Väternotruf informiert zum Thema

Amtsgericht Usingen

Das Amtsgericht Usingen wurde zum 31.12.2011 aufgelöst. Die Zuständigkeiten für die Gemeinden Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen, Wehrheim wurden dem Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe und für die Gemeinden Schmitten und Weilrod dem Amtsgericht Königstein im Taunus zugewiesen.

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Amtsgericht Usingen

Weilburger Straße 2

61250 Usingen

 

Telefon: 06081 / 1028-0

Fax: 06081 / 1028-13

 

E- Mail: verwaltung@ag-usingen.justiz.hessen.de

Internet: www.ag-usingen.justiz.hessen.de

 

 

Internetauftritt des Amtsgerichts Usingen (12/2011)

Informationsgehalt: miserabel

Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: fehlt.

 

 

Bundesland Hessen

Landgericht Frankfurt/Main

Oberlandesgericht Frankfurt am Main

 

 

Direktor am Amtsgericht Usingen:  

Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Usingen: 

 

 

 

Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Hessen beschäftigen am Amtsgericht Usingen 31 Mitarbeiter/innen, davon 4 Richter/innen und eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.

Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Usingen: Usingen, Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Schmitten, Wehrheim, Weilrod.

Das Amtsgericht Usingen wurde zum 31.12.2011 aufgelöst. Die Zuständigkeiten für die Gemeinden Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen, Wehrheim wurden dem Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe und für die Gemeinden Schmitten und Weilrod dem Amtsgericht Königstein im Taunus zugewiesen.

 

 

Jugendamt im Amtsgerichtsbezirk:

Jugendamt Hochtaunuskreis

 

 

Väternotruf Usingen

August Mustermann

Musterstraße 1

61250 Usingen

Telefon: 06081 / ...

E-Mail:

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie interessante Gerichtsbeschlüsse zum Familien- und Kindschaftsrecht? Bei Interesse können wir diese hier veröffentlichen.

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Richter, Ergänzungspfleger, Verfahrensbeistände, Gutachter, Rechtsanwälte, Familienberater, Jugendamtsmitarbeiter/innen und andere Fachkräfte? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte im Amtsgerichtsbezirk

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Richter: 

 

 

Nicht mehr als Richter  am Amtsgericht Usingen tätig:

Anneliese Cromm (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1954) - Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main / 1. Familiensenat (ab , ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 03.03.1986 als Richterin am Amtsgericht Usingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 14.10.2002 als Direktorin am Amtsgericht Usingen aufgeführt.

Martin Gierke (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Richter am Amtsgericht Bad Homburg (ab , ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 31.03.1993 als Richter am Amtsgericht Usingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2012 unter dem Namen Martin Gierke nicht aufgeführt.  Amtsgericht Bad Homburg - GVP 05.02.2014: aufgeführt.

Wolfgang Sattler (Jg. 1937) -  Richter am Amtsgericht Usingen / Direktor am Amtsgericht Usingen (ab 26.01.2000, ..., 2002)  

Matthias Wolf (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richter am Amtsgericht Bad Homburg (ab , ..., 2012, ..., 2016) - im Handbuch 2000 und ab 02.02.1998 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Frankfurt am Main aufgeführt. Im Handbuch 2010 ab 02.10.2000 als Richter am zwischenzeitlich aufgelösten Amtsgericht Usingen aufgeführt. Im Handbuch 2012 ab 02.10.2000 als Richter am Amtsgericht Bad Homburg aufgeführt. Im Handbuch 2014 und 2016 ab 02.02.1998 als Richter am Amtsgericht Bad Homburg aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft.

 

Rechtspfleger:

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org 

Familienberatung Bad Homburg

überregionale Beratung

http://familienberatung-bad-homburg.de

 

Erziehungs- und Familienberatung 

a) in Freier Trägerschaft

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene Leistung

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr.

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Obergasse 25 

61250 Usingen

Telefon: 06081 / 14468, 2261

E-Mail: ebusingen@hochtaunuskreis.de

Internet: http://www.hochtaunuskreis.de

Träger: Landkreis

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Familienberatung, Jugendberatung, Krisenintervention

 

 

Beratungsstelle Bad Homburg  

Die Beratungsstelle Bad Homburg ist zuständig für Einwohner aus Oberursel, Friedrichsdorf und Steinbach.  

Ludwig-Erhard-Anlage, 1-5

61352 Bad Homburg  

Haus 5, 5. Stock  

Tel.: 06172 / 999-3900

E-Mail: ebbadhomburg@hochtaunuskreis.de

Internet: http://www.hochtaunuskreis.de/Beratungsstelle_EB-path-8,12,28,3547.print

Träger: Landkreis

 

Beratungsstelle Königstein  

Glashütten, Kronberg und Königstein, Schmitten  

Falkensteiner Straße 16

61462 Königstein  

Tel.: 06174 / 47 83 oder 75 36

E-Mail: ebkoenigstein@hochtaunuskreis.de

Internet: http://www.hochtaunuskreis.de/Beratungsstelle_EB-path-8,12,28,3547.print

Träger: Landkreis

Beratungsstelle Usingen  

Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Schmitten, Usingen, Wehrheim und Weilrod  

Hattsteiner Allee 33

61250 Usingen  

Tel.: 06081/ 58 56 310

E-Mail: ebusingen@hochtaunuskreis.de

Internet: http://www.hochtaunuskreis.de/Beratungsstelle_EB-path-8,12,28,3547.print

Träger: Landkreis

 

Verfahrensbeistände:

 

 

Rechtsanwälte:

 

Dr. Andreas Hübner

Rechtsanwalt und Mediator

Vilbeler Ldstr. 184

60388 Frankfurt am Main

Telefon 0049 (0)6109 - 501 084

Telefax 0049 (0)6109 - 501 085

Mobil: 0049 (0)178 444 333 6

 

 

Felicitas Jentsch-Klieve

Rechtsanwältin

Feldbergstraße 9a

61440 Oberursel (Taunus)

Felicitas Jentsch-Klieve: Für eine Entmoralisierung des Familienrechts - Zugleich Anmerkung zum Kammerurteil des EGMR in Sachen Zaunegger ./. Deutschland vom 3. 12. 2009 (Beschwerde-Nr. 22028/04), FPR Heft 9/2010 - http://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata/zeits/FPR/2010/cont/FPR.2010.H09.NAMEINHALTSVERZEICHNIS.htm

 

 

Heike Schleich

Rechtsanwältin

Bahnstr. 5

65779 Kelkheim (Taunus)

Tel.: (06195) 90 09 92

Fax: (06195) 90 09 93

 

 

Gutachter:

 

 

Betreuer:

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle im Amtsgerichtsbezirk

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de 

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus Usingen

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es in Usingen noch nicht, da die politisch und fachlich Verantwortlichen der Stadt an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch die Stadt einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus Usingen

 

 

 


 

 

Gerichtsschließung soll 377000 Euro im Jahr bringen

16.06.2010 - USINGEN

Befürchtungen eingetroffen: Amtsgericht wird auf Bad Homburg und Königstein aufgeteilt

(sam/bu). Die bösen Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Das Usinger Amtsgericht soll geschlossen werden. Dies teilte gestern Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) in einer Pressekonferenz in Wiesbaden mit.

Von den insgesamt 46 Amtsgerichten in Hessen werden fünf Amtsgerichte sowie zwei Zweigstellen von Amtsgerichten und die Außenstelle des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main in Lauterbach aufgelöst. Usingen ist einer der fünf Amtsgerichts-Standorte. Diese Maßnahme gehört zum Sparpaket des Justizministeriums, mit dem insgesamt 23,6 Millionen Euro eingespart werden sollen.

„Ein Restfünkchen Hoffnung habe ich noch“, reagierte gestern der Geschäftsführer des Amtsgerichts, Werner Achatz, auf die Hiobsbotschaft, mit der er schon gerechnet hatte. Die Mitarbeiter seien „äußerst betroffen“, meinte die Direktorin Anneliese Cromm. Sie hofft nun zum einen, dass sich die Politiker in Stadt, Kreis und Land für den Erhalt des Gerichts einsetzen. Außerdem kommt am Donnerstag der Staatssekretär des Justizministeriums, Rudolf Kriszeleit (FDP), ins Usinger Gericht. Bei diesem Besuch sollen die insgesamt 31 Mitarbeiter des Amtsgerichts zu Wort kommen. Bleibt es bei den bisherigen Plänen - der hessische Landtag will über sie nach der Sommerpause beraten - würden die Mitarbeiter an die Gerichte in Königstein und Bad Homburg aufgeteilt werden.

„Mit vier Richterstellen handelt es sich beim Amtsgericht Usingen um ein sehr kleines Amtsgericht“, heißt es in einer gestern vom Justizministerium veröffentlichten Presseerklärung zur Begründung der Schließung von Usingen. Derart kleine Amtsgerichte seien nach einer Bewertung des Hessischen Landesrechnungshofs als grundsätzlich wenig effizient anzusehen, weil sie verhältnismäßig hohe Betriebskosten verursachten und personalwirtschaftlich - etwa bei Krankheit oder Urlaub - schwierig zu handhaben seien. Die Mitarbeiter des Usinger Gerichts könnten „von den Amtsgerichten Bad Homburg und Königstein ohne weitere relevante, strukturelle Neukosten in den dortigen Räumlichkeiten aufgenommen werden“.

Das Usinger Gebäude könne „einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden“. Das Hahn-Ministerium bezieht sich beim Thema Vermarktung des denkmalgeschützten Alt-Gebäudes und seines modernen Anbaus im hinteren Bereich auf eine Einschätzung des Hessischen Immobilienmanagements.

Das Ministerium nennt konkrete Zahlen, die eingespart werden sollen: Bei einer Auflösung des Gerichts würden jährlich 377000 Euro gespart, diese Summe ergebe sich aus den laufenden Betriebskosten und einem effizienteren Personaleinsatz. Als Betriebskosten für Gebäude und IT-Netzwerkstrutur sind davon 179000 Euro angesetzt. Die im Usinger Gericht angeblich zu sparenden 377000 Euro machen gerade mal 1,6 Prozent der gesamten Sparsumme des Ministeriums von 23,6 Millionen Euro aus.

Kündigungen oder ähnliche Maßnahmen seien nicht vorgesehen. Im Einzelfall könne es Versetzungen oder Abordnungen in andere Geschäftsbereiche geben.

 

Die Zeiten ändern sich: Das Usinger Gericht soll bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen werden. Foto: Bugge

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/9029093.htm

 

 

Gerichtsschließung soll 377000 Euro im Jahr bringen

16.06.2010 - USINGEN

Befürchtungen eingetroffen: Amtsgericht wird auf Bad Homburg und Königstein aufgeteilt

„Ich bin mir bewusst, dass die Auflösung des Amtsgerichts Usingen für die betroffenen Bediensteten mit Belastungen verbunden ist. Sie müssen künftig in den rund 17 Kilometer beziehungsweise 28 Kilometer entfernten Standorten Bad Homburg und Königstein ihren Dienst verrichten. Ich will insoweit aber auch deutlich darauf hinweisen, dass Kündigungen oder ähnliche Maßnahmen nicht vorgesehen sind“, so der Staatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit, der die Entscheidung auch zu den anderen hessischen Gerichten in nahezu wortgleichen Erklärungen erläuterte. Die Umsetzung der Standortentscheidung werde sozialverträglich erfolgen. Das könne im Einzelfall auch eine Versetzung oder Abordnung in andere Geschäftsbereiche zur Folge haben, „wobei wir uns in jedem Einzelfall um eine individuell angemessene Lösung bemühen werden“.

Das Gerichtsgebäude in Usingen ist über 80 Jahre alt, es steht unter Denkmalschutz. Vor sieben Jahren wurden für eine Sanierung und einen Anbau 1,9 Millionen Euro investiert. Doch im Laufe der vergangenen Jahre wurde es sukzessive ausgedünnt: Es hat das Vereinsregister, das Handelsregister und die Insolvenzsachen nach Bad Homburg abgeben müssen.

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/9029093_1.htm

 

 

 

 

Usinger Amtsgericht droht die Schließung

11.06.2010 - USINGEN

Hessisches Justizministerium will 23.6 Millionen Euro und 60 Stellen einsparen - Justiz nicht mehr bürgernah

Dem Amtsgericht in Usingen droht (wieder einmal) die Schließung. „Es verdichten sich die Anzeichen, dass Usingen im Visier ist“, sagte gestern der Geschäftsführer Werner Achatz dem Usinger Anzeiger.

Es ist schon seit Längerem bekannt, dass dieses Jahr auch in der hessischen Justiz der Rotstift angesetzt wird. 23,6 Millionen Euro und 60 Stellen sollen im nächsten Jahr laut dem Justizministerium in Wiesbaden eingespart werden. In diesem Sommer will der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) die Streichliste bekanntgeben. Das Justizministerium war gestern für Informationen nicht zu erreichen.

Bei der Jahrespressekonferenz im Frühjahr waren die Direktorin Anneliese Cromm und der Geschäftsführer noch zuversichtlich gewesen, dass der Kelch auch dieses Mal am Usinger Amtsgericht mit seinen etwa 30 Mitarbeitern vorbeigehen wird. Doch mittlerweile ist die Angst gewachsen, dass Usingen auf der Liste stehen könnte. „Es herrschen mittlerweile doch ganz andere Sparzwänge“, sagte Cromm.

Es sei alles noch sehr spekulativ, meinte Achatz. Er rechne damit, dass in der nächsten Woche die Liste vom Justizministerium veröffentlicht werde. Soweit er gehört habe, sollen die betroffenen Amtsgerichte zum 1. Januar 2012 geschlossen werden. Das Usinger Gericht ist in den vergangenen Jahren sukzessive ausgedünnt worden: Es hat das Vereinsregister, das Handelsregister und die Insolvenzsachen nach Bad Homburg abgeben müssen. Ob bei einer Schließung generell das Bad Homburger Gericht für das Usinger Land zuständig wäre, ist unklar.

Achatz hat gestern eine Mail an Bürgermeister, Rechtsanwälte und Zeitungen im Usinger Land geschrieben. Darin steht, dass er unter anderem mit den Landtagsabgeordneten Frank Blechschmidt (FDP) und Holger Bellino (CDU) gesprochen habe. Diese Politiker wollten sich für den Erhalt des Usinger Amtsgerichts einsetzen.

Gegen eine Schließung sprächen mehrere Gründe. Achatz erwähnt etwa die in den vielen Jahrzehnten gewachsenen Strukturen des Gerichts. Viele Mitarbeiter würden im Hintertaunus wohnen und daher die örtlichen Gegebenheiten kennen. Das würde so manche Entscheidung deutlich erleichtern. Sehr häufig würden Termine unbürokratisch und sogar zu ungewöhnlichen Zeiten vereinbart, um den Interessen der Bürger gerecht zu werden. Bei einer Zusammenlegung zum Beispiel mit dem Amtsgericht Bad Homburg sei das nicht mehr möglich. Die Justiz sei dann nicht mehr bürgernah, sondern anonym. Für die Bürger hätte dies natürlich negative Auswirkungen.In vielen Bereichen, wie etwa bei den Familien- oder Grundbuchsachen, sei das Amtsgericht in Usingen schneller als der Landesschnitt. Auch gibt Achatz zu bedenken, dass der Anteil des Justizressorts am hessischen Gesamthaushalt mit etwa drei Prozent nur sehr gering sei. „In anderen Bereichen müssten deutlich mehr Möglichkeiten zu Einsparung vorhanden sein“, schreibt er.

Auch von anderer Seite - etwa vom Deutschen Richterbund - würden die Sparvorschläge massiv angezweifelt. Denn es stehe nicht fest, ob mit der Schließung von Gerichten überhaupt Geld gespart werden könne. Schließlich müssten etwa die Kosten für Anmietung und Umbauten gegengerechnet werden. Das Usinger Gebäude würde nach der Schließlung des Gerichts wohl leer stehen. „Eine Verwertung erscheint in Anbetracht der hiesigen Verhältnisse nahezu ausgeschlossen“, heißt es in der Mail.

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/9008899.htm

 

 

 

Usinger Amtsgericht droht die Schließung

11.06.2010 - USINGEN

Hessisches Justizministerium will 23.6 Millionen Euro und 60 Stellen einsparen - Justiz nicht mehr bürgernah

Für den Montagvormittag hat das Gericht zu einer Pressekonferenz eingeladen. Dabei sollen die Argumente gegen die Schließung noch einmal dargelegt werden. Teilnehmen werden nach Auskunft des Gerichts auch die Bürgermeister aus dem Usinger Land, die hiesigen Rechtsanwälte sind ebenfalls eingeladen.

Justizminister Hahn hatte in einer Rede im Frühjahr in Hünfeld zu den Sparplänen gesagt: „Wir wollen so wenig wie möglich verändern, um einen hohen Einsparbetrag zu haben.“ Es komme alles auf den Prüfstand, die Zahl der Richter sowie die Gebäude- und Technikkosten. Die hessische Justiz sei in einer guten Situation. Das Wehklagen sei „Jammern auf hohem Niveau“. Er verbuche es als Erfolg, dass sein Haus mittlerweile zehn Millionen Euro weniger einsparen müsse als zunächst gefordert. Ursprünglich habe die Summe bei 34 Millionen Euro gelegen.

Der Ministeriumsetat hat ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro. Im Kern geht es bei den Streichplänen darum, Verwaltungs- und Sozialgerichte zusammenzulegen und kleinere Amtsgerichte aufzulösen. Hahn verspricht sich davon Synergie-Effekte. „Wann geht ein Bürger denn schon mal zum Amtsgericht?“, meinte Hahn im Frühjahr. Kurze Wege wünschten sich doch wohl eher die Anwaltskanzleien.

 

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/9008899_1.htm

 

 

 

 

 


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