nachgefragt, ob es die beschriebenen Kinder tatsächlich gibt?

...


https://www.welt.de/regionales/hamburg/article159710262/Betrugsskandal-mit-falschen-Faellen-im-Jugendamt.html


 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 2. November 2015 07:16

An: info@vaeternotruf.de

Betreff: Sorgerechtsverfahren nach 2.5 Jahren vor dem Oberlandesgericht gewonnen.

 

Ich bin Vater mit ... .

Meine Frau ist nach der Geburt unseres Sohnes, jetzt ... Jahre Alt an Paranoider Schizophrenie erkrankt.

Meine Frau hat in Ihrem Wahn schwere Vorwürfe gegen mich erhoben.

Das Jugendamt hat ohne die Vorwürfe zu prüfen mir durch das Amtgericht das Sorgerecht beider Eltern entzogen.

Ich durfte 6 Monate meinen Sohn nicht sehen und nicht Tel. sprechen.

Ich habe ein einen langen leidensweg hinter mich.

Jetzt ist unser Sohn zurück.

Meine Frau ist behandelt worden und ebenfals zu Hause.

Jetzt suche ich einen guten Rechtsanwalt um das Jugendamt auf verleumdung und schadensersatz zu verklagen.

Wenn man meinen Fall eingehend untersuchen würde ,würde ein Skandal offenbar werden.

Beim Jugendamt sind Elemente am werk,die gezielt familienbanden zerstören.

Ich bitte um mithilfe.

MfG

...  

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 28. Juli 2015 16:59
An: info@vaeternotruf.de
Betreff: Hilfe

 

Sehr geehrte Damen und Herren,  

mein Name ist ... ich weiß nicht ob ich bei ihn richtig bin ich erzähle ihnen kurz was mein Anliegen ist ich bin ... Jahre geschieden habe zwei wunderbare Söhne ... und ... die bei der Mutter aktuell Leben ich habe vor 3 Monaten mein Job verloren durch meine Ex Frau (Mutter meiner Kinder) es geht darum das ich mir große Sorgen um meine Jungs mache meine Ex Frau ist seit Jahren arbeitslos ist den ganzen Tag Zuhause und Sie hat ein großes Problem mit Alkohol, mich haben schon emalige Nachbarn angerufen und bekannte weil die sich auch sorgen um die Kinder machen es lebt da auch ein Mann mit im Haus und mein 4 jähriger Sohn hat mit gesagt das der neue Mann ihn schlagen würde ich habe schon oft mit dem Jugendamt gesprochen und auf die mist Stände zu hause aufmerksam gemacht aber es reagiert keiner ich war letztens mit mein Sohn im Krankenhaus für 2 Tage habe ihn dann wieder nach Hause gebracht und ich wurde dann körperlich angeriffen von dem neuen Mann ich weiß nicht mehr weiter keiner hört mir zu.... vielleicht können Sie mir evtl. helfen Gruss ... 

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Braucht man das Jugendamt nicht, dann kommt es, braucht man es, dann rührt sich dort wochenlang keiner. Kommt Ihnen das bekannt vor? Falls ja, dann sprechen Sie mit dem Notarzt oder Ihrem Psychiater, das hilft mehr, als wenn Sie sich an den Leiter des Jugendamtes wenden, denn auch bei dem gilt: "Kein Anschluss unter dieser Nummer".

 

 

 

 


 

 

Zur Frage der Schadensersatzpflicht des Jugendamtes wegen unzulässiger Erhebung von Sozialdaten, Erstattung von Anwaltskosten für die Löschung unzulässig erhobener Sozialdaten

OLG Zweibrücken

Urteil vom 21.02.2013 - 6 U 21/12

ZKJ Kindschaftsrecht und Jugendhilfe 06/2013

 

Der Kläger wurde vertreten durch Rechtsanwalt Johannes Hildebrandt

Fachanwalt für Familienrecht

Dipl.-Päd. Univ.

http://www.fachanwalt-hildebrandt.de

 

 

 

 


 

 

Landesarbeitsgericht Düsseldorf: Anfechtung und fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Jugendamtsleiters

28.10.2011

Verhandlung am 03.11.2011 um 12.00 Uhr im Saal 107 des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf

Der Kläger ist seit Juli 2009 bei dem beklagten Kreis als Jugendamtsleiter beschäftigt. Er war zuvor seit dem Jahre 1993 bei den Jugendämtern anderer Städte tätig. Mit Schreiben vom 18.01.2011 erklärte der beklagte Kreis die Anfechtung des Arbeitsvertrages. Mit Schreiben vom 19.01.2011 kündigte er zusätzlich fristlos. Nachfolgend sprach der beklagte Kreis eine weitere Anfechtung und mehrere neuerliche Kündigungen aus. Er wirft dem Kläger vor, aufgrund von Sexismus und Pädophilie für das Amt des Jugendamtsleiters charakterlich ungeeignet zu sein. Der Kläger weist die Vorwürfe als pauschal und unzutreffend zurück. Er hat zudem die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung beantragt.

Das Arbeitsgericht Krefeld hat am 03.05.2011 durch Teilurteil über die Anfechtung vom 18.01.2011 und die Kündigung vom 19.01.2011 entschieden. Es hat sowohl die Anfechtung als auch die Kündigung für unwirksam erachtet. Eine mangelnde Eignung des Klägers für das Amt des Jugendamtsleiters habe der beklagte Kreis nicht nachweisen können. Das Arbeitsgericht hat zugleich das Arbeitsverhältnis auf den Antrag des Klägers zum 19.01.2011 gegen Zahlung einer Abfindung von 43.851,44 Euro aufgelöst. Dem Kläger sei aufgrund des Vorgehens des beklagten Kreises die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar.

Mit seiner Berufung wendet der beklagte Kreis sich gegen das Urteil des Arbeitsgerichts und begehrt die Abweisung der Klage.

Arbeitsgericht Krefeld, 4 Ca 186/10, Urteil vom 03.05.2011

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, 5 Sa 684/11

Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: pressestelle@lag-duesseldorf.nrw.de

 

http://www.jm.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLArbGs/28_10_2011/index.php

 

 


 

 

Bundesfamilienministerin Schröder startet Aktionswochen der Jugendämter

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, eröffnet gemeinsam mit Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter, und mehr als 100 Jugendamtsleiterinnen und -leitern die bundesweiten Aktionswochen „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“. Vom 3. Mai bis zum 8. Juni 2011 laden rund 380 Jugendämter in Deutschland Bürgerinnen und Bürger ein, sich über ihre Leistungen und Angebote zu informieren.

„Die Arbeit der Jugendämter ist unverzichtbar. Mit ihrem täglichen Einsatz tragen sie maßgeblich zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei“, erklärt Bundesfamilienministerin Schröder. „Ob Kinder, Jugendliche oder Eltern – sie alle finden bei den Jugendämtern qualifizierte Leistungs- und Beratungsangebote. So tragen die Ämter entscheidend dazu bei, dass Eltern auch in schwierigen Phasen der Erziehung professionell begleitet werden.“

In den Aktionswochen informieren die Jugendämter mit einem Tag der offenen Tür, einem Familienfest oder einer Vortragsreihe Kinder, Jugendliche und Erwachsene über ihre Leistungen und Aufgaben. Wie wenig die Angebote der Jugendämter bekannt sind, zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage: So wissen 37 Prozent der mehr als 1.000 Befragten (Erziehungsberechtigte mit minderjährigen Kindern) nicht, welche Leistungen die Jugendämter anbieten. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden mit dem Jugendamt vor allem das Thema Kinderschutz. Dass die Expertinnen und Experten aber für viele weitere Fragen rund um die Erziehung kompetente Ansprechpartner sind und Kindern, Jugendlichen und Familien in den verschiedenen Lebensphasen engagiert zur Seite stehen, darüber möchten die Jugendämter in den Aktionswochen aufklären.

„Mehr als 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich jeden Tag in den Jugendämtern engagiert für das Wohlergehen von Familien, Kindern und Jugendlichen ein. Unsere Aktionswochen sollen zeigen, wie konkret und professionell wir Menschen unterstützen. Wir laden deshalb alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die Arbeit der Jugendämter zu informieren und die zahlreichen Angebote zu nutzen“, so Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter.

Die Aktionswochen werden von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter gemeinsam mit den Jugendämtern in den Städten und Landkreisen organisiert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die kommunalen Spitzenverbände unterstützen die Kampagne. Den Abschluss bildet ein Treffen am 8. Juni 2011 auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart auf dem die Aktionswochen ausgewertet und weitere Schritte erörtert werden.

Weitere Informationen: www.unterstuetzung-die-ankommt.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 3.5.2011

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendämtern, das sind mit Sicherheit 5.000 bis 10.000 Mitarbeiter/innen zuviel, nämlich die die in den Abteilungen Beistandschaften und Kindesunterhalt Tag für Tag Drohbriefe an Eltern schreiben, Zwangsvollstreckungen in die Wege leiten und Strafanzeigen wegen des sogenannten Tatbestandes der Unterhaltspflichtverletzung bei den Staatsanwaltschaften einreichen.

Die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgeschäden dieser Form von staatlichen Mobbing gegen Eltern ist überhaupt noch nicht untersucht. Statt dessen lanciert die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder den Slogan „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ Auf solche eine "Unterstützung" würden Hunderttausende von Vätern und Müttern gerne verzichten. Das dabei eingesparte Geld der Steuerzahler/innen könnte dann direkt den Kindern zugeleitet werden, die es brauchen.

 

 

 


 

 

 

Jugendämter mussten durchschnittlich 23 Minderjährige in ihre Obhut nehmen

Die Jugendämter in Deutschland mussten im Jahre 2008 durchschnittlich 23 Kinder und Jugendliche pro 10.000 Einwohner in ihre Obhut nehmen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (16/13803) auf eine Kleine Anfrage der FDP (16/13715) hervor. Die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen schwanke in den Bundesländern zwischen unter 15 pro 10.000 Einwohnern der unter 18-Jährigen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern auf der einen und über 40 Interventionen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen auf der anderen Seite. Von den Liberalen nach den Gründen für die Zunahme von 14,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2007 gefragt, erklärt die Regierung, die gesellschaftliche und nicht zuletzt auch staatliche Aufgabe, Kinder vor Vernachlässigung und Misshandlungen zu schützen, habe in den letzten Jahren im öffentlichen Bewusstsein zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies liege zum einen an der ausführlichen Berichterstattung in den Medien über Einzelschicksale von zu Tode gekommenen Kleinkindern, zum anderen aber auch an der Verschärfung der gesetzlichen Grundlagen. Beide Faktoren hätten die Sensibilität der „öffentlichen Wahrnehmung“ gegenüber der Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern erhöht.

Quelle: heute im bundestag vom 6.8.2009

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

"Jugendämter mussten durchschnittlich 23 Minderjährige in ihre Obhut nehmen" titelt "heute im bundestag". Ob das so stimmt, darf bezweifelt werden. Richtig ist indes, Jugendämter haben durchschnittlich 23 Minderjährige in ihre Obhut genommen.

Ob das immer so nötig war, darf bezweifelt werden, denn bekanntlich rückt manchmal die Feuerwehr aus und stellt dann fest, dass der vermeintliche Brand eine Grillparty ist.

 

 

 


 

 

 

"In Jugendämtern arbeiten gelegentlich Dilettanten"

Prof. Uwe Jopt, Autor des Buches "Im Namen des Kindes"

Bielefeld (WB). Deutschland ist schon fünfmal vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden, weil Familien unter angeblich falschen Entscheidungen von Jugendämtern und Familienrichtern gelitten haben. Die CDU/CSU-Fraktion im Jugendausschuss des Bundestages veranstaltet deshalb in der kommenden Woche ein Expertengespräch zum Thema Eltern und Jugendämter. Ein Teilnehmer ist Prof. Dr. Uwe Jopt von der Uni Bielefeld. Christian Althoff sprach mit dem Diplompsychologen und Sachverständigen.

Es gibt Jugendämter, die Ihre Kritik fürchten. Haben Sie generell etwas gegen diese Behörden?

Prof. Uwe Jopt: Überhaupt nicht! Ich nenne sie auch die Kinderschutzpolizei. Jugendämter sind sehr wichtig, um Kindern zu helfen, die in Not sind, die nicht gut versorgt oder sogar misshandelt werden.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland etwa 28 000 Kinder aus ihren Familien geholt worden. Ist das nicht eine erschreckend hohe Zahl?

Prof. Uwe Jopt: Die Jugendämter haben ihre Gründe. Die weitaus meisten Mitarbeiter dort entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen. Und wenn man an Fälle wie den toten Kevin denkt, dann sage ich: Besser ein Kind zu viel als eines zu wenig aus der Familie holen.

Aber?

Prof. Uwe Jopt: Das ganz große Problem in Deutschland ist: Was passiert eigentlich nach der Kindeswegnahme? Da liegt ganz, ganz viel im Argen. Da leiden etliche Kinder oft jahrelang, obwohl das vermeidbar wäre.

Wie kommt es dazu?

Prof. Uwe Jopt: Das Gesetz sieht vor, dass entzogene Kinder in der Regel wieder zu ihren Eltern kommen, wenn sich dort die Verhältnisse gebessert haben. Viele Jugendämter tun aber alles, damit Kinder nicht zurückgeführt werden. Das fängt damit an, dass sie die Kinder zu Pflegeeltern geben, die sehr oft gescheiterte Adoptionsanwärter sind. Ich habe selbst erlebt, dass Jugendamtsmitarbeiter zu Pflegeeltern gesagt haben: Gehen Sie davon aus, dass die Mutter das Kind nicht wiederbekommt! Es ist nur allzu menschlich, dass Pflegeeltern so ein Kind nie wieder hergeben wollen und es deshalb der leiblichen Familie entwöhnen. Zumal die Jugendämter das noch unterstützen, indem sie den leiblichen Eltern oft für Monate untersagen, ihr Kind zu sehen. Dann kommt es irgendwann zu so genannten begleiteten Kontakten. Das ist manchmal der reinste Wahnsinn! Da sitzen die Pflegemutter und Jugendamtsmitarbeiter um das Kind herum, und dann wird der leiblichen Mutter gesagt: Jetzt interagieren Sie mal! Die Mutter geht verunsichert auf ihr Kind zu und sagt: Ich bin es, deine Mama! Und im selben Moment wird die Frau auch schon von einer Jugendamtsmitarbeiterin gestoppt, die mit dem Abbruch des Kontakts droht, sollte die Mutter ihr Kind weiter so verunsichern. Denn für das Kind, so erfährt die Mutter, sei ja die Pflegemutter inzwischen zur Mama geworden.

Die Folgen einer Trennung sind also für das Kind dramatisch?

Prof. Uwe Jopt: Und wie! Eine Trennung ist ein massives Trauma. Viele Kinder werden danach auffällig. Sie haben Angstträume, nässen ins Bett und werden aggressiv. Für einen Kinderpsychologen sind das ganz normale Reflexe auf die Trennung. Aber Jugendämter werten dieses Verhalten oft als Beweis für angeblich schlechte Bedingungen im Elternhaus und fühlen sich bestätigt. Es ist auch ganz natürlich, dass sich ein kleines Kind, das bei Pflegeeltern aufwächst und seine leibliche Mutter sehr lange nicht sehen durfte, beim ersten Wiedersehen an die Pflegemutter klammert. Daraus folgern viele Jugendamtsmitarbeiter unzulässigerweise, dass das Kind keinen Kontakt zu seiner Mutter möchte.

Aber die Jugendamtsmitarbeiter sind doch ausgebildet. Müssten sie das Verhalten der Kinder nicht richtig deuten können>?

Prof. Uwe Jopt: Das ist das zweite große Problem. In einigen Jugendämtern arbeiten gelegentlich wohlmeinende Dilettanten. Das möchte ich nicht boshaft, sondern kritisch verstanden wissen. Viele haben an der Fachhochschule Sozialpädagogik studiert und werden dann mit der verantwortungsvollsten Aufgabe betraut, die es überhaupt in einer Stadt- oder Kreisverwaltung gibt: Über die Zukunft von Kindern zu entscheiden. Dafür aber fehlt diesen Menschen jede kinderpsychologische Ausbildung. Selbst in einem Psychologiestudium wird Entwicklungspsychologie meist mit einer Vorlesung und zwei Seminaren abgefeiert. Das ist viel zu wenig.

Wie haben Sie sich denn Ihre Kompetenz angeeignet?

Prof. Uwe Jopt: Ich werde bald 65, und ich habe mein Leben lang gelernt. Sehr viel auch aus meinen Fehlern. Ich erinnere mich an einen Fall, da lebten die getrennten Eltern in zwei Wohnungen nebeneinander. Sie stritten sich trotzdem jeden Tag aufs Schlimmste, und mittendrin war die fünfjährige Tochter. Ich dachte, ich müsste die Situation für das Kind entspannen und habe dem Vater empfohlen, in ein anderes Haus zu ziehen. Als ich dem Mädchen das erzählt habe, war es nicht etwa erleichtert, sondern fing bitterlich an zu weinen. Ich hatte versucht, den Fall mit Erwachsenenlogik zu lösen. Dabei hätte ich mich in das Kind versetzen müssen. Und das ist es, was ich heute immer wieder versuche.

Wer aus Fehlern lernen will, muss zu Eigenkritik fähig sein...

Prof. Uwe Jopt: ...und die vermisse ich bei vielen Jugendämtern. Ich erstelle pro Jahr etwa 60 Gutachten, aber bis heute kenne ich nicht einen Fall, in dem sich ein Amt bei Eltern entschuldigt hat. Dabei gibt es hanebüchene Dinge! Ich kenne ein Jugendamt, das hat einer Mutter drei Kinder weggenommen, weil sie die Kleinen angeblich nicht ausreichend gefördert hat. Irgendwann kam heraus, dass die Kinder seit ihrer Geburt geistig behindert waren, und die Mutter sehr wohl alles getan hatte, was ihr möglich war, um die Kleinen zu fördern. Heute hat sie die Kinder wieder, aber glauben Sie nicht, dass die Behörde sich entschuldigt hat!

Die Jugendämter argumentieren, ihre Entscheidungen seien ja schließlich von Richtern bestätigt.

Prof. Uwe Jopt: Für die Kindesentziehung trifft das ja auch zu. Aber danach findet keine Kontrolle mehr statt. Das Sorgerecht hat dann oft ein Verwaltungsmitarbeiter, der im schlimmsten Fall der Vormund mehrerer hundert solcher Kinder sein kann. Es wird doch niemand im Ernst glauben, dass dieser Beamte sich so um das einzelne Kind kümmert wie das Eltern tun würden! Zum Thema Familienrichter ist außerdem zu sagen: Ein Richter ist kein Kinderpsychologe. Er braucht für seine Entscheidung eine Grundlage, und das sind nun mal Stellungnahmen von Jugendämtern und gelegentlich auch von zweifelhaften Gutachtern.

Warum zweifelhaft?

Prof. Uwe Jopt: Jeder, der etwa Pädagogik oder Psychologie studiert hat, kann sich Gutachter nennen. Es gibt sogar Heilpraktiker, die das tun. Niemand kontrolliert, ob und wie sich diese Leute weitergebildet haben. Ich selbst bilde deshalb seit Jahren Psychologen zu Gutachtern aus. Das ist nicht mal gerade so zu machen, das dauert 18 Monate.

Die CDU/CSU-Fraktion im Jugendausschuss des Bundestages veranstaltet in der kommenden Woche eine Anhörung zum Thema Jugendämter, an der Sie teilnehmen. Worum geht es da?

Prof. Uwe Jopt: Natürlich bekommen auch Politiker immer wieder Briefe von Eltern, denen die Kinder weggenommen worden ist. Es wird überlegt, ob man Clearingstellen einrichten soll, die zwischen Ämtern und Eltern vermitteln.

Was halten Sie davon?

Prof. Uwe Jopt: Nicht so viel. So ein Ombudsmann steckt ja selbst nicht tief in der Materie drin, sondern hört nur das, was beide Seiten ihm vortragen.

Was ist also Ihr Vorschlag?

Prof. Uwe Jopt: In den Jugendämtern muss sich etwas ändern. Die Mitarbeiter müssten intensiv weitergebildet und dann ein bis zwei Gehaltsstufen höher eingruppiert werden.

Warum geschieht das nicht?

Prof. Uwe Jopt: Vereinzelt sind schon Ansätze da. Es gibt Jugendämter in Deutschland, die laden mich zu Weiterbildungsveranstaltungen ein. Es gibt aber auch Ämter, die sagen dem Familienrichter: Wenn Sie den Jopt beauftragen, verweigern wir unsere Mitarbeit.

Artikel vom 23.05.2009

www.westfalen-blatt.de/index.php?id=27414&artikel=reg&PHPSESSID=a8bae85555c2a0443d1686528eeec7ca

 

 

 

 

 


 

 

 

Hamburg

Messerattacke im Jugendamt: 39-Jährige muss in Psychiatrie

Das Landgericht Hamburg hat am Freitag die dauerhafte Unterbringung einer 39-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Die Mutter von drei Kindern hatte Anfang April eine Sachbearbeiterin des Jugendamts Hamburg-Eimsbüttel mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Die Täterin leidet seit Jahren an einer Psychose und ist einem Gutachten zufolge eine Gefahr für die Allgemeinheit. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Sicherungsverwahrung, nachdem die Schuldunfähigkeit der Frau geklärt war.

Gefangen in Wahnvorstellungen

"Mir kommt es so vor, als ob ich ein Signal bekommen hätte und automatisch gehandelt habe", sagte die früher drogenabhängige 39-Jährige vor Gericht. Kurz nach dem Messerangriff hatte sie geäußert, die Tat tue ihr "schrecklich leid". Die psychiatrische Gutachterin nannte die Tat ein "Geschehen, das eine lebenslange Vorgeschichte hat". Die 39-Jährige fühlte sich gefangen in einem System von Wahnvorstellungen.

Mindestens zehn Mal zugestochen

Die Täterin hatte sich vom Jugendamt ungerecht behandelt gefühlt. Sie packte Anfang April zwei Messer und eine Schreckschusspistole in einen Rucksack und ging in Begleitung ihrer 19-jährigen Tochter zum Amt. Die 55-jährige Sachbearbeiterin, die laut NDR 90,3 als einfühlsam gilt, habe der 39-Jährigen mitgeteilt, dass sie ihre drei Jahre alte Tochter seltener besuchen dürfe. Daraufhin stach die 39-Jährige offenbar mindestens zehn Mal mit einem 25 Zentimeter langen Messer auf die Sachbearbeiterin ein und traf sie an Armen, Beinen und am Oberkörper.

Stand: 01.08.2008 15:54

http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/messerattacke102.html

 

 


 

 

 

Hamburg

Messerattacke: Täterin offenbar psychisch krank

Polizeibeamte führen eine Frau ab, die im Jugendamt Eimsbüttel eine Mitarbeiterin lebensgefährlich verletzt hat. © dpa

 

Nach der Messerattacke im Jugendamt Hamburg-Eimsbüttel ist die mutmaßliche Täterin in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Der 39 Jahre alten Frau werde versuchter Totschlag mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Hamburger Gerichtssprecherin Sabine Westphalen am Freitag mit. Offenbar wegen eines Sorgerechtsstreits hatte die vermutlich psychisch kranke Frau am Donnerstagnachmittag die Mitarbeiterin des Jugendamts mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Danach verschanzte sich die Frau mit ihrer 19-jährigen Tochter in einem Büro, bevor sie nach anderthalb Stunden aufgab.

Die verletzte Sozialarbeiterin schwebte am Freitag nicht mehr in Lebensgefahr. Die 55-Jährige müsse aber weiterhin intensivmedizinisch betreut werden, teilte die Polizei mit. Nach Informationen von NDR 90,3 kann sie wahrscheinlich erst kommende Woche zu der Tat befragt werden.

 

Gewerkschaften fordern besseren Schutz der Mitarbeiter

Unterdessen wurden Rufe nach einem besseren Schutz von Behörden-Mitarbeitern laut. Die Gewerkschaft ver.di forderte NDR 90,3 zufolge, dass an so emotionalen Gesprächen wie über das Sorgerecht für Kinder zwei Mitarbeiter teilnehmen müssten. Ver.di sehe in der gesunkenen Zahl von Sozialamts-Mitarbeitern eine große Gefahr, da einige Kunden wegen der schlechteren Betreuung höchst aggressiv reagierten. Ver.di und der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Andreas Dressel forderten laut einem Bericht des "Hamburger Abendblatts", den Einsatz von Sicherheitsschleusen in Behörden zu prüfen. Der ddb-Beamtenbund forderte eine Sicherheitsanalyse für alle Arbeitsplätze in Behörden, um adäquat und schnell reagieren zu können.

Kollege reagierte geistesgegenwärtig

 

Polizisten nach der Messerattacke im Bezirksamt Eimsbüttel © dpa Fotograf: Marcus Brandt

 

Zwischen der mutmaßlichen Täterin und der 55 Jahre alten Mitarbeiterin des Bezirksamts hatte sich am Donnerstagnachmittag in der Behörde in einem der Grindelhochhäuser ein Streit entwickelt. Die Sozialarbeiterin, die laut NDR 90,3 als einfühlsam gilt, habe der 39-Jährigen mitgeteilt, dass sie ihre drei Jahre alte Tochter seltener besuchen dürfe. Daraufhin stach die 39-Jährige offenbar mindestens zehn Mal mit einem 25 Zentimeter langen Messer auf die 55-Jährige ein und traf sie an Armen, Beinen und am Oberkörper. Der Verletzten sei mithilfe eines Kollegen die Flucht gelungen, sagte ein Polizeisprecher. Dieser habe Schreie gehört und sei noch Zeuge der Tat geworden. Er konnte das Opfer aus dem Büro ziehen und die mutmaßliche Täterin und ihre Tochter in dem Raum einschließen.

 

Frau ist der Polizei bereits bekannt

Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften und Psychologen vor Ort, das Bezirksamt wurde weiträumig abgeriegelt. Eine Polizeipsychologin nahm durch die geschlossene Tür mit ihr Kontakt. Sie und ihre Tochter befolgten danach die Anweisungen der Einsatzkräfte und legten sich auf den Boden. NDR 90,3 zufolge war die Bluttat womöglich geplant, denn die Frau, die wegen Körperverletzung und Beleidigung polizeibekannt sei, habe neben einem Fahrtenmesser ein weiteres Messer und einen Gasrevolver dabei gehabt.

Stand: 04.04.2008 16:48

http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/polizeieinsatz16.html

 

 


 

 

Frau (39) sticht auf Angestellte ein

Messer-Attacke im Bezirksamt Eimsbüttel!

Es ist 16 Uhr, als aus einem Raum im 6. Stock des Bezirksamtes Eimsbüttel am Grindelberg Schreie dringen...

Kurz darauf schleppt sich eine Angestellte (55) heraus. Sie blutet, hat in beiden Oberschenkeln und am Oberarm Stichverletzungen. Es besteht Lebensgefahr. Die Mitarbeiterin des Jugendamtes kommt sofort ins Krankenhaus.

 

Messer-Attacke im Bezirksamt Eimsbüttel! Was war genau passiert?

Die Täterin, eine 39-jährige Frau, hat einen Termin beim Jugendamt. Mit dabei: ihre 18-jährige Tochter. Es geht aber um das Sorgerecht für ihre zweite Tochter (4 Jahre), die nicht vor Ort ist. Es kommt zum Streit, in dessen Verlauf die Mitarbeiterin des Jugendamtes mit einem Messer attackiert wird. Die Klinge ist 20 Zentimeter lang.

Trotz der Verletzungen gelingt der Angestellten die Flucht, die Täterin verschanzt sich mit ihrer Tochter in einem Nebenraum.

Inzwischen ist auch die Polizei vor Ort, sperrt den Gebäudekomplex ab. Eine Psychologin wird gerufen, die Feuerwehr baut ein Sprungtuch auf.

 

 

Die 39-Jährige wählt den Notruf 110, will sich stellen. Polizisten fordern sie auf, sich auf den Boden zu legen. Um 17.29 Uhr greift das MEK ein, nimmt die Täterin fest. Auch ihre 18-jährige Tochter wird in Gewahrsam genommen.

 

03.04.2008

http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/04/03/geiselnahme-eimsbuettel/messerattacke-im-bezirksamt,geo=4178298.html

 

 

Kommentar Väternotruf: 

Ja, ja, so kann es Mitarbeiter/innen des Jugendamtes gehen, wenn sie sich mal nicht an die Vorgaben von Müttern halten. Das eher wenige Mütter mit dem Messer oder anderen Gerätschaften auf Jugendamtsmitarbeiter/innen einstechen, ist im wesentlichen der in den meisten deutschen Jugendämtern herrschenden mütterparteilichen Arbeitsweise  der Jugendamtsmitarbeiter/innen geschuldet. Mit wahrer Engelsgeduld wird von Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg bis hoch nach Flensburg an der Ostsee Müttern fast jeder Wunsch an den Augen abgelesen, noch ehe ihn die Mutter auch nur gedacht hat. Stiefellecken bei Müttern ist eine Spezialität vieler Jugendamtsmitarbeiter/innen, abgesegnet von ganz oben, vom Bundesverfassungsgericht

Präsident Prof. Dr. Papier

BVR'in Jaeger

BVR'in Prof. Dr. Haas

BVR Dr. Hömig

BVR Prof. Dr. Steiner

BVR'in Dr. Hohmann-Dennhardt

BVR Prof. Dr. Hoffmann-Riem

BVR Prof. Dr. Bryde

 

Urteil des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. Januar 2003 - 1 BvL 20/99 und 1 BvR 933/01

Kein Wunder, wenn eine Mutter sofort ausrastet, wenn ihr mal im Jugendamt nicht schnell genug die Stiefel geleckt werden und sich eine Jugendamtsmitarbeiterin erdreistet, die gewohnte mütterliche Anspruchshaltung nicht sofort zu bedienen. 

Damit muss jetzt Schluss sein. Väternotruf fordert daher die Aufstellung von Stiefelleckautomaten für Mütter in jedem deutschen Jugendamt. Damit sich kein/e Jugendamtsmitarbeiter/in mehr die Zunge dreckig machen muss. Denn schließlich brauchen wir all diese wichtigen Jugendamtsmitarbeiter/innen ganz dringend, um die aufmüpfigen deutschen Väter im Zaum zu halten, die ganz frech gleiche Rechte für ihre Kinder fordern und noch nicht einmal davor zurückschrecken, sich über deutsche Jugendamtsmitarbeiter/innen lustig zu machen. 

 

 

 


 

 

 

Nachrichten aus Viersen, Brüggen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal

 

Nettetal

„Jugendamt gut für die Stadtentwicklung“ 

VON PHILIPP PETERS

Nettetal (RP) Die Frage, ob Nettetal ein eigenes Jugendamt erhalten sollte, erregt weiter die Gemüter. Bei einer Informationsveranstaltung der SPD äußerten sich mit Landesrat Michael Mertens vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Ersten Beigeordneten der Stadt Kamp-Lintfort, Dr. Christoph Müllmann, jetzt zwei Fachleute zum Thema – und verschafften der Partei Rückenwind.

Mertens, der seit 20 Jahren im Sozialbereich tätig ist, erklärte, dass nach der Gemeindeordnung ein eigenes Jugendamt schon in Gemeinden ab 20 000 Einwohnern möglich sei. Kamp-Lintfort etwa sei mit rund 40 000 Einwohnern vergleichbar mit Nettetal, wo bereits seit 1993 über ein eigenes Jugendamt diskutiert wird, stellte Mertens fest. In Städten der Größe Nettetals sei ein Jugendamt inzwischen üblich, „und die Zahl der Ämter im Rheinland wächst“. Mertens war auch von Bürgermeister Christian Wagner zur Konzeptentwicklung Nettetals befragt worden.

Ein Jugendamt benötige laut Mertens mindestens 15 Mitarbeiter: „Für Nettetal sind wir auf 21 gekommen.“ Diese Zahl habe auch Kamp-Lintfort, stellte Müllmann fest. Er erläuterte, welche Aufgaben die Stadt selber zu übernehmen habe, und dass es in bestimmten Kernbereichen Kooperationen mit Nachbarstädten gibt. In Kamp-Lintfort gilt das etwa für die Drogenberatung. „Ein eigenes Jugendamt ist aber auch für die Entwicklung einer Stadt interessant. Es kann in den Bereichen Planung, Schulen, Kultur oder Sport Vorschläge einbringen“, so Müllmann.

Bei einem eigenen Jugendamt bestehe aber immer auch die Gefahr, dass der Kreis am Ende der Verlierer sei. Zögen sich einzelne Städte zurück, müssten weniger Städte höhere Kosten tragen. Es stehe fest, dass der Jugendhilfeausschuss, der mit einem eigenen Jugendamt gebildet werden muss, auf Ebene der Stadt besser besetzt werden könne. „Eigentlich müssen Sie nur den Mut haben“, sagte Mertens am Ende.

Die CDU möchte das Thema um zwei Jahre verschieben – die SPD wird nun im Vorstand und in der Fraktion weiter beraten, um im Rat über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Enttäuscht zeigte sich die Partei über das mangelnde Interesse der Öffentlichkeit. „Kinder und Jugendliche scheinen wenige zu interessieren“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD, Hans Kettler, angesichts des schwachen Besuchs.

03.06.2008

www.rp-online.de/public/article/viersen/574433/Jugendamt-gut-fuer-die-Stadtentwicklung.html

 

 


 

 

 

Die verhinderten Retter vom Jugendamt

 

Von Anita und Marian Blasberg

 

DIE ZEIT, 21.05.2008 Nr. 22

 

 

Die Not in den Familien nimmt zu, staatliche Hilfen werden gekürzt. Wie viel Rationalisierung ist erlaubt, wenn es um das Leben gefährdeter und vernachlässigter Kinder geht? Ein Frontbericht aus Berlin-Wedding, wo »Case-Manager« den Sozialarbeiter ersetzen sollen.

Es ist schon still auf den Fluren des Jugendamtes im Berliner Bezirk Wedding, als plötzlich das Krisentelefon klingelt. Klaus Wörsdörfer, der an diesem Tag der Mann für Notfälle ist, hat seit zehn Minuten Feierabend. Morgen ist Gründonnerstag, er zögert kurz, dann hebt er ab. In der Togostraße, meldet die Polizei, habe man in einer Wohnung ein schreiendes Baby gefunden, neben der Leiche seiner Mutter. Wörsdörfer nickt. »Wahrscheinlich eine Überdosis«, notiert er. »Säugling okay. Aufgebrachter Mann behauptet, Vater zu sein.«

Wörsdörfer könnte den Fall dem Kindernotdienst überlassen, aber er hat ein ungutes Gefühl. Seit 30 Jahren ist er als Sozialarbeiter beim Jugendamt in Mitte zuständig für Kinderschutz. Er hat drei Herzinfarkte hinter sich, aber er ist ein Mensch geblieben, der den Dingen nachgeht. Er greift sich seine Trekkingweste und das Diensthandy, dann wirft er noch schnell einen Blick in die Akte der Toten: Melanie Pohlmann, 35, heroinsüchtig und Klientin des Jugendamtes seit vielen Jahren.

»Wahnsinn, dass der Junge überlebt hat«, sagt er auf dem Weg zum Taxistand. »Ansonsten hätte es wohl wieder Schlagzeilen gehagelt.«

Als Wörsdörfer die Wohnung in einem unscheinbaren Klinkerbau im Wedding betritt, ist die Leiche bereits abtransportiert worden. Es wimmelt von Leuten. In der Küche tigert der Lebensgefährte der Toten auf und ab. Der Mann, der laut Akte Herr Schult* sein muss, drückt das schreiende Baby an seine Brust und flüstert: »Mikey, mein Mikey, du bleibst bei mir.« Wörsdörfer streckt ihm die Hand hin. »Wörsdörfer«, sagt er. »Vom Jugendamt. Setzen wir uns erst mal, Herr Schult.«

Schult ist ein schmächtiger Mann in einem übergroßen Sweatshirt, seine Augen sind verweint. »Sie nehmen mir meinen Sohn nicht weg«, ruft er erregt. »Den kriegt ihr nicht, niemals!«

Wörsdörfer weiß, er darf jetzt keine Diskussion aufkommen lassen. Er erklärt Schult, dass er Mike jetzt mitnehmen müsse. »Vorerst, Herr Schult«, sagt Wörsdörfer bestimmt. »Nicht für immer.« Schult schießen die Tränen in die Augen. Er schüttelt den Kopf. »Herr Schult«, fährt Wörsdörfer mit ruhiger Stimme fort. »Ich kenne Sie ja gar nicht. Ich weiß nicht, ob Sie der Vater sind. Sie stehen unter Schock, ich bin nicht sicher, ob Sie das Kind über das Wochenende versorgen können.«

Der Mann tut Wörsdörfer leid, aber er hat keine Wahl. Er fordert Schult jetzt auf, ein paar Dinge von Mike zusammenzupacken, sein Fläschchen, seine gewohnte Nahrung. Vorhin im Taxi hat Wörsdörfer eine Pflegemutter angerufen, die sich spontan bereit erklärte, das Kind über die Ostertage aufzunehmen. Eine Polizistin kommt in die Küche. »Muss das denn sein?«, murmelt sie. »Der Mann macht doch einen ordentlichen Eindruck.« – »Wenn es weg is, isses weg«, schaltet sich eine Nachbarin ein, »das kennt man doch!«

Wörsdörfer ist wieder mal der böse Mann vom Jugendamt. Er und seine Kollegen können es keinem recht machen. Entweder greifen sie zu früh ein oder zu spät. Nehmen sie die Kinder raus, heißt es, sie reagierten über; lassen sie sie drin, wirft man ihnen Fahrlässigkeit vor. »Herr Schult, verstehen Sie bitte«, sagt Wörsdörfer, »wenn Mike etwas zustößt, käme ich ins Gefängnis. Kommen Sie am Dienstag ins Jugendamt, dann sehen wir weiter.«

Die Angst geht um unter den Sozialarbeitern, und sie wächst mit jedem Kind, das irgendwo in Deutschland stirbt. Immer hat das Jugendamt etwas gewusst, in Bremen, wo man die Überreste des kleinen Kevin in einem Kühlschrank fand, in Hamburg, wo ein Mädchen namens Jessica in einer Hochhauswohnung verhungerte, und in Schwerin, wo die Großeltern der fünfjährigen Lea-Sophie vor deren Tod das Jugendamt noch gewarnt hatten, dass etwas nicht stimme. Nach dem Grundgesetz soll der Staat die elterliche Erziehung überwachen, und wenn ein Kind in Gefahr ist, muss er es schützen. Doch warum versagt er immer öfter? Was läuft schief in den Jugendämtern?

Fast immer, wenn es irgendwo zur Katastrophe kam, wurde später einzelnen Sozialarbeitern der Prozess gemacht. Aber sind Kevin, Jessica und Lea-Sophie tatsächlich nur tragische Einzelfälle? Oder sind sie die Folge eines immer maroder werdenden Systems der Jugendhilfe, das unter dem öffentlichen Sparzwang zusammenzubrechen droht? In Bremen hatte man vor Kevins Tod ein Drittel des Personals in der Abteilung »Junge Menschen« gekürzt, nachdem eine Unternehmensberatung ein Sparziel von fünf Millionen Euro verordnet hatte; in Schwerin hatte man innerhalb von zehn Jahren ein Viertel der Sozialarbeiter abgeschafft.

Überall sind die Kassen der Kommunen klamm, deshalb werkelt man in den Ämtern an den Strukturen, streicht Stellen und kürzt Leistungen, und dabei scheint es, als sei der Bedarf an Schutz und Hilfe nie so groß gewesen. Nach einem Bericht der Regierung leben in Deutschland 2,5 Millionen Kinder unter der Armutsgrenze, in Berlin ist es fast jedes dritte. Seit Anfang der Neunziger hat sich die Zahl der Familien, die vom Jugendamt betreut werden, versechsfacht. In Talkshows fordern Politiker gern neues Personal und bessere Frühwarnsysteme, tatsächlich aber müssen in den Jugendämtern immer weniger Mitarbeiter immer mehr Fälle bearbeiten.

Wohl nirgendwo ist das Budget so eng wie in der Hauptstadt, vielleicht ist deshalb das Jugendamt in Mitte so etwas wie ein Fernglas, durch das man sehen kann, wohin die Jugendhilfe steuert.

Es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch in ihrem Bezirk ein Kind sterbe, sagen die Sozialarbeiter im Berliner Wedding. Im Februar haben sie dem Stadtrat deshalb ihre Überlastung angezeigt. Sie wollen rechtlich abgesichert sein, falls jemand sie belangen will. Die Kinderschutzmeldungen, schreiben sie in dem Papier, hätten sich mehr als verdoppelt. Sie wissen nicht mehr, wie sie diese Flut bewältigen sollen.

Es ist neun Uhr morgens, als die Sozialarbeiter in der Weddinger Ruheplatzstraße zu ihrer wöchentlichen Teamsitzung zusammenkommen. Am Karfreitag ist Klaus Wörsdörfer noch mal im Büro gewesen, um den Vermerk zum Pohlmann-Fall zu schreiben, am Samstag hat er verfolgt, ob die Zeitungen nicht doch irgendwas schreiben, aber zum Glück hatte die Polizei über die Feiertage keine Meldung herausgegeben.

Das zehnköpfige Team A ist eines von zehn Teams des Regionalen Sozialen Dienstes, die im Bezirk Mitte so etwas sind wie die vorderste Front im Kampf um den Kinderschutz. Sie sitzen im vierten Stock eines heruntergekommenen Gebäudes aus den Sechzigern. Das Spielzeug, das in ihren Büros ausliegt, haben sie selbst bezahlt, die Computer, die seit letztem Jahr dort stehen, sind immer noch nicht mit dem Internet verbunden. »Was ham wa heute?«, fragt Michael Mahler, der Kinderschutzkoordinator, der gerade aus der Reha wieder da ist.

...

So wie Fritsch denken viele. In Deutschland arbeiten gerade rund 600 Jugendämter daran, sich zu verschlanken, und fast alle suchen ihr Heil in der Privatisierung, in standardisierten Abläufen und Checklisten. Man ahnt, dass die meisten dieser Ideen Sparvorschläge sind im Gewand der Modernisierung, und vielleicht muss die Gesellschaft eine grundsätzliche Antwort finden auf die Frage, wie viel ihr der Schutz von Kindern wert ist. Wollen wir eine sensible, staatliche Aufgabe wie den Kinderschutz outsourcen? Die Zeit ist das wichtigste Kapital eines Sozialarbeiters, und es bleibt die Frage, wie weit sich die Arbeit an menschlichen Schicksalen rationalisieren lässt. Die Vernachlässigung eines Kindes ist eben nicht so einfach zu diagnostizieren wie ein Oberschenkelhalsbruch.

»Was ist mit den Leuten, die nur kleine eitrige Wunden haben?«, fragt eine Sozialarbeiterin. »Auch die können schnell tödlich sein, wenn wir sie nicht behandeln.« – »Schon klar«, sagt Fritsch. »Aber wir reden heute nicht über Prävention, es geht um Ihre Überlastung.« Dann stellt er vor, was er bis zum Sommer umsetzen will. Er möchte, dass einfache Fälle wie Umgangsfragen, Sorgerechtsregelungen und Hilfen zur Berufsausbildung von Mitarbeitern aus anderen Bereichen der Behörde übernommen werden. Zurzeit, sagt er, entwickle eine Unternehmensberatung ein Modell, wie die Abläufe noch effizienter werden könnten. Die Firma kostet eine viertel Million Euro.

Plötzlich ist es ganz still. Es ist, als wüssten die Sozialarbeiter nicht, was sie von alldem halten sollen. Man fragt sich, ob sie noch depressiv sind oder ob sie ihren Tod schon angenommen haben.

Einerseits bedeuten diese Pläne in der Tat weniger Arbeit, aber andererseits wird diese Arbeit dann fast ausschließlich auf Krisenfälle reduziert. Das Jugendamt wird wieder zur Eingreifbehörde. Dreißig Jahre lang hat Wörsdörfer dafür gekämpft, der nette Mann vom Jugendamt zu sein, aber jetzt sieht es so aus, als sei alles vergeblich gewesen. Das Vertrauen, das die Sozialarbeiter sich in den letzten Jahren mühevoll erworben haben, würden sie verlieren, wenn die Leute wieder glaubten, dass sie nur ausrückten, um ein Kind zu holen. Die Zahl der Eltern, die sich freiwillig bei ihnen meldeten, würde wieder weniger. Es wird wahrscheinlicher, dass das Jugendamt noch weniger als bisher mitbekommt, wenn irgendwo ein Kind bedroht ist.

Draußen vor der Tür blühen die japanischen Kirschblüten. Wörsdörfer schließt sein Rennrad auf, dann schwingt er sich auf den Sattel und steuert seinem Amt entgegen, wo drei To-do-Listen auf ihn warten. Übernächste Woche geht er in Urlaub. Sollte er irgendwann nicht mehr können, hat Wörsdörfer einmal gesagt, dann werde er sich auf den Balkon stellen, seine Akten verbrennen und dazu laut Guantanamera singen. Das ist seine Exit-Strategie. »Andere«, sagt er, »wurden schon für weniger frühpensioniert.«

* Namen der Klienten geändert

 

 

http://www.zeit.de/2008/22/Jugendamt

 

 


 

 

 

 

Jugendämter

"Alle murksen vor sich hin"

© Thomas Rabsch

Ein bisschen bunt und ganz viel trist: auf dem Flur im Bielefelder Amt für Jugend und Familie

Von Walter Wüllenweber

Stirbt wieder mal ein Kind - verhungert, von den Eltern getötet -, dann fragen wir uns: was machen die eigentlich im Jugendamt? 600 Ämter gibt es, doch keines ist organisiert wie das nächste. Ob ein Kind in Not zuverlässig Hilfe bekommt - Glückssache. Und Familienbetreuung, eine der sensibelsten Aufgaben des Staates, ist komplett privatisiert.

Ohne die Farbtupfer würde man es gar nicht merken. Ausgerechnet die lustigen, bunten Muster verraten: Dies ist kein fröhlicher Ort.

Rathaus Bielefeld, vierter Stock, Flur F. Die Bürotüren führen zu ganz normalen deutschen Amtsstuben. Auf der Fensterbank steht der Kaktus. Daneben röchelt die Kaffeemaschine. Das hinterlässt die üblichen Spuren: pizzagroße, braune Flecken auf blassgrünem Teppichboden. Hier könnte das Bauamt sein oder das Liegenschaftsamt. Doch oben auf dem Aktenschrank liegen sie, die leuchtend bunten Arbeitsgeräte dieser Staatsdiener: Kindersitze.

Dies ist das Jugendamt. Wenn die Kindersitze vom Schrank geholt werden, erleben die Mitarbeiter ihre dramatischsten Augenblicke. Dann holen sie ein Kind aus seiner Familie, um es zu Pflegeeltern zu bringen oder in ein Heim. Manchmal wehren sich die Eltern. Mit Händen und Füßen. Klammern sich mit einem Arm an den Türrahmen und mit dem anderen um das Kind. Aber das ist selten. Meistens sind die Eltern einverstanden. Oft lassen sich die Kinder einfach so an die Hand nehmen und verlassen grußlos ihr altes Leben. Die Wohnungstür wird hinter ihnen geschlossen. Die Kinder folgen den Fremden die Treppe hinunter, auf den Parkplatz, zum Auto und lassen sich auf dem Kindersitz festschnallen. "Wenn keiner weint, die Eltern nicht und die Kinder nicht, das ist das Allerschlimmste", sagt Herbert Oberst, Teamleiter im Jugendamt Bielefeld.

 

...

Heft 19/2008

http://www.stern.de/panorama/:Jugend%E4mter-Alle/619924.html

 

 


 

 

 

Mutter stürzte sich mit Tochter in den Tod

36-Jährige sprang mit ihrem dreijährigem Kind von Hochhaus in Potsdam Oberbürgermeister will klären, ob die Familie vom Jugendamt betreut wurde

Von Henri Kramer und Sabine Schicketanz

Familientragödie in Potsdam: Eine 36-jährige Frau hat sich gestern Morgen im Wohngebiet Schlaatz mit ihrer dreijährigen Tochter aus einem Hochhaus gestürzt. Die Frau war sofort tot. Das Kind wurde von einem Notarzt reanimiert, starb jedoch wenig später ebenfalls.

Nach Angaben der Polizei war die 36-Jährige am Morgen mit ihrer Tochter von ihrer Wohnung im Stadtteil Waldstadt in die Straße Schilfhof am Schlaatz gefahren. Von einem Balkon im 14. Stock eines der beiden 15-stöckigen Hochhäuser sprang sie mit dem Kind in die Tiefe. Eine Zeugin hatte den Sturz der beiden Menschen auf ein kleines Vordach gesehen und kurz nach acht Uhr Polizei und Rettungskräfte alarmiert, die mit mehreren Einsatzwagen an dem Hochhaus vorfuhren. Doch für Mutter und Tochter kam jede Hilfe zu spät.

Die 36-jährige, verheiratete Frau habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, sagte Polizeisprecherin Angelika Christen. Zum Inhalt machte sie keine Angaben. Die Potsdamerin sei der Polizei aber bereits von einem Suizidversuch im August 2007 bekannt gewesen. Damals soll sie mit ihrer Tochter im Auto losgefahren sein und ihrem Mann per SMS angekündigt haben, von einem Hochhaus zu springen. Polizisten konnten sie damals jedoch in einer der oberen Etagen eines Hauses orten und die Tat in letzter Minute verhindern. Nach dem Selbstmordversuch sei die 36-Jährige in psychiatrischer Behandlung gewesen. Offenbar litt sie unter Depressionen.

Ob das Potsdamer Jugendamt über den ersten Suizidversuch informiert worden ist und die Familie betreut hat, soll „kurzfristig geprüft werden“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Er habe veranlasst, dass untersucht werde, ob die Familie in der Verwaltung bekannt gewesen sei und „wenn ja, ob es Hilfsangebote gegeben hat“.

Nach Informationen des Tagesspiegels hatte die Frau keine weiteren Kinder. Jakobs drückte sein „größtes Bedauern“ aus, den Angehörigen gelte sein tiefstes Mitgefühl. Er hoffe, dass die Staatsanwaltschaft anhand ihrer Ermittlungen die Hintergründe schnell aufklären kann. Nach Angaben der Polizei werde zunächst die Kriminalpolizei ein Ermittlungsverfahren zum Todesfall einleiten.

Am Ort des tragischen Geschehens kamen gestern Nachmittag immer wieder Bewohner der umliegenden Häusern zusammen. Oft wurde gefragt, ob die Frau und das Kind aus der Nachbarschaft kamen. Am Vordach des Hochhauses hat die Wucht des Aufpralls der beiden eine tiefe Delle hinterlassen. „Das ist jetzt schon das dritte Mal hier passiert“, sagte ein Anwohner – und er wohne erst wenige Jahre in einem der zwei hohen Gebäude. In die beiden Häuser zu gelangen, ist offenbar nicht schwierig. Zudem sind die Türen ungesichert, die zu den gemeinschaftlich genutzten Balkonen auf jeder Etage führen. Von einem dieser Balkone soll gestern auch die 36-Jährige gesprungen sein.

Im Jahr 2006 haben sich in Potsdam laut dem jüngsten Statistischen Jahresbericht der Stadtverwaltung zehn Menschen das Leben genommen – sieben Männer und drei Frauen. Die Zahlen variieren jedoch von Jahr zu Jahr stark. So töteten sich im Jahr 2005 laut Statistik 21 Potsdamer selbst, 2003 waren es sogar 28 – im Gegensatz zu zwölf Menschen im Jahr 2001. Vor allem Männer wählten den Freitod. Deutschlandweit liegt die Selbsttötungsrate laut statistischem Bundesamt bei 14 Personen je 100 000 Einwohner – damit liegt Potsdam über dem Durchschnitt. Generell gilt die Selbstmordrate in den neuen Bundesländern als deutlich höher im Vergleich zum Gebiet der alten Bundesrepublik.

 

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 06.05.2008)

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Schon wieder eine Mutter, die verzweifelt über die böse Welt und insbesondere über die bösen Männer und Väter mit ihrem Kind in die Freiheit des lieben Gottes gesprungen ist.

 

Vielleicht bietet man auf Grund der guten Erfahrungen mit der preisgünstigen Entsorgung von Kindern im Jugendamt Potsdam Kurse für Mütter an.

Lektion 1: Exkursion zu verschiedenen Hochhäusern in Potsdam

Lektion 2: Kletterübungen ohne Kind am Balkon (Sozialarbeiterin vom Jugendamt sichert mir Seil)

Lektion 3: Kletterübung mit Kind am Balkon (Sozialarbeiterin vom Jugendamt sichert mir Seil)

Lektion 4: Probespringen ohne Kind aus der 1. Etage (drei Sozialarbeiterin vom Jugendamt fangen auf)

Lektion 5: Probespringen mit Kind aus der 1. Etage (fünf Sozialarbeiterin vom Jugendamt fangen auf)

Lektion 6: Vorbereitung der Beerdigungsformalitäten, einschließlich Aussuche eines passenden Kindersarges.

Lektion 7: Erhöhung des Schwierigkeitsgrades. Springen mit und ohne Kind aus der zweiten Etage (Sozialarbeiterin vom Jugendamt springt mit)

Lektion 8: Springen mit und ohne Kind aus der zweiten Etage ohne Begleitung der Sozialarbeiterin

Finale: Springen mit Kind aus der 14. Etage des Hochhauses (Sozialarbeiterin vom Jugendamt filmt den Flug für die Hinterbliebenen und zur Falldokumentation für den Landungsrechnungshof)

 

Nachbereitung 1: Einsammeln der Reste von Mutter und Kind durch das Potsdamer Grünflächenamt

Nachbereitung 2: Kostenrechung an nichtsorgeberechtigten Vater zur Begleichung der Kosten für die Fachleistung des Jugendamtes und der Beerdigung von Mutter und Kind auf dem Waldfriedhof von Kleinmachnow

 

 

 


 

 

 

Jugendamt besorgt: Mütter überfordert

 

Von unserem Redakteur Thorsten Karbach | 22.04.2008, 18:00

Aachen. Wenn es um die Hilfen zur Erziehung geht, dann hat Brigitte Drews Sorgenfalten auf der Stirn. Denn bei der Unterstützung von Müttern und jungen Familien herrscht massiver Bedarf, das Jugendamt rechnet mit Mehrausgaben von mindestens einer Million Euro.

Vorsichtig geschätzt. Und das bei ohnehin schon 20 Millionen Euro im städtischen Haushalt. Jugendamtsleiterin Brigitte Drews wird am Dienstag, 29. April, (Verwaltungsgebäude Mozartstraße, 17 Uhr) im Kinder- und Jugendausschuss davon berichten.

«Die Tendenz haben wir 2007 schon gesehen», sagt Drews. Lag die Zahl der Meldungen zur Kindeswohlgefährdung 2006 noch bei 480, waren es 2007 bereits 760. Einerseits greifen hier neue Meldemechanismen wie eine zentrale Telefonnummer, andererseits sagt Drews aber auch: «Die Zahl der Familien, die Hilfe benötigen, nimmt zu. Auch die der Selbstmelder.»

Deswegen rechnet die Stadt bei der sozialpädagogischen Familienhilfe mit einer Zunahme der Ausgaben um rund 23 Prozent und bei den Mutter-Kind-Gruppen um gar fast 36 Prozent. Genau hier wird ein großes gesellschaftliches Problem deutlich: «Es sollen ja mehr Kinder geboren werden, aber es wird klar, dass viele junge Mütter wenig darüber wissen, wie sie mit einem Kind umgehen müssen», sagt Drews.

Es sind insbesondere minderjährige oder gerade erst volljährige Mütter, die das Jugendamt Alarm schlagen lassen. Viele seien auf sich alleine gestellt, bräuchten dringend Hilfestellung. «Wir sprechen von einer Generation, die Trennung und Scheidung erlebt hat», so Drews.

Für diese Mütter und ihre Kinder gibt es die Mutter-Kind-Gruppen, bei denen das Jugendamt mit dem Jugendhilfezentrum Burtscheid zusammenarbeitet. Dort gibt es im Stammhaus eine Wohngruppe, eine weitere in einem neuen Haus sowie betreute Apartments und ambulante Hilfen. Zehn Mütter werden in den Wohngruppen, vier in den Apartments versorgt. Doch weitere zehn stehen auf der Warteliste. «Wir haben einen riesigen Bedarf», sagt der Leiter des Jugendhilfezentrums Udo Wilschewski.

Der Hintergrund, so die pädagogische Leiterin der Mutter-Kind-Gruppen, Cornelia Wilschewski, sei geradezu erschreckend: «Ich erlebe wenig Aufklärung. Diese jungen Frauen gehen zur Schule, haben aber keine Ahnung von Verhütung», sagt sie. «Oft wird mit einem Kind auch eine familiäre Leere gefüllt.»

Das Jugendamt will dem entgegenwirken. «Wir werden an unseren präventiven Angeboten arbeiten», sagt Brigitte Drews. Und sie fügt hinzu: «Das Thema wird sich morgen nicht erledigt haben.»

www.az-web.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=498877

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Das sogenannte Jugendamt, von dem man weiß, dass es eigentlich ein Mütteramt ist, ist mal wieder besorgt über die angeblich überforderten Mütter. Überforderte Mütter sind Opfer, sie werden nämlich überfordert - aber von wem? Die Kinder können es nicht sein, denn Kinder sind keine Täter, die die armen Opfermütter überfordern. Also bleiben nur noch die Väter übrig, die die Mütter überfordern. Daher muss zu jedem Mütterbesorgungsprogramm auch ein Antiväterprogramm aufgelegt werden. Was geht da besser, als im Jugendamt ein Projekt mit dem schönen Titel "Umerziehungsprogramm für Väter - in fünf Wochen zum jugendamtskonformen Vater" zu starten.

 

 

 


 

 

 

Frau (39) sticht auf Angestellte ein

Messer-Attacke im Bezirksamt Eimsbüttel!

Es ist 16 Uhr, als aus einem Raum im 6. Stock des Bezirksamtes Eimsbüttel am Grindelberg Schreie dringen...

Kurz darauf schleppt sich eine Angestellte (55) heraus. Sie blutet, hat in beiden Oberschenkeln und am Oberarm Stichverletzungen. Es besteht Lebensgefahr. Die Mitarbeiterin des Jugendamtes kommt sofort ins Krankenhaus.

Messer-Attacke im Bezirksamt Eimsbüttel! Was war genau passiert?

Die Täterin, eine 39-jährige Frau, hat einen Termin beim Jugendamt. Mit dabei: ihre 18-jährige Tochter. Es geht aber um das Sorgerecht für ihre zweite Tochter (4 Jahre), die nicht vor Ort ist. Es kommt zum Streit, in dessen Verlauf die Mitarbeiterin des Jugendamtes mit einem Messer attackiert wird. Die Klinge ist 20 Zentimeter lang.

Trotz der Verletzungen gelingt der Angestellten die Flucht, die Täterin verschanzt sich mit ihrer Tochter in einem Nebenraum.

Inzwischen ist auch die Polizei vor Ort, sperrt den Gebäudekomplex ab. Eine Psychologin wird gerufen, die Feuerwehr baut ein Sprungtuch auf.

Die 39-Jährige wählt den Notruf 110, will sich stellen. Polizisten fordern sie auf, sich auf den Boden zu legen. Um 17.29 Uhr greift das MEK ein, nimmt die Täterin fest. Auch ihre 18-jährige Tochter wird in Gewahrsam genommen.

03.04.2008

http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/04/03/geiselnahme-eimsbuettel/messerattacke-im-bezirksamt,geo=4178298.html

 

 

Kommentar Väternotruf:

Ja, ja, so kann es Mitarbeiter/innen des Jugendamtes gehen, wenn Sie sich mal nicht an die Vorgaben von Müttern halten. Das eher wenige Mütter mit dem Messer oder anderen Gerätschaften auf Jugendamtsmitarbeiter/innen einstechen, ist im wesentlichen der in den meisten deutschen Jugendämtern herrschenden mütterparteilichen Arbeitsweise  der Jugendamtsmitarbeiter/innen geschuldet. Mit wahrer Engelsgeduld wird von Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg bis hoch nach Flensburg an der Ostsee Müttern jeder Wunsch an den Augen abgelesen, noch ehe ihn die Mutter nur gedacht hat. Stiefellecken bei Müttern ist eine Spezialität vieler Jugendamtsmitarbeiter/innen, abgesegnet von ganz oben, vom Bundesverfassungsgericht

Präsident Prof. Dr. Papier

BVR'in Jaeger

BVR'in Prof. Dr. Haas

BVR Dr. Hömig

BVR Prof. Dr. Steiner

BVR'in Dr. Hohmann-Dennhardt

BVR Prof. Dr. Hoffmann-Riem

BVR Prof. Dr. Bryde

 

Urteil des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. Januar 2003 - 1 BvL 20/99 und 1 BvR 933/01

Kein Wunder, wenn eine Mutter sofort ausrastet, wenn ihr mal im Jugendamt nicht schnell genug die Stiefel geleckt werden und sich eine Jugendamtsmitarbeiterin erdreistet, die gewohnte mütterliche Anspruchshaltung nicht nicht sofort zu bedienen.

Damit muss jetzt Schluss sein. Väternotruf fordert daher die Aufstellung von Stiefelleckautomaten für Mütter in jedem deutschen Jugendamt. Damit sich kein/e Jugendamtsmitarbeiter/in mehr die Zunge dreckig machen muss. Denn schließlich brauchen wir all diese wichtigen Jugendamtsmitarbeiter/innen ganz dringend, um die aufmüpfigen deutschen Väter im Zaum zu halten, die ganz frech gleiche Rechte für ihre Kinder fordern und noch nicht einmal davor zurückschrecken, sich über deutsche Jugendamtsmitarbeiter/innen lustig zu machen.

 

 


 

 

Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Geheimhaltung des Vornamens

Arbeitnehmer haben keinen Anspruch darauf, dass ihr Vorname vom Arbeitgeber geheim gehalten wird. Das entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein (Urteil vom 23. Januar 2008, AZ: 3 Sa 305/07) und wies damit die Klage einer Sachbearbeiterin im Jugendamt zurück. Die Klägerin hatte für sich eine Ausnahmeregelung von einer Dienstanweisung verlangt, die für alle Mitarbeiter die Angabe von Vor- und Nachnamen auf Schreiben der Behörde und in der E-Mail-Adresse vorschreibt. Die beklagte Behörde verwies hingegen darauf, dass die Nennung der Vornamen einen Beitrag zu mehr Transparenz und einem bürgerfreundlichen Auftritt leisten solle.

 

Zu den Aufgaben der Klägerin zählt unter anderem, Verdachtsfällen von Kindesmisshandlungen oder Verwahrlosung nachzugehen und notfalls Kinder aus ihren Familien herauszunehmen und anderweitig unterzubringen. Um ihre Privatsphäre zu schützen, ist die Klägerin weder im Telefonbuch noch im Internet aufzufinden. Zudem hat sie beim Einwohnermeldeamt eine Auskunftssperre einrichten lassen. Durch die Dienstanweisung sah die Klägerin ihre Anonymität gefährdet. Eltern könnten über ihren Vornamen auch ihre Adresse herausfinden und sie belästigen oder sogar tätlich angreifen, argumentierte die Sachbearbeiterin.

 

Die Richter folgten diesen Bedenken nicht. Im vorliegenden Fall wiege das Direktionsrecht des Arbeitgebers schwerer als der Schutz der Privatsphäre. Denn nach allgemeinem Rechtsempfinden sei der Vorname einer Person nicht geheim. Etwas anderes gelte nur dann, wenn die Nennung des Vornamens die Sicherheit der Betroffenen gefährde. Dafür gebe es aber hier keine Anhaltspunkte. Wer den Wohnort der Klägerin herausfinden wolle, müsse sie auf dem Heimweg verfolgen, Kollegen ausfragen oder ähnliche Ermittlungen anstellen. Diese Möglichkeiten bestünden jedoch unabhängig davon, ob der Vorname bekannt sei.

20.03.2008 

http://www.live-pr.com/arbeitnehmer-haben-keinen-anspruch-auf-r1048186491.htm

 

 

 

 


 

 

Notfall „Kindeswohl“ - Ein Jugendamt gewährt Einblick

 

http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/programmhinweise/fernsehen/2008/08/20080820_menschen_hautnah.phtml

 

WDR Fernsehen, 20.08.2008, 22.30 - 23.15 Uhr

Wiederholung: 22.08.2008, 14.15 Uhr, im WDR Fernsehen

"Menschen hautnah": Notfall „Kindeswohl“ - Ein Jugendamt gewährt Einblick

Ein Film von Peter Schran

Jahrzehntelang haben sich die Jugendämter in Deutschland gegenüber den Medien abgeschottet und sich der öffentlichen Kontrolle weitgehend entzogen. Das Kreisjugendamt des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems hat jetzt mit dieser unseligen Tradition gebrochen. Ein Filmteam des SWR konnte drei Monate lang die aufreibende Arbeit der Mitarbeiter begleiten. Das ist ein mutiges Signal in einer Zeit, in der immer neue Todesfälle als Folge von Kindesmisshandlung die Öffentlichkeit erschüttern und Berichte über Kinderelend an der Tagesordnung sind.

Experten schätzen, dass jährlich mehr als 100.000 Kinder unter zehn Jahren von ihren Eltern misshandelt oder vernachlässigt werden. Und sie gehen davon aus, dass die Straftaten an Kindern in den letzten Jahren um 50 Prozent gestiegen sind. Deutschland befindet sich offenbar im Erziehungsnotstand. "Wenn ich von neuen Todesfällen lese", sagt eine Jugendamtmitarbeiterin in Bad Ems, "denke ich immer: Gott sei Dank - das war nicht mein Bezirk!" Und ein Kollege ergänzt resigniert: "Todesfälle können auch hier passieren - jederzeit! Wir sind leider nicht allmächtig!" Immer wieder stehen die Spezialisten des Jugendamts vor einem Dilemma: Entscheidungen für das Kindeswohl sind oft Entscheidungen gegen das Elternrecht. Jede Fehleinschätzung gefährdet ein Kinderleben.

Viele Familien kennen die Sozialpädagogen seit Jahren - "Stammgäste, bei denen es ab und zu hochkocht". Doch heikel wird es, wenn ständig neue Notfälle den Arbeitsplan durcheinander werfen, wie im Fall der Familie G.: Die alleinerziehende Mutter muss ins Gefängnis. Aus Angst vor den Behörden sind sieben von elf Kindern in der Gegend von Koblenz untergetaucht. Jetzt müssen die Mitarbeiter schnell reagieren. Aber wie? Parallel zu den wachsenden Belastungen hat die Politik seit Jahren die finanziellen Mittel gekürzt.

Redaktion: Wiel Verlinden / WDR

Eva Witte / SWR

 

(Erstsendung: 12.03.2008 - 23.30 Uhr - ARD/SWR)

 

 


 

 

 

10. März 2008

Trennungsberatung wird ausgelagert

Rhein-Pfalz-Kreis | 10.03.2008

Rhein Pfalz Kreis - Die Trennungs- und Scheidungsberatung für Paare aus dem Rhein-Pfalz-Kreis findet vom 15. März an nicht mehr beim Jugend- und Sozialamt der Kreisverwaltung statt, sondern beim Diakonischen Werk Pfalz in Ludwigshafen, Falkenstraße 19.

 

Wie Landrat Werner Schröter erläutert, haben Mütter und Väter, die für ein Kind oder einen Jugendlichen zu sorgen haben oder tatsächlich sorgen, einen Anspruch auf Beratung in Fragen der Partnerschaft. Ebenso stehe ihnen eine Beratung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts zu. Beide Beratungsleistungen könnten sowohl von Beratungsstellen als auch vom Jugendamt erbracht werden. „Von dieser Wahlmöglichkeit haben wir nun Gebrauch gemacht,“ so Landrat Schröter, „denn mit diesem freien Träger steht uns ein kompetenter und verlässlicher Partner für die Wahrnehmung dieser anspruchsvollen Beratungstätigkeit zur Verfügung.“ Ab dem eingangs genannten Termin bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialdienstes also keine Beratungen auf dem Gebiet der Trennungs- und Scheidungsberatung und des Umgangsrechts mehr an. Ebenso werden auch die damit verbundenen familiengerichtlichen Stellungnahmen an die neu geschaffene Stelle für die Trennungs- und Scheidungsberatung beim Diakonischen Werk Pfalz abgegeben. Für Terminvereinbarungen ist die Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Diakonischen Werkes Pfalz unter Telefon 0621/510-605 erreichbar. Die Ansprechpartnerinnen dort heißen Petra Michel und Dunja Wekerle.

http://www.luaktiv.de/scripts/cms_lu_aktiv/news.php?id=6977

 

 

Kommentar Väternotruf:

Ein sicher längst überfälliger Schritt einen sensiblen und datenschutzrelevanten Bereich wie den der bisher kommunal wahrgenommenen Trennungs- und Scheidungsberatung aus der Zuständigkeit des Landkreises in den einen freien Trägers abzugeben, sprich diesem freien Träger die erforderlichen finanziellen Mittel anzubieten, die eine kostenlose Beratung ermöglicht.

Ansonsten steht es ohnehin jedem frei sich auch woanders gute Beratungen zu holen, die aber - wenn sie gut sein soll - oft auch gutes Geld kostet.

 

 


 

 

 

Geschlechterparität in deutschen Jugendämtern Fehlanzeige

 

Marina Bauer - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Helmut Bergwinkel - Mitarbeiter Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Elke Dürr - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Beate Frank - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Elisabeth Gindert - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Günther Hänle - Mitarbeiter Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Daniela Hufnagl - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Monika Hufnagl - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Angelika Kiermeier - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Renate Kramer - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Elisabeth Krcek - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Carolin Kufer - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Christa Kunath - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Nele Langelüddecke - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Christine Lepsy - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2007, 2008)

Anette Lhotzky - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Manfred Liesaus - Mitarbeiter Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Karin Mayr - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Michaela Moser - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Daniela Petzold - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Karin Pröbstl - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Tatjana Reiner - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Anna Rohrmoser - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Susanne Schaffer - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Heike Scharrer - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Monika Spindler - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Brigitte Wagner - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Angelika Wenhuda - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Jürgen Wolny - Mitarbeiter Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

Evelyn Zartner - Mitarbeiterin Jugendamt Pfaffenhofen (2008)

 

4 männliche Mitarbeiter, 26 weibliche Mitarbeiterinnen. Geschlechterparität nach Gender-Mainstream geht im Jugendamt Pfaffenhofen wie in fast allen deutschen Jugendämtern gegen 0. Nur die Amtsleitung ist überwiegende männlich besetzt.

 

Jugendamt Pfaffenhofen

 

 

 


 

 

Fall Lea-Sophie: Jugendämter ohne Kontrolle, Druck auf Behörden

24. November 2007 | 00:15 Uhr | von Christopher Schäfer

Schwerin - Sparen die Kommunen im Lande ihre Jugendämter zu Tode? Brauchen die Behörden eine stärkere Kontrolle von oben? Anhaltspunkte für übertriebene Sparmaßnahmen im Jugendamt lieferte dieser Tage Schwerin: Die um 25 Prozent geschrumpfte Mitarbeiterschaft soll sich hier um dieselbe Fallzahl kümmern wie vor einigen Jahren. Ähnlich dürfte es auch in den anderen Kreisen und Städten des Landes aussehen. "Wenn gespart wird, dann zuerst in den Jugendämtern", beklagt Werner Freigang, Professor für Sozialpädagogik an der Hochschule Neubrandenburg.

Die kommunale Selbstverwaltung garantiert den Kommunen völlige Unabhängigkeit in der Jugendarbeit. Läuft etwas schief, halten dafür letztlich Landräte und Oberbürgermeister ihren Kopf hin. Lediglich das Innenministerium besitzt eine Rechtsaufsicht, die aber auf Hinweise und Ratschläge beschränkt ist. Ein Personalschlüssel ist in keinem Gesetz vorgeschrieben. Sparen bis zum Letzten ist möglich, oft bis zur personellen Schmerzgrenze.

Auch qualitativ scheint in den Jugendämtern einiges im Argen zu liegen. Studierte Sozialpädagogen seien "unbedingt nötig", aber nicht die Regel, sagt Freigang. Häufig seien nach der Wende Krippenerzieher kurzerhand umgeschult und ins Jugendamt versetzt worden.

Dabei ist gerade hier Weiterbildung wichtig: "Je weniger Grundqualifikation Mitarbeiter haben, desto wichtiger werden die Zusatzangebote", betont Freigang. Jugendämter entsenden ihre Mitarbeiter so gut wie gar nicht zu Weiterbildungen.

Die Leiterin des Weiterbildungszentrums "Schabernack" in Güstrow, Dr. Susanne Braun wird noch deutlicher: "Von 200 Teilnehmern, die unsere sieben Kurse zum Thema Kindeswohlgefährdung besuchen, kommt genau einer vom Jugendamt."

Im Parchimer Jugendamt beschreibt Sachgebietsleiterin Monika Thieß die Situation gar als dramatisch. Ihre Mitarbeiter würden "bis zum letzten kreuchen", da das Pensum kaum noch zu bewältigen sei.

http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/111/fall-lea-sop.html

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Wer als Trennungsvater einmal die in Jugendämtern versammelte geballte Inkompetenz kennen lernen durfte, wird vielleicht zu der Überzeugung kommen, dass da auch Weiterbildung der Jugendamtsmitarbeiter nicht viel helfen wird, denn wie sagt der Volksmund: Dumm, bleibt dumm, da helfen keine Pillen.

Besser man entlässt mal ab und an einen der vielen unfähigen Jugendamtsmitarbeiter und stellt dafür neue engagierte und qualifizierte Mitarbeiter ein.

 

 

 


 

 

 

Geistig verwirrter Mann sorgt für Polizeieinsatz in Jugendamt

Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat in einem Essener Jugendamt für einen Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte der 33-Jährige am Freitagnachmittag seinen neunjährigen Sohn, der in pflegerische Obhut kommen sollte, nicht hergeben wollen und diesen so fest umarmt, dass der Junge zu ersticken drohte.

Den Polizisten gelang es schließlich, den Jungen ohne Verletzungen aus der Umklammerung zu befreien. Durch den Zwischenfall wurde das Mobiliar des Amtes zerstört. Der Mann kam nach ärztlicher Untersuchung in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik.

Stand vom 27.05.2007, 11:54 Uhr

http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2007/05/27/verwirrter_sorgt_fuer_polizeieinsatz___.jhtml

 

 

 

Kommentar Väternotruf:

Leider gibt es nicht nur geistig verwirrte Männer im Jugendamt, sondern auch nicht wenig geistig verwirrte Frauen, die dort als Sozialarbeiterinnen tätig sind und um die sich leider keine Polizei kümmert.

Vielleicht sollte man mal eine spezielle Schulung für Polizeibeamte anbieten mit dem Titel "Wie ich als Polizeibeamter geistig verwirrte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Jugendamt erkennen kann und was mit diesen sinnvoller Weise getan werden kann."

 

 

 


 

 

 

Liebe Aktiven im Dreieck von Männerforschung, -arbeit und -politik im Raum Berlin / Potsdam.

Anbei sende ich euch die

Einladung zum 5. "Fachtreffen Männer"

diesmal mit dem Schwerpunktthema 

"Jugendämter und ihre Bedeutung für Trennungs- und Scheidungsväter".

Referent ist Dag Schölper.

 

Ich bitte euch wie immer diese mail an eventuell Interessierte weiterzuleiten.

Ort und Zeit: Dienstag, 11. Mai 2004 19:00 - 21:30 Uhr

im Kreuzberger Stadtteilzentrum

Lausitzerstrasse 8, Berlin-Kreuzberg

(Anfahrt U-Bahn: U1/U15 Görlitzer Bahnhof;

Bus: 129 Spreewaldplatz)

 

Viele Grüße und einen guten Start in den Frühling

Klaus Schwerma

 

EU-Research Work Changes Gender

Dissens e.V.

Allee der Kosmonauten 67

D-12681 Berlin-Marzahn

Germany

fon +49.30.54 98 75-41

fax +49.30.54 98 75-31

http://www.dissens.de

http://www.work-changes-gender.org

klaus.schwerma@dissens.de

 

 

 


 

 

PRESSEINFORMATION

 

11.09.2003

Soeben erschienen:

Jugendamtsverzeichnis 2003

Verzeichnis deutscher Jugendbehörden

Mit der völlig überarbeiteten und um viele nützliche Angaben erweiterten Neuauflage des bewährten Nachschlageklassikers „Jugendamtsverzeichnis“ legt das Deutche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) eine aktualisierte Übersicht sämtlicher Jugendämter in der Bundesrepublik Deutschland vor. Unter Berücksichtigung vielfältiger organisatorischer Eigenheiten und unterschiedlicher Bezeichnungen für einzelne Arbeitsbereiche und Funktionen liefert das 366 Seiten starke Nachschlagewerk einen ebenso systematischen wie gebrauchsfreundlichen Überblick über Struktur und Aufbau der Jugendämter in Deutschland.

Zur besseren Orientierung wurde das „Jugendamtsverzeichnis 2003“ nach Bundesländern und dem Verwaltungssitz der jeweiligen Institution gegliedert. Ein gesondertes Ortsverzeichnis verweist auf das zuständige Bundesland. In den Länderrubriken finden sich auch Hinweise auf die entsprechenden Jugendministerien und Landesjugendämter. Allgemeine Informationen zu den einzelnen Jugendämtern sowie Angaben zur Amtsleitung und den verschiedenen Abteilungen erleichtern die Suche nach dem geeigneten Gesprächspartner. Die dazugehörigen Telefon- und Faxnummern und – soweit vorhanden – E-Mail-Adressen erlauben eine gezielte Kontaktaufnahme.

Erstmals liegt das Jugendamtsverzeichnis auch als CD-ROM vor.

BESTELLUNG:

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht

Postfach 10 20 20

69010 Heidelberg

Fax: 0 62 21/98 18-28

E-Mail: christa.kern@dijuf.de

 

Die Kosten betragen 22,50 EUR (für Nichtmitglieder: 36 EUR) zzgl. Versand. Als CD-ROM kostet das Verzeichnis je nach Nutzungsversion zwischen 25 und 375 EUR (für Nichtmitglieder: 39,50 bis 592,50 EUR) zzgl. Versand. Näheres unter Telefon 0 62 21/ 98 18-12.

 

 

 

 


 

 

"Zur Umsetzung des neuen Kindschaftsrechtes in der Arbeit von Jugendämtern - Ergebnisse einer Erkundungserhebung in Jugendämtern"

Prof. Dr. Bernd Seidenstücker, Darmstadt/Berlin

in: "Zentralblatt für Jugendrecht" 3/2001, S. 88-97

 

 

 


 

 

 

"1999: Ein Sozialarbeiter wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt - Ein Kurzbericht über einen Aufsehen erregenden Fall."

 

Gerhard Fiesler in: "SOZIALEXTRA" 7-8/2000, S. 12-23

 

Beschrieben wird der Fall einer alleinerziehenden Mutter, die gemeinsam mit anderen Beteiligten die dreijährige Tochter schwer misshandeln und diese daraufhin stirbt.

Der Artikel beleuchtet die speziellen Pflichten, die ein Jugendamtsmitarbeiter hat, um Schaden von den ihn anvertrauten Kindern abzuwenden.

Über den Vater des Mädchens erfährt man nichts in den Artikel. Auch nicht, ob er gegebenenfalls die Betreuung des Mädchens an Stelle der Mutter hätte übernehmen können. Obwohl das zuständige Jugendamt über die Gefährdung des Kindes informiert war, hat es keinen Sorgerechtsentzug für die Mutter beim Gericht beantragt. Eine Praxis, die andererseits der bundesdeutsche Staat, pauschal und ungeniert nach 1626a BGB allen Vätern nichtehelicher Kinder "angedeihen" lässt, wenn die alleinsorgeberechtigte Mutter diesen aus der elterlichen Sorge heraushalten will.

Makaber die Darstellung des Autors anhand eines fiktiven Falls, dass ein sorgeberechtigter Vater, der nichts tut, um sein in ein Schwimmbecken gefallenes Kind vor dem Ertrinken zu retten, sich auf Grund seiner "Garantenstellung", der vorsätzlichen Tötung schuldig macht. Ein nichtsorgeberechtigter Vater, der zufällig zur selben Zeit wie sein Kind im Schwimmbad ist, würde sich dagegen allenfalls wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar machen, genau so wie die anderen Badegäste.

12/2000

 

 


 

 

"Rechtsschutz gegen staatliche Erziehungsfehler. Das Vormundschaftsgericht als Erzieher."

Bäuerle/Pawlowski (Hg.), Nomos-Verlagsgesellschaft 1996, 122 S

 

 


 

 

 

Auf Wiedersehen im Himmel. Die Geschichte der Angela Reinhardt

Nach dem „Festschreibungserlass“ vom 17. Oktober 1939 lebte die damals fünf Jahre alte Angela Reinhardt mit ihren Eltern auf der Flucht in den Wäldern der Schwäbischen Alb. Ihr Vater hatte vorausgesehen, dass die erzwungene Registrierung die Sinti ihren Verfolgern ausliefern würde; das Auseinanderreißen der Familien und die Einweisung in Konzentrationslager wollte er den Seinen ersparen. Im Frühjahr 1940 wird die Familie von der Polizei verhaftet; auf dem Gesundheitsamt in Hechingen erstellt die „Zigeunerforscherin“ Eva Justin ein „Rassegutachten“. Noch einmal gelingt der Familie, der Vater ist inzwischen zur Zwangsarbeit im Straßenbau verpflichtet, die Flucht in die Wälder. Dort erfährt der Vater – es gibt einen Briefkasten in einer Baumhöhle, mit dem sich die im Versteck lebenden Sinti Nachrichten zu kommen lassen –, dass Angela von ihrer leiblichen Mutter, einer Deutschen, polizeilich gesucht wird.

Von da an lebte Angela in ständiger Angst: sie war es, die ihren Eltern weggenommen werden sollte, sie war es, auf die Jagd gemacht wurde. In der Nähe von Burladingen schließlich wurden die Reinhardts verhaftet: Während die Polizei Vater, „Herzensmutter“ und alle anderen Sinti abtransportierte, wurde Angela ihrer leiblichen Mutter übergeben. An Friedrichshafen, wo Erna Schwarz lebt, kann und will sich Angela nicht gewöhnen – nicht an die fremde Frau, nicht an die Schule, sie verweigert das Essen. Schließlich schaltet sich das Jugendamt ein. Sie kommt zunächst in ein katholisches Heim nach Leutkirch, wo sie sich nach und nach wohler fühlt. Doch die Sachbearbeiter im Stuttgarter Jugendamt hatten inzwischen das „Rassegutachten“ der Eva Justin auf dem Tisch und verfügten, dass Angela als „Zigeunermischling“ in die St. Josefspflege in Mulfingen eingewiesen wurde. Die St. Josefspflege war zu diesem Zeitpunkt Sammellager für alle württembergischen Sinti-Kinder, deren Eltern in Konzentrationslager deportiert worden waren und die nun als „Waisen“ galten. Angela war eine Ausnahme: sie hieß nun Angela Schwarz nach ihrer deutschen Mutter. Eines Tages erschien Eva Justin, die „Rote Frau“, in Mulfingen; für ihre Doktorarbeit führte sie rassistische Verhaltensexperimente durch.

Nach Abschluss dieser Experimente werden ihre Versuchsobjekte nicht mehr benötigt und im Mai 1944 zur Vernichtung nach Auschwitz gebracht. Es heißt, es geht auf einen „Ausflug“. Angela gehört nicht zu diesem Transport: „Meine Rettung verdanke ich einzig und alleine Schwester Agneta. Bis heute weiß ich nicht, warum ihre Wahl auf mich gefallen ist. Warum ausgerechnet ich? ... Ich wäre selbst so gerne mit gefahren ... Aber Schwester Agneta hat mich gesehen und hat mir gleich eine Ohrfeige gegeben. ‚Du gehörst nicht dazu!’, hat sie zu mir gesagt, ‚Sofort rauf in den Schlafsaal, in dein Bett, und lass dich ja nicht mehr blicken!’“ Schwester Agneta bringt Angela, nun zehn Jahre alt, zurück zu ihrer deutschen Mutter nach Friedrichshafen. Zwar ist die Mutter keine Anhängerin des Nationalsozialismus – sie hilft russischen Kriegsgefangenen –, doch wieder gibt es Konflikte u.a. mit einem Nazi-Lehrer und Angela kommt in ein Heim nach Donzdorf. Nach der Befreiung hört sie, dass „irgendwo am Bodensee Zigeuner leben“; sie verlässt heimlich das Heim, geht nach Friedrichshafen, arbeitet in einer Fabrik, macht sich mit einem Foto auf die Suche nach ihrem Vater. Wie durch ein Wunder findet sie ihn und die „Herzensmutter“.

Michail Krausnick: Auf Wiedersehen im Himmel. Die Geschichte der Angela Reinhardt. Würzburg: Arena, 2005

 

 


 

 

Links:

 

Der direkte Link zu allen Landkreisen 

http://www.kreisnavigator.de/

 

 

 

 


zurück