Väternotruf informiert zum Thema

Jugendamt Zollernalbkreis

Elterliche Sorge ist unkündbar. §1671 BGB abschaffen.


 

 

Zollernalbkreis

 

Landratsamt 

Hirschbergstraße 29

72336 Balingen

 

Telefon: 07433 / 92-01

Fax: 07433 / 92-1666

 

E-Mail: Post@Zollernalbkreis.de

Internet: www.zollernalbkreis.de

 

 

Internetauftritt des Zollernalbkreis (01/2014)

Visuelle Gestaltung: 

Nutzerfreundlichkeit: 

Informationsgehalt: 

Information zu Mitarbeitern und Leitungspersonal: 

 

 

Der Zollernalbkreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Landkreis Reutlingen und dem Landkreis Tübingen die Region Neckar-Alb im Regierungsbezirk Tübingen. Das Kreisgebiet grenzt im Norden an den Landkreis Tübingen, im Osten an die Landkreise Reutlingen und Sigmaringen, im Süden an den Landkreis Tuttlingen und im Westen an die Landkreise Rottweil und Freudenstadt.

 

Bundesland Baden-Württemberg

Städte und Gemeinden: 

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Städte

1. Albstadt (45.888)

2. Balingen (34.200)

3. Burladingen (12.709)

4. Geislingen (6.063) - Postleitzahl 72351 - nicht zu verwechseln mit Geislingen im Landkreis Göppingen

5. Haigerloch (10.856)

6. Hechingen (19.371)

7. Meßstetten (10.758)

8. Rosenfeld (6.571)

9. Schömberg (4.684)

 

Gemeinden

1. Bisingen (9.368)

2. Bitz (3.763)

3. Dautmergen (412)

4. Dormettingen (1.078)

5. Dotternhausen (1.881)

6. Grosselfingen (2.116)

7. Hausen am Tann (488)

8. Jungingen (1.464)

9. Nusplingen (1.853)

10. Obernheim (1.507)

11. Rangendingen (5.270)

12. Ratshausen (785)

13. Straßberg (2.669)

14. Weilen unter den Rinnen (630)

15. Winterlingen (6.659)

16. Zimmern unter der Burg (488)

 

 

Jugendhilfeausschuss des Zollernalbkreis

Mitglieder siehe unten

http://www.zollernalbkreis.de/,Lde/Startseite/Landkreis+_+Politik/Jugendhilfeausschuss.html

 

 

Jugendamt Zollernalbkreis

Kreisjugendamt

 

 

 

Zuständige Amtsgerichte:

Amtsgericht Albstadt

Amtsgericht Balingen

Amtsgericht Hechingen

 

 

Väternotruf Balingen

August Mustermann

Musterstraße 1

72366 Balingen

Telefon: 07433 / ...

E-Mail: 

Der hier genannte örtliche Ansprechpartner handelt in eigener Verantwortung, besitzt keine Vollmacht und unterliegt keiner Weisungsgebundenheit seitens des Väternotrufes. Rückmeldungen zu dem genannten Ansprechpartner senden Sie bitte an info@vaeternotruf.de. Wenn Sie Interesse haben, hier als örtlicher Ansprechpartner aufgeführt zu werden, melden Sie sich bitte unter info@vaeternotruf.de

 

 

Väternotruf Deutschland - allgemeine Erreichbarkeit: info@vaeternotruf.de

 


 

Haben Sie Informationen über kompetente und inkompetente Jugendamtsmitarbeiter/innen? 

Bitte informieren Sie uns: info@vaeternotruf.de

 


 

Fachkräfte

Mit der Benennung der hier angegebenen Fachkräfte treffen wir, wenn nicht gesondert angegeben, keine Aussage über deren fachliche Kompetenzen oder Inkompetenzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Fachkräften fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker oder Ihre örtliche Kontaktstelle vom Väteraufbruch für Kinder e.V. www.vafk.de

 

Amtsleitung:

 

Jugendamtsmitarbeiter/innen:

Frau Stehle - Jugendamt Zollernalbkreis / Balingen / Allgemeiner Sozialer Dienst / Urkundsstelle (ab , ..., 2012, ..., 2014) - Frau Stehle wird vom Väternotruf nicht empfohlen.

 

 

Jugendhilfeausschuss des Zollernalbkreis

Mitglieder siehe unten

CDU (2 + 1 Mitglieder):

Waizenegger, Roman

Sprenger, Karl-Josef

Wild, Christoph

Ungermann, Josef

Nurna, Thorsten

Buhmann, Stefan

FWV (2 + 1 Mitglieder):

Krüger, Joachim

Metzger, Uli

Schäfer, Reinhold

Dr. Häffner, Jürgen

Jauß, Gerhard

Rein, Horst

SPD (1 + 1 Mitglieder):

Gruler, Ingrid

Zimmermann-Fütterer, Helga

Franzki, Martin

Huber, Helga

FDP (1 Mitglied):

Goessler, Hans

Weber, Marlene

Jugendverbände:

Demmer, Peter

Stehle, Tobias

Deyhle, Bernhard

Püttbach, Rainer

Schäfer, Mirjam

Möck, Martina

Vereinigungen der Jugendwohlfahrt:

Vees, Lothar

N.N.

Schrade-Geckeler, Diana

Dieringer, Magdalena

Nagler-Boss, Irmgard

Hinze, Wolfgang

Beratende Mitglieder:

Ev. Kirche:

Weißenmayer, Tobias

Willig, Isabelle

Kath. Kirche:

Uhde, Nicole

Engel, Angelika

Agentur für Arbeit:

Schäfer, Christian

Hameister, Eckhard

Gerichtsbarkeit:

Kraft, Veronika

Veronika Kraft (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Richterin am Amtsgericht Balingen / stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Balingen (ab 22.02.2011, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 15.06.2000 als Richterin am Amtsgericht Balingen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 22.02.2011 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Balingen aufgeführt. 2006 mit je halber Stelle am Amtsgericht Albstadt und Amtsgericht Balingen. Ab 2007 komplett am Amtsgericht Balingen - siehe Pressemeldung unten. 2012: Familiensachen - Abteilung 3. 2012: beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Zollernalbkreis - http://www.zollernalbkreis.de/,Lde/Startseite/Landkreis+_+Politik/Jugendhilfeausschuss.html

Anderer, Herbert

Herbert Anderer (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1959) - Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Stuttgart (ab , ..., 2015, 2016) - im Handbuch der Justiz 2000 ab 02.02.1990 als Richter am Landgericht Rottweil - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 14.09.2000 als Vorsitzender Richter am Landgericht Rottweil aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 14.09.2000 als Direktor am Amtsgericht Rottweil aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2014 ab 20.04.2009 als Vizepräsident am Landgericht Hechingen aufgeführt. 2012: stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Zollernalbkreis - http://www.zollernalbkreis.de/,Lde/Startseite/Landkreis+_+Politik/Jugendhilfeausschuss.html. 24.02.2015: "Ex-Soldat aus Pfullendorf streitet Vergewaltigung ab. .... Dieses Urteil unter Landgerichtsvizepräsident Herbert Anderer hatte vor dem Bundesgerichtshof keinen Bestand." - http://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/pfullendorf/Ex-Soldat-aus-Pfullendorf-streitet-Vergewaltigungen-ab;art372570,7651246. Oberlandesgericht Stuttgart - GVP 01.01.2016: Vorsitzender Richter / 5. Strafkammer.  

 

 

 

Familienberater, Mediatoren, Familientherapeuten in freier Praxis:

Informationsportal der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) - www.familientherapie.org

 

Familienberatung Albstadt

überregionale Beratung 

http://familienberatung-albstadt.de

 

 

Familienberatung Balingen

überregionale Beratung

http://familienberatung-balingen.de

 

 

Familienberatung Tübingen

überregionale Beratung

http://familienberatung-tuebingen.de

 

 

Erziehungs- und Familienberatung

a) in Freier Trägerschaft - Finanzierung durch die Steuerzahler/innen

Psychologische Beratungsstelle Eltern-, Jugend-, Ehe- und Lebensberatung

Bahnhofstr. 26 

72458 Albstadt 

Telefon: 07431 / 13418-0

E-Mail: kontakt@beratungsstelle-albstadt.de

Internet: http://www.beratungsstelle-albstadt.de

Träger: Evangelische und Katholische Kirche

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Sexualberatung, Gruppenarbeit, Krisenintervention

 

 

b) Angebote in staatlicher Trägerschaft als ersatzweise vorgehaltene staatssozialistische Leistung - Finanzierung durch die Steuerzahler/innen 

Staatlich-kommunale Beratungsangebote, die von der Kommune bei fehlenden Angeboten in freier Trägerschaft ersatzweise vorgehalten werden, sind gut geeignet für Leute die gerne Eintopf aus der Armenküche essen und denen der Datenschutz gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht nicht so wichtig ist. Zu sonstigen Risiken und Nebenwirkungen staatlich-kommunaler Beratungsangebote fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder die örtliche Feuerwehr. 

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Friedrichstr. 41 

72458 Albstadt

Telefon: 07431 / 991066

E-Mail: beratungsstelle.albstadt@zollernalbkreis.de

Internet: http://www.zollernalbkreis.de

Träger: Landkreis

Angebote: Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Gruppenarbeit, Krisenintervention, Partnerberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Jugendberatung, Krisenintervention

 

 

Sozialer Dienst des Kreisjugendamts

Kantstr. 67 

72458 Albstadt

Telefon: 07431 / 9353090

E-Mail: sozialerdienst@zollernalbkreis.de

Internet: http://www.zollernalbkreis.de

Träger: Landkreis

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Telefonische Beratung

 

 

Landratsamt Zollernalbkreis Kreisjugendamt

Hirschbergstr. 29 

72336 Balingen

Telefon: 07433 / 92-1402

E-Mail: jugendamt@zollernalbkreis.de

Internet: http://www.zollernalbkreis.de

Träger:

Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Jugendberatung, Krisenintervention, Beratung für Kinder und Jugendliche, Telefonische Beratung

 

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Schwangerenberatung

Schlossackerstr. 82

72379 Hechingen

Telefon: 07471 / 9300770

E-Mail: beratungsstelle.hechingen@zollernalbkreis.de

Internet: http://www.zollernalbkreis.de

Träger: Landkreis

Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Partnerberatung, Krisenintervention, Vermittlung von Selbsthilfegruppen, Telefonische Beratung, Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Sexualberatung, Jugendberatung

 

 

Väteraufbruch für Kinder e.V.

Kontaktstelle für den Zollernalbkreis

Wenn Sie Interesse haben als Ansprechpartner für eine Kontaktstelle zur Verfügung zu stehen, melden Sie sich bitte beim Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. - www.vafk.de

Nach erfolgter Registrierung können wir Sie hier mit Adresse, Mail und Telefon als Ansprechpartner für Betroffene anführen.

 

 

 

Sonstige:

 

Männerhaus im Zollernalbkreis

28.05.2013: "Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. ... - http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

Wie können von Gewalt betroffene Männer ins Männerhaus kommen?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Männer mit ihren Kindern im Männerhaus aufgenommen werden. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail an uns wenden und werden dann an einem verabredeten Treffpunkt abgeholt und ins Männerhaus begleitet. Wir gehen so vor, um die Adresse des Männerhauses zum Schutz der Betroffenen geheim zu halten.

Männer können sich in der Krisensituation auch an die örtliche Polizei wenden. Dann stellen die Beamten auf Wunsch den Kontakt zum Männerhaus her.

Was sollten Sie mit bringen?

Pass/Ausweis· Bargeld / Kontokarte / Sparbuch

Krankenkassenkarte

Papiere/Bescheinigungen z.B. zu Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhaltsvorschuss, Rentenversicherung, Verdienstbescheinigungen, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Mietvertrag, Aufenthaltsstatus, Führerschein

Wohnungsschlüssel

Schulsachen der Kinder, Impfpass der Kinder, Lieblingsspielzeug der Kinder

Ein Männerhaus für von Gewalt betroffene Männer und ihre Kinder gibt es im Landkreis noch nicht, da da die politisch und fachlich Verantwortlichen im Landkreis an einem solchen Hilfsangebot für Männer und ihre Kinder trotz des bestehenden Bedarfs bisher noch kein ausreichendes Interesse haben. Die physische und psychische Schädigung von Männern durch die fehlende Zufluchtsmöglichkeit wird von den politisch Verantwortlichen offenbar in Kauf genommen.

Männer und Frauen, die sich für den Aufbau eines Männerhauses und die bedarfsgerechte Finanzierung durch den Landkreis einsetzen wollen, melden sich bitte hier: info@vaeternotruf.de

 

 

Frauenhaus im Zollernalbkreis

Frauenhaus Zollernalbkreis e.V.

Straße: 

72300 Balingen

Telefon: 07433 / 8406

E-Mail: frauenhaus-zak@t-online.de

Internet: http://www.frauenhaus-zak.de

Träger:

Angebote: Hilfe und Beratung für Frauen, Telefonische Beratung, Krisenintervention, Beratung für Opfer jeglicher Gewalt (laut Angaben auf www.dajeb.de offenbar auch Beratung für Männer als Opfer von Gewalt)

 

 

Deutscher Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Balingen

Filserstr. 9 

72336 Balingen

Telefon: 07433 / 21212

E-Mail: info@kinderschutzbund-balingen.de

Internet: http://www.kinderschutzbund-balingen.de

Träger:

Angebote: Beratung für Kinder und Jugendliche, Familienberatung, Gruppenarbeit

 

 


 

 

Kein Unterhaltsvorschuss bei anonymer Samenspende

Datum: 22.05.2012

Kurzbeschreibung: Ein Kind ohne rechtlichen Vater, das durch künstliche Befruchtung mittels Samenspende eines anonymen Dritten gezeugt worden ist, hat keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG). Das hat der 12. Senat des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) mit einem jetzt bekannt gegebenen Urteil vom 03.05.2012 entschieden. Er hat damit die Berufung eines Kindes (Klägerin) gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen zurückgewiesen, das seine Klage gegen den Landkreis Zollernalbkreis (Beklagter) auf Gewährung solcher Leistungen abweist.

Die dreijährige Klägerin ist durch künstliche Befruchtung mittels Samenspende eines anonymen Dritten (heterologe Insemination) gezeugt worden. Ihre alleinstehende Mutter hatte in der Hoffnung auf eine Ehe mit ihrem damaligen Lebenspartner darauf verzichtet, die Identität des Samenspenders zu erfahren. Nach der Geburt der Klägerin weigerte sich ihr Lebenspartner, die Vaterschaft anzuerkennen. Ein Abstammungsgutachten bestätigte, dass er nicht der leibliche Vater ist. Die Mutter beantragte anschließend für ihr Kind Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG). Diese Leistungen werden unabhängig davon gewährt, ob das Kind oder seine Mutter sozialhilfebedürftig sind. Der Beklagte lehnte den Antrag ab, weil die Mutter bewusst auf die Kenntnis eines gesetzlich zum Unterhalt verpflichteten Vaters verzichtet habe. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen wies die nachfolgende Verpflichtungsklage ab.

Der VGH bestätigt die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts, dass in einem solchen Fall Leistungen nach dem UVG nicht gewährt werden können. Das folge zwar nicht zwingend aus Wortlaut und Entstehungsgeschichte, jedoch aus Sinn und Zweck dieses Gesetzes. Danach sei die staatliche Unterhaltsleistung nicht als verlorener Zuschuss gedacht. Sie diene vielmehr dazu, den alleinerziehenden Elternteil bei Verfolgung und Durchsetzung eines Unterhaltsanspruchs des Kindes gegenüber dem anderen Elternteil zu entlasten. Es müsse der öffentlichen Hand daher möglich sein, den “anderen Elternteil“ zur Erstattung dieser Sozialleistung zu verpflichten. Bei der Zeugung eines Kindes mittels der Samenspende eines anonymen Dritten treffe beides nicht zu. Anderes gelte in solchen Fällen nur, wenn ein so genannter “rechtlicher Vater“ - etwa aufgrund einer Vaterschaftsanerkennung - Kindesunterhalt leisten müsse. Das sei hier nicht der Fall. Wolle ein alleinstehender Elternteil den Anspruch seines Kindes nach dem UVG nicht vereiteln, dürfe er sich also nicht willentlich in eine Situation begeben, in der eine Feststellung des anderen Elternteils von vornherein unmöglich sei.

Der VGH hat die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zugelassen. Sie kann innerhalb eines Monats nach Zustellung des vollständigen Urteils beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt werden (12 S 2935/11).

http://vghmannheim.de/servlet/PB/menu/1276920/index.html?ROOT=1153033

 

 


 

 

Balingerin in Malaga verhaftet

Malaga-Balingen

Die Mutter aus Balingen, die Anfang Februar das beim Vater in Burladingen lebende Kind nach Spanien 'entführt' hatte, ist gestern in Malaga festgenommen worden. Sie wurde in Madrid dem Haftrichter vorgeführt. Ihre beiden Kinder (für das zweite liegt ebenfalls ein Sorgerecht beim Vater) seien sofort in einem spanischen Kinderheim untergebracht worden. Sie dürften heute an die beiden Väter übergeben werden, hieß es. Die aus Balingen stammende Frau wollte mit ihrem neuen Lebensgefährten in Spanien eine Bäckerei eröffnen.

Sie hatte vor Tagen dem Balinger Jugendamt gegenüber ihre Absichten bekundet, allerdings ohne konkrete Angaben. Ob dessen Hilflosigkeit waren gegen das Amt massive Vorwürfe erhoben worden.

Erscheinungsdatum: Freitag 27.02.2009

http://www.suedwest-aktiv.de/region/zak/kommunales/4175333/artikel.php?SWAID=9ce86e72efde6a0edc1dd1e97c3efebe

 

 


 

 

Auf Wiedersehen im Himmel. Die Geschichte der Angela Reinhardt

Nach dem „Festschreibungserlass“ vom 17. Oktober 1939 lebte die damals fünf Jahre alte Angela Reinhardt mit ihren Eltern auf der Flucht in den Wäldern der Schwäbischen Alb. Ihr Vater hatte vorausgesehen, dass die erzwungene Registrierung die Sinti ihren Verfolgern ausliefern würde; das Auseinanderreißen der Familien und die Einweisung in Konzentrationslager wollte er den Seinen ersparen. Im Frühjahr 1940 wird die Familie von der Polizei verhaftet; auf dem Gesundheitsamt in Hechingen erstellt die „Zigeunerforscherin“ Eva Justin ein „Rassegutachten“. Noch einmal gelingt der Familie, der Vater ist inzwischen zur Zwangsarbeit im Straßenbau verpflichtet, die Flucht in die Wälder. Dort erfährt der Vater – es gibt einen Briefkasten in einer Baumhöhle, mit dem sich die im Versteck lebenden Sinti Nachrichten zu kommen lassen –, dass Angela von ihrer leiblichen Mutter, einer Deutschen, polizeilich gesucht wird.

Von da an lebte Angela in ständiger Angst: sie war es, die ihren Eltern weggenommen werden sollte, sie war es, auf die Jagd gemacht wurde. In der Nähe von Burladingen schließlich wurden die Reinhardts verhaftet: Während die Polizei Vater, „Herzensmutter“ und alle anderen Sinti abtransportierte, wurde Angela ihrer leiblichen Mutter übergeben. An Friedrichshafen, wo Erna Schwarz lebt, kann und will sich Angela nicht gewöhnen – nicht an die fremde Frau, nicht an die Schule, sie verweigert das Essen. Schließlich schaltet sich das Jugendamt ein. Sie kommt zunächst in ein katholisches Heim nach Leutkirch, wo sie sich nach und nach wohler fühlt. Doch die Sachbearbeiter im Stuttgarter Jugendamt hatten inzwischen das „Rassegutachten“ der Eva Justin auf dem Tisch und verfügten, dass Angela als „Zigeunermischling“ in die St. Josefspflege in Mulfingen eingewiesen wurde. Die St. Josefspflege war zu diesem Zeitpunkt Sammellager für alle württembergischen Sinti-Kinder, deren Eltern in Konzentrationslager deportiert worden waren und die nun als „Waisen“ galten. Angela war eine Ausnahme: sie hieß nun Angela Schwarz nach ihrer deutschen Mutter. Eines Tages erschien Eva Justin, die „Rote Frau“, in Mulfingen; für ihre Doktorarbeit führte sie rassistische Verhaltensexperimente durch.

Nach Abschluss dieser Experimente werden ihre Versuchsobjekte nicht mehr benötigt und im Mai 1944 zur Vernichtung nach Auschwitz gebracht. Es heißt, es geht auf einen „Ausflug“. Angela gehört nicht zu diesem Transport: „Meine Rettung verdanke ich einzig und alleine Schwester Agneta. Bis heute weiß ich nicht, warum ihre Wahl auf mich gefallen ist. Warum ausgerechnet ich? ... Ich wäre selbst so gerne mit gefahren ... Aber Schwester Agneta hat mich gesehen und hat mir gleich eine Ohrfeige gegeben. ‚Du gehörst nicht dazu!’, hat sie zu mir gesagt, ‚Sofort rauf in den Schlafsaal, in dein Bett, und lass dich ja nicht mehr blicken!’“ Schwester Agneta bringt Angela, nun zehn Jahre alt, zurück zu ihrer deutschen Mutter nach Friedrichshafen. Zwar ist die Mutter keine Anhängerin des Nationalsozialismus – sie hilft russischen Kriegsgefangenen –, doch wieder gibt es Konflikte u.a. mit einem Nazi-Lehrer und Angela kommt in ein Heim nach Donzdorf. Nach der Befreiung hört sie, dass „irgendwo am Bodensee Zigeuner leben“; sie verlässt heimlich das Heim, geht nach Friedrichshafen, arbeitet in einer Fabrik, macht sich mit einem Foto auf die Suche nach ihrem Vater. Wie durch ein Wunder findet sie ihn und die „Herzensmutter“.

Michail Krausnick: Auf Wiedersehen im Himmel. Die Geschichte der Angela Reinhardt. Würzburg: Arena, 2005

 

 


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